Gommern l Pünktlich zum letzen Spiel vor der Winterpause hat die Eintracht-Sieben ihre kämpferische Einstellung wiedergefunden. Der SVL hingegen knabbert weiterhin an den gleichen Problemen wie schon in der gesamten Saison.

„Das Ergebnis ist sehr erfreulich“, zeigte sich Sebastian Munter am Freitagabend nach dem Spiel gegen Langenweddingen erleichtert. „Mit zwei Punkten auf unserer Seite und einem gefestigten fünften Rang in der Tabelle gehen wir nun beruhigt in die Spielpause.“ Das Fazit von Tobias Deutscher, Trainer des SV Langenweddingen, fiel freilich weniger positiv aus: „Wir schlagen uns mit unserer schlechten Chancenverwertung wieder selbst. Du spielst das gut raus, hast die Chancen, aber machst die Bälle nicht rein. Der unbedingte Wille und die Nervenstärke fehlen uns einfach.“

Spiel auf Augenhöhe in Durchgang eins

Die Begegnung verlief weit über die erste Halbzeit hinaus ausgeglichen. Auf ein Tor der Gastgeber folgte die Retour vom SVL. Doch mit einer ersten Gelben Karte von Nicolas Schröder (5.) war bereits klar, dass die Ehlestädter ihre Motivation wiedergefunden hatten. Der SV Langenweddingen dominierte mit Erik Lewin und Tino Kirsten sein Spiel über linksaußen, so dass die Defensive der Eintracht in der ersten Halbzeit einige Probleme hatte, Kirsten als erfolgreichsten Werfer der Gäste unter Kontrolle zu bringen. Doch im eigenen Angriffsspiel laufstark und ideenreich, gaben sie die Partie nicht aus der Hand. Der 12:12-Halbzeitstand spiegelte das ausgeglichene Kräfteverhältnis wider.

Auch wenn der SVE nach Wiederbeginn in Überzahl die Führung das 13:12 vorgelegt hatte, wechselte die Führung im weiteren Verlauf des Spiels noch einige Male. So auch in der 39. Minute, als der SVL mit 18:17 vorn lag, anschließend aber in doppelte Unterzahl geriet. Diese Gelegenheit nutzten Alexander Schäde und Gordon Kaffenberger und verwandelten den Rückstand in eine eigene 19:18-Führung (42.).

Spannung bis zum Schlusspfiff

Auch dank der breiteren Bank gelang es den Gästen zehn Minuten vor Spielende, den Druck nochmals zu erhöhen und zum 23:23 auszugleichen. Torhüter Julian Hartung wechselte quasi als Ass in Munters Ärmel für Alexander Pfahl, den ehemaligen Langenweddinger, zwischen die Pfosten und parierte den einen oder anderen guten Ball. Somit verhalf er Schäde und Tom Leine zu den entscheidenden Tempogegenstößen, die sie erfolgreich zum 27:24 (56.) verwandelten.

Den Doppelpunktgewinn fast sicher, wirkten die Hausherren im Spielaufbau gegen Ende wieder fahriger, was der SVL für ein letztes Aufbäumen nutzte (26:28/59.). Als Schäde – mit zehn Treffern Gommerns bester Werfer – das 29:26 besorgte, war der siebte Saisonsieg der Eintracht gesichert. „Sechs bis acht Punkte hätten es mehr sein können“, fand unterdessen Tobias Deutscher im Rückblick auf die bisherige Saison.

Gommern: Pfahl, Hartung, Konrad - Söder (3), Schröder (3), Leine (3), Schäde (10), Kaffenberger (4)

Statistik

Langenweddingen: Strauß, Böhm - Bethge, Lewin, Rossbach, Schult, Ebel, Kirsten, Michael, Oertel, Marek, Lindert, Kolm, Schmelzer (keine Torangaben)

Siebenmeter: SVE 3/3 – SVL 2/2