Oebisfelde l Die Mitteldeutschen Oberliga-Männer des SV Oebisfelde hatten sich am Sonnabend im Heimspiel gegen den HSV Bad Blankenburg in Form von Punkten etwas vorgenommen. Doch diese konnten nicht eingefahren werden. Die Allerstädter verloren die Begegnung mit 24:30 (13:14) und verharren damit weiter auf dem vorletzten Tabellenrang.

SVO geht die Luft aus

Im Prinzip war die Partie ein Abbild des vorherigen Heimspiels gegen den SV Plauen-Oberlosa. Dieses verloren die Allerstädter nach einer guten ersten Hälfte, zur Halbzeit lagen sie wie am Sonnabend mit 13:14 zurück, letztendlich mit 25:33. Wie in diesem Spiel konnten sie auch gegen Bad Blankenburg nicht an die Vorpausenleistung anknüpfen - insbesondere nicht in der Offensive.

Bei allem Lokalpatriotismus und der Dünnhäutigkeit von Verantwortlichen des SVO ist es offensichtlich, auch der nach wie vor treuen Oebisfelder Anhängerschaft, dass die Mannschaft momentan nicht das Leistungsvermögen besitzt, um in der Mitteldeutschen mithalten zu können. Das ist ein Fakt, der nicht schlimm ist, doch dem man sich offensiv stellen kann.

Seiler gibt kritische Analyse

Nach Abpfiff der Partie gegen Bad Blankenburg machte das jedenfalls Toni Seiler, Co-Trainer der SVO-Sieben. „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt. In der Abwehr gab es zwar Defizite, doch im Angriff lief es passabel. Im zweiten Abschnitt haben wir dann nachgelassen, insbesondere in der Offensive. Uns fehlte, nicht nur in der zweiten Hälfte, der Druck aus dem Rückraum. Ein Manko, das uns nicht nur gegen Bad Blankenburg zu schaffen macht. Nur mit schnellem Spiel oder spielerischen Aktionen können wir das nicht ausgleichen. Die Bad Blankenburger waren in der Offensive breiter aufgestellt und spielten, trotz einiger guter Paraden unserer Torhüter, daher einfach effektiver“, erklärte Toni Seiler.

Augenscheinlich war, dass die Oebisfelder gegen einen keineswegs übermächtigen Kontrahenten, wie es auch Toni Seiler anmerkte, jede Menge spielerischen Aufwand betreiben mussten, um zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Das klappte wie erwähnt im ersten Durchgang, trotz einiger Unzulänglichkeiten im Aufbau, noch akzeptabel.

Nach einer 3:1-Führung, die der diesmal treffsichere Pascal Koitek (2) und Oliver Meinel besorgten, zogen die Gäste dann aber vorbei. So lagen sie nach 19 Minuten mit drei Toren vorn (11:8). Die Oebisfelder fanden aber die richtigen Antworten.

Nach dem 13:11 der Gäste nahm SVO-Trainer Christian Herrmann die Auszeit, ordnete damit seine Reihen, so dass Alexander Vogel und Oliver Meinel zum 13:13 nachlegten. Zur Pause lag aber wieder der HSV vorn (14:13).

SVO kann im Angriff nicht nachlegen

Nach Wiederanpfiff der nicht immer überzeugenden Schiris, ihre Auslegungen beeinflussten den Ausgang allerdings nicht, taten sich die Oebisfelder im Angriff dann schwer. Die Thüringer konnten daher schnell das Signal auf Sieg stellen. Denn in der 37. Minute lagen sie mit vier Toren vorn (18:14).

Trainer Hermann reagierte erneut mit der Auszeit und wenig später mit der Einwechselung von Manuel Weis in das Tor (41.). Der gute „Manu“ zeigte auch Paraden, doch seine Vorderleute nutzten diese nicht zum erhofften Gegenschlag.

So spielten die Bad Blankenburger ihren Stiefel herunter und hatten nach dem 26:19 (52.) alles unter Kontrolle.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - P. Schliephake (2), Koitek (7), Kamm (1), Meinel (4), Vogel (6), Kalupke, Heidler, Kleist, Sauer (2), E. Breiteneder (1/1), Meichsner (1).

Siebenmeter: 3/1;

Zeitstrafen: 7.