Wefensleben l Die Jubelgesänge der TSV-Anhänger wollten danach kein Ende nehmen. Und die Fans waren in großer Zahl erschienen. Die Sporthalle in der Bahnhofstraße in Wefensleben war bis auf den letzten Platz gefüllt. Somit verfolgten knapp 150 Zuschauer die spannende Partie.

Rückstand wird gedreht

Im Viertelfinale des HVSA-Pokals der Damen standen sich der Bezirksligist TSV Wefensleben 1990 und die Gäste aus der Saalestadt (Sachsen-Anhalt-Liga) gegenüber. Die Gäste kamen sehr gut ins Spiel und führten schnell mit vier Toren Vorsprung. Aber das sollte es noch nicht gewesen sein. Die TSV-Damen, angeführt von ihrer Spielführerin Christin Bortfeldt, legten durch ihren Kampfgeist noch eine Portion drauf und so konnten sie bis zur Halbzeit einen Zwei-Tore Rückstand zum 10:12 halten. Die Abwehrreihen standen gut und arbeiteten sehr couragiert. Viel Spannung für die zweite Halbzeit war also garantiert.

Dieser Durchgang begann ausgeglichen. Wefensleben stellte in der 36. Minute den Gleichstand her und ging in der 38. Minute durch ein Tor von Christin Bortfeldt erstmals mit 15:14 in Führung. In den weiteren Minuten folgte ein Hin und Her. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Calbe glich in der 40. Minute ein letztes Mal zum 17:17 aus. Danach begann eine starke Phase der TSV-Damen. Durch eine gute Abwehrleistung und eine sehr gut aufgelegte Sarah Schumann im Tor spielte der TSV bis zur 49. Minute eine Fünf-Tore-Führung (22:17) heraus und die Halle fing an zu brodeln. Die Zuschauer peitschten ihre Damen unentwegt nach vorne und es entwickelte sich ein Pokalspiel auf hohem Niveau. Die Mannschaft um das Trainergespann Deutschmann/Ludwig kämpfte grandios bis zur letzten Minute.

Spannung in der Schlussphase

Die Gäste aus Calbe nutzten im letzten Viertel die Zeitstrafen gegen den TSV. Eine Rote Karte für Julia Klinghammer in der 48. Minute und schließlich auch noch gegen Christin Bortfeldt in der 57. Minute (jeweils drei Zeitstrafen) konnte Calbe nutzen, um bis zur 58. Minute auf ein Tor zu verkürzen. Beim Spielstand von 26:25 in der 59. Minute verlor der TSV im Angriff den Ball und so hatte Calbe tatsächlich noch die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Eine starke Deckung verhinderte jedoch die Möglichkeit zum Torwurf. 

Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr und die Freude brach bei allen Anwesenden heraus. Die glückliche Mannschaft bedankte sich jubelnd bei den anwesenden Fans „Einfach nur Wahnsinn“, konstatierte Kerstin Nauschütz, „wie uns die Zuschauer gepuscht haben und die Intensität der Lautstärke war einfach nur genial“.

Nun geht’s im Halbfinale wieder gegen einen höher spielenden Verein. Welcher Gegner jetzt kommt, wird erst ausgelost.

Statistik

TSV Wefensleben: Schumann, Thiede, Nauschütz (2 Tore), Haberkorn (5/4), Ziem, Krüger (1), Dorsch (2), Bortfeldt (5/2), A. Hart (3), Klinghammer (4), J. Hart (4)

Zeitstrafen: Wefensleben 9, Calbe 5

Siebenmeter: Wefensleben 6/7, Calbe 4/7