Calvörde l In Calvörde fand das erste Turnier der grünen Saison in Sachsen-Anhalt statt.

Wettkampf ohne Zuschauer

Christian Legler vom Veranstalterteam begründet, warum als Austragungsort das kleine Börde-Örtchen gewählt wurde: „Gemeinsam mit dem Reit- und Fahrverein Calvörde haben wir schon in der Vergangenheit viel gemacht. Die Anlage bietet gute Bedingungen für die aktuelle Situation mit zwei getrennten Abreiteplätzen und Sandboden, der witterungsunabhängig gut zu bereiten ist.

Durch die Abgeschiedenheit ist zudem die Versuchung für Zuschauer, dort hinzukommen, sehr gering. Es tut einem schon leid, wenn man aufgrund der Vorschriften Großeltern mit Enkeln abweisen muss. Nicht ganz unausschlaggebender Punkt war außerdem, dass der Landkreis Börde sich mit uns gemeinsam auf den Weg gemacht hat, eine Lösung zu suchen. Wir haben uns sehr gefreut, dass der Landkreis hier Mut bewiesen hat.“

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Turnier nur für Kader- oder Berufsreiter

Von den Reitern – zugelassen waren nur Kader- und Berufsreiter – wurde die Chance auf einen Start gern genutzt, auch wenn Parcoursbesichtigungen nur mit Maske absolviert werden durften, es keine Schleifen, Zuschauer, Ehrungen gab. Die Starterfelder der 15 Springprüfungen waren voll. „Alle waren sehr happy und haben sich zu 99,9 Prozent auch vorbildlich an die Regeln gehalten. Es hat lange gedauert, das Thema Berufssport überhaupt auf die politische Agenda in Sachsen-Anhalt zu bringen, damit der Landkreis eine Genehmigung erteilen darf. Aber im Pferdesport gibt es nun mal schon auf Landesebene viele Menschen, die ihr Geld damit verdienen. Wir hoffen, durch die Profis auch den Weg für die Amateure wieder zu ebnen, damit es ab Juli wieder richtig losgehen kann“, ist Legler optimistisch.