Hötensleben l Die junge Truppe spielte bis zum Wechsel in den Herrenbereich in der Jugend-Bezirksklasse, Staffel Harz eine beachtliche Rolle.

Himmelreich spielt eine tragende Rolle

„Im Punktspielbetrieb waren wir unter der Leitung von Peter Marcinowski recht erfolgreich und erkämpften stets vordere Tabellenplätze“, erinnert sich Claus Himmelreich. „Im FDJ-Pokal haben wir sogar das Finale im damaligen Bezirk Magdeburg erreicht, das wir allerdings haushoch mit 1:10 gegen Aktivist Staßfurt verloren haben. Die Staßfurter spielten seinerzeit als Mannschaft sogar auf DDR-Ebene eine gute Rolle.“ Himmelreich, bis zum Renteneintritt als Diplomingenieur im Armaturenwerk tätig, hat von Beginn an Aktivist Hötensleben und ab 1990 dem SV Hötensleben stets die Treue gehalten. Darüber hinaus war er ehrenamtlich im damaligen Kreisfachausschuss Oschersleben als Staffelleiter tätig.

Über die Kreisgrenzen hinaus bekannt war der stets faire Sportmann auch durch seinen Tischtennisschläger. Während sich Anfang der 60er Jahre der Großteil der Tischtennisspieler auf die „schwammigen“ Sandwich- und Softbeläge umstellte, blieb er bei seinem aus Hickoryholz gefertigten Sportgerät mit einem unüberhörbaren harten Klang. „Die Materialsituation hinsichtlich Schläger und Bälle war damals noch recht kompliziert“, blickte Himmelreich auf die Anfangsjahre zurück. Besonders Bälle, die nicht gleich beim ersten Schlag zerbrachen, waren Mangelware. Zum Training war Himmelreich ein gern gesehener Trainingspartner, weil er qualitativ hochwertige Schildkröt-Bälle aus der Vorkriegszeit besaß. „Bring deine Bälle mit“, hieß es immer, wenn er sich mit seinen Sportfreunden zum Training im Bergkrug verabredete.