Ausleben l Zuvor war er bereits acht Jahre Schatzmeister. Beruflich ist er bei einem Wasser- und Abwasserversorger in der Projekt-abwicklung beschäftigt. Seine Eltern, Hannelore und Willi Hamann, beide Lehrer von Beruf, waren auch seine sportlichen Vorbilder. Beide spielten leidenschaftlich gern Volleyball. Seine Mutter schaffte in jungen Jahren in Freital sogar den Sprung in DDR-Liga. Vater Willi, leider schon 2002 verstorben, war auch ein guter Fußballer und und betätigte sich erfolgreich als Jugendtrainer.

Die sportliche Laufbahn von Uwe Hamann begann 1976 in der Fußball-Nachwuchsabteilung von Traktor Ausleben. 1982 wechselte er die Sportart, spielte nunmehr Badminton. Durch seine Erfolge auf Bezirksebene konnte er sich mehrfach für die Teilnahme an den DDR-Meisterschaften qualifizieren. Auch während seiner Berufsausbildung in Greifswald blieb er Badminton treu. Von 1995 an spielt Uwe Hamann bis heute Tischtennis.

Auch in seiner eigenen Familie steht der Sport regelmäßig auf der Tagesordnung. Gattin Silvia betätigt sich im Volleyball, die Söhne Philip und Felix spielen Fußball. Letzterer gehört der leistungsstarken und erfolgreichen Auslebener A-Jugendmannschaft an.

Wie ernst Uwe Hamann seine ehrenamtliche Arbeit für den Verein nimmt, zeigt sich auch darin, dass er 2012 an einer Vereinsmanager-Ausbildung des DOSB teilnahm und sie mit dem Erwerb der C-Lizenz erfolgreich beendete.

Er hatte erkannt, dass zu einer guten Vereinsführung auch die Frage der Sicherheit in Rechtsfragen gehört und ein solides fachliches Hintergrundwissen die Leitungstätigkeit erleichtert.

Aufschwung in der Vereinsarbeit

Als Hamann seine neue Aufgabe übernahm, waren 123 Mitglieder registriert, darunter ein eínziger Jugendlicher. Seit dem hat sich das Bild beträchtlich gewandelt, die Mitgliederzahl verdoppelte sich (274), auch weil 100 Kinder neu hinzukamen. In sieben Abteilungen mit 17 Sportgruppen bestehen derzeit Betätigungsmöglichkeiten. Die Fußballabteilung umfasst gegenwärtig zwei Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft und vier Jugendteams.

Hamann betrachtet den Verein nicht als Dienstleiter, für ihn ist er eine „Institution des Zusammenhalts“, eine zentrale Anlaufstelle für alle unternehmungswilligen Bürger der Gemeinde Ausleben und Umgebung. Er freut sich über die Mitglieder, die sich engagiert im Verein einbringen. „Man konnte vor Ort miterleben und sehen, wie die Abteilungen und deren Sportgruppen anwuchsen und neue Sport- und Freizeitangebote im Verein Fuß fassten“, würdigt er deren Leistungen und Einsatzbereitschaft. Als positiv bewertet Hamann die Unterstützung durch die Verbandsgemeinde und das Land.

Absage der 100-Jahr-Feier schmerzt

Die Absage der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins haben alle Beteiligten schwer getroffen. Hamann hatte mit seinen Mitstreitern Denis Krompholz, Anne Nehrig, Thomas Barheine, Hannelore Hamann, Petra Soltek und Rainer Jekal zwei Jahre lang die Vorbereitungen vorangetrieben und mussten dann erleben, dass alle Aktivitäten wegen des Lockdowns ersatzlos gestrichen werden mussten. Auch an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an die genannten Sportfreunde.

Uwe Hamann vertritt die Meinung, dass bestimmte Aufgaben in einer Ehrenamtsfunktion, wie zum Beispiel eine Antragstellung auf Fördermittel, schwer umzusetzen sind. Der Zeitaufwand stehe in keinem Verhältnis zur ehrenamtlichen Arbeit. Man spürt bei Uwe Hamann, dass er stolz darauf ist, Vorsitzender des SV Blau Gelb 1920 Ausleben e.V. mit seinen großartigen Mitgliedern zu sein.

Dessen ungebrochene Attraktivität und Ausstrahlung ist ein Resultat unermüdlicher Arbeit engagierter Funktionäre und vieler Mitglieder. Und daran hat der „Vereinschef“ einen großen Anteil. In einem Offenen Brief an die Mitglieder des Vereins würdigt er ihre Leistungen für den Verein und bedankt sich für alles Geleistete.