Der Schönberger SV hat sich durch einen 2:0-Erfolg über Rot-Weiß Werben die Tabellenführung in der 1. Fußball-Kreisklasse, Staffel Nord, erobert.

Stendal l Auf dem zweiten Platz rangiert der TuS Sandau und auf Rang drei Heide Klein Schwechten.

Die SV Krüden/Groß Garz III ließ im Spiel gegen Germania Klietz II von Anfang an den Ball gut laufen. Sie kamen super ins Spiel und schossen in den ersten 30 Minuten zwei Tore. Klietz II drückte nun und machte es den Mannen um Spielertrainer René Butnop nicht einfacher. Die Lage entspannte sich erst, als Steven Fuchs durch seinen Treffer zum 3:0 erhöhte.

Melvin Fenske sieht die rote Karte

Die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Einen Schreck gab es für die Gäste, als Torwart Melvin Fenske den Ball in der 55. Minute nicht festhielt und Stefan Witte zu Fall brachte. Es gab für Fenske die rote Karte und Strafstoß. Die Klietzer mussten nun mit einem Mann weniger bis zum Schlusspfiff auskommen. Das tat ihrer Spielfreude und ihrem Kampfgeist aber keinen Abbruch. René Butnop, Spielertrainer von Krüden/Groß Garz III nach dem Spiel: "Wir haben in den ersten 20 Minuten den Ball gut laufen lassen, dann hat Klietz etwas gedrückt, durch das Tor von Fuchs hat sich die Lage etwas entspannt. Die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Es war schwieriger gegen Klietz in Unterzahl zu spielen, weil sie sehr gut gegengehalten und kämpferisch alles gegeben haben". Sein Gegenüber Stefan Kertz: "Wir hatten auch einige sehr junge Spieler bei, die noch nie im Männerbereich gespielt haben. Der Sieg von Krüden/Groß Garz III ist verdient. Wir werden aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern im nächsten Spiel wieder angreifen".

Das zweite Derby hintereinander verbuchten die Kicker aus Schönberg für sich. Sie entführten drei Punkte aus Werben und eroberten die Tabellenführung. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen. Die besseren Chancen erarbeiteten sich die Gäste. Ihre Mühen wurden durch den Treffer von Albrecht gekrönt und die Schönberger gingen mit dieser Führung in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild, es gab Chancen auf beiden Seiten. Eine Viertelstunde vor Abpfiff besorgte Priebe für die endgültige Entscheidung und erhöhte auf 0:2. Jan Reinicke, Betreuer des Schönberger SV konnte selbst nicht beim Spiel sein, sagte aber dazu: "Das war das zweite Derby, was die Mannschaft für sich eintscheiden konnte. Wir haben jetzt sechs Punkte auf dem Konto, darauf lässt sich aufbauen."

"Wir haben zwei Punkte verschenkt"

In der ersten halben Stunde des Spiels TuS Sandau gegen Schönhausen II sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Es gab Chancen auf beiden Seiten. Danach forcierte Sandau seine Aktivitäten und erhöhte den Druck auf das Gehäuse der Kicker aus Schönhausen. Jubeln konnten die Mannen um Michael Heinrich kurz vor dem Pausenpfiff, als Kleinat den Ball für seine Mannschaft im Tor unterbrachte. Mit dieser Führung ging es in die Kabinen. Auch in der zweiten Halbzeit setzten die Sandauer alles daran, hier die Entscheidung zu erzielen. Sie erarbeiteten sich viele Chancen, die aber nicht genutzt wurden. Die Gäste versuchten mit langen Bällen Entlastung für sich zu schaffen. Ein Ball wurde in den Strafraum der Sandauer befördert. Der Libero bekam die Situation nicht richtig geklärt und brachte einen Schönhauser zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Brandt sicher - 1:1. Sandau versuchte zwar noch alles, um als Sieger vom Platz zu gehen, doch es blieb bei diesem Unentschieden. Aus dem Lager der Sandauer war leichte Enttäuschung zu vernehmen. "Wir haben heute zwei Punkte verschenkt. Wir hatten in beiden Halbzeiten so viele Chancen und konnten sie einfach nicht nutzen", sagte TuS-Trainer Michael Heinrich.

Der SV Rochau hat gegen Klein Schwechten sein zweites Heimmatch in den Sand gesetzt. "Der Sieg geriet nie in Gefahr. Ich bin stolz auf meine Mannschaft", äußerte sich Heide-Coach Karsten Eigenfeld. Maximilian Lenz, mit zwei Toren, und Christian Urbschat schossen die Treffer bereits im ersten Abschnitt. Rochau zeigte keine schlechte Spielanlage, war in Tornähe meist zu ungefährlich. Die Gäste verwalteten schließlich den Vorsprung.