Stendal l Der Wechsel von Maximilian Butze zum TuS Schwarz-Weiß Bismark hat für Diskussionsstoff gesorgt. Der im Sommer aus dem Kader des 1. FC Lok Stendal (Fußball-Verbandsliga) ausgeschiedene defensive Mittelfeldspieler hatte im Herbst bekanntlich in Berlin ein Studium begonnen und sich auch fußballerisch in Richtung Bundeshauptstadt orientiert.

Vor wenigen Wochen aber kam erneut engerer Kontakt des aus Jerichow kommenden Butzes mit dem 1. FC Lok zustande. Es sah ganz so aus, als wenn der junge Spieler in der Rückrunde wieder am Hölzchen auflaufen würde.

Nun aber steht fest, dass er künftig für TuS Bismark die Töppen schnüren wird. "Wir haben ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu diesem Jungen. Er hat sich nicht etwa gegen Lok Stendal und für TuS Bismark entschieden, sondern für die Landesliga. Den dortigen Fußball und sein Studium kann er besser unter einen Hut bringen", so Lok-Präsident Prof. Ulrich Nellessen.

Diskussionsstoff ist natürlich auch immer noch das Nichtantreten von Oberligist Piesteritz zum Landespokalmatch in Stendal. Lok-Vereinschef Nellessen dazu: "Für mich grenzt das an sportlichen Betrug. Der Platz war hundertprozentig bespielbar. Und zwei Stunden vor der Austragung der Partie bekommen wir den Anruf von Klaus Ebeling vom Landesverband, dass der Piesteritzer Bus nicht einsatzbereit sei. Ich kann das nicht ernst nehmen. Wenn das Spiel neu angesetzt wird, wird definitiv Protest angemeldet." Kein Geheimnis mehr ist die Tatsache, dass Klaus Schlieker wieder in Richtung Hölzchen strebt. Der ehemalige ehrenamtliche Präsident des Vereins war zwischenzeitlich Chef des Stendaler Leichtathletikvereins, ist von diesem Posten aber vor einigen Wochen zurückgetreten. "Ich halte Herr Schlieker für einen sehr sympathischen Menschen und werde mich gern mit ihm unterhalten. Wichtig dabei ist, dass wir ein klar abgestecktes Aufgabenfeld für ihn finden", sagt Professor Nellessen.