Goldbeck l Die Hallenfußball-Kreismeisterschaft 2018 ist bereits wieder Geschichte. Mit dem Schinner SV Eintracht hat der Kreisfachverband (KFV) Altmark-Ost einen würdigen Sieger gefunden.

Schinner SV Eintracht bestes Hallenteam

Damit steht fest: Der Schinner SV Eintracht stellt die beste Hallenmannschaft auf kreislicher Ebene in den vergangenen drei Jahren. 2016, 2017 und jetzt 2018 gewann der Kreisoberligist das finale Turnier.

Der jetzige Schinner Trainer Lars Reifke hat übrigens das Endspiel 2:1 gegen seine Mannschaft gewonnen. Er ist als Spieler bei Medizin Uchtspringe II gemeldet.

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Bemerkenswert war die Stimmung unter den 300 Zuschauern in der Goldbecker Halle. Die herrschte besonders, als noch alle Mannschaften anwesend waren. Danach leerten sich einige Plätze, aber am Ende sorgte der Turniersieger für genügend Emotionen.

Dankeschön für den Verein

Warum jedoch hat der Kreisfachverband diese Meisterschaften gerade nach Goldbeck vergeben? Tobias Petzke, Verantwortlicher für Pokalspiele und Hallenmeisterschaften beim Kreisfachverband Fußball Altmark-Ost, sagte dazu: „Seit Jahren richtet der Goldbecker Verein Vorrunden dieser Meisterschaften sehr gut aus. Es ist auch ein Dankeschön für den Verein. Er hat uns in der Vorbereitung eine Riesenarbeit abgenommen, die wir vielleicht in Stendal gehabt hätten.“

Und wie hat die Zusammenarbeit des Kreisfachverbandes mit dem Ausrichter bei dieser Digital-Media-Altmark-Hallenkreismeisterschaft geklappt?

Petzke: „Die Versorgung wurde super übernommen. Es gab insgesamt genügend Ansprechpartner. Die Ordnungskräfte wurden gestellt. Insgesamt war Goldbeck ein sehr guter Ausrichter.“

KFV Altmark-Ost zufrieden

Nach dem Turnier war Petzke mit dem Verlauf dieser Meisterschaften überaus einverstanden. „Der KFV ist sehr zufrieden. Goldbeck als Ausrichter auch. Im vergangenen Jahr hatten wir deutlich weniger Zuschauer. Von den Mannschaften kam auch durchweg ein positives Feedback.“

Kritik an Schiedsrichtern

Leichte Kritik kam nur etwas über die Schiedsrichter auf. Rico Goroncy, Vorsitzender des Post SV Stendal, meinte: „Vielleicht hätte man erfahrene Leute hinstellen können. Unter anderem wurden die Grätschen nicht rigoros abgepfiffen.“

Das sah Petzke etwas anders: „Da ich selber Schiedsrichter bin, weiß ich, wie schwer es ist, ein Hallenturnier zu leiten, gerade wenn es um die Kreismeisterschaft geht. Da geht es immer recht rassig zur Sache. Ein Schiedsrichter kann nicht jede Entscheidung zu 100 Prozent richtig treffen. Im Großen und Ganzen fand ich die Schiedsrichterleistungen gut, weil die wichtigen Entscheidungen in meinen Augen korrekt waren. Sicherlich gab es auch Streitpunkte, aber die Schiris haben schon richtig gehandelt.“

Stirbt der Hallenfußball?

Bleibt am Ende vielleicht ein Wermutstropfen. Es könnten die letzten Hallen-Kreismeisterschaften dieser Art gewesen sein. Der Landesverband drängt darauf, wie im Nachwuchsbereich Futsal zu spielen. Stirbt der gewohnte Hallenfußball somit im Landkreis Stendal aus? Petzke:„Das muss man sehen. Es kann sein, aber zu 100 Prozent möchte ich das nicht bestätigen. Wir hoffen natürlich, dass wir diese Meisterschaften in der gleichen Form weiter durchführen können. Die Frage ist nur, ob wir weiter Hallenfußball spielen dürfen oder Futsal spielen müssen. Im Sinne der Mannschaften hoffen wir natürlich auf Fußball. Aber wenn es nicht mehr geht, dann müssen wir Futsal spielen. Das werden wir rechtzeitig bekannt geben.“

Petzke wollte abschließend noch ein großes Dankeschön an die Goldbecker, „die sich bereit erklärt haben, diese Veranstaltung mit uns zusammen durchzuführen“, senden.

Petzke bedankt sich zudem bei den vielen Helfern, beim Kampfgericht, beim Moderator Frank Motejat und bei den Sponsoren.

Die Digital-Media-Altmark Hallenkreismeisterschaft in Goldbeck war ein gelungenes Fußballfest. Es wäre ein Jammer, wenn dieses Turnier in der Art vom Terminkalender verschwinden muss.