Osterburg l Im Jahr 2018 waren die Handballmänner der HSG Osterburg nach mehreren Jahren mit starken Platzierungen in der Verbandsliga Nord erstmals ins „Oberhaus“ des sachsen-anhaltischen Handballs aufgestiegen.Knapp ein Jahr später aber geht es zurück, und zwar freiwillig.

HSG Osterburg schlägt sich nicht schlecht

Die Osterburger Männer haben sich nicht schlecht geschlagen in der Sachsen-Anhalt-Liga. Die nebenstehende Tabelle zeigt sie zwar als Vorletzter, doch weil sie bei Punktgleichheit das bessere Direktverhältnis gegen den USV Halle II haben, hätten sie in der Liga verweilen können.

„Das wollten wir aber nicht. Weil unter anderem in der Sachsen-Anhalt-Liga der zeitliche Aufwand riesig ist und wir einige Jungväter in unseren Reihen haben, wurde beschlossen, dass wir freiwillig in die Verbandsliga zurückkehren“, so Florian Skorz, der das Team nach dem Aufhören des ehemaligen Trainer-Trios in der Saison 2018/19 betreute.

Positive Überraschungen in der Serie

Die eine Saison hielt für die Mannschaft der Biesestädter die ganze Palette von sportlichen Erlebnissen bereit. Sie reichte von sehr klaren Niederlagen gegen die „Großen“ im Feld über sehr knappe Resultate bis hin zu ausgesprochen positiven Überraschungen.

Diesbezüglich sind der 32:28-Auswärtssieg bei Eiche Biederitz und der knappe 33:32-Heimerfolg gegen TuS Radis einzuordnen.

Spiel gegen Langenweddingen verloren

Die Osterburger Punktbilanz wäre sicher besser ausgefallen, wenn das Team das Heimmatch gegen Langenweddingen in der Lindensporthalle nicht knapp mit 31:32 verloren hätte – und zwar völlig unnötig. Darüber hinaus standen die Spiele der Altmärker einige Wochen danach unter Beobachtung durch den Landesverband. Einige Zuschauer hatten sich beim genannten Match daneben benommen.

Danach war die HSG scheinbar geschockt. Die Leistungen stimmten zumeist nicht mehr, sodass intern der Entschluss reifte, nach dem Saisonende freiwillig abzusteigen.

Kuhlmann und Dobberkau stark

Wenn er aus dem Team jemand herausheben könnte, auf wen würde Betreuer Skorz dann kommen? „Insbesondere auf Thomas Kuhlmann, der übrigens alle Spiele mitgemacht hat, und auf Till Dobberkau. Das waren die leistungsstabilsten Spieler.“

Ein neuer HSG-Coach ist gefunden, es ist ein alter Bekannter – Jürgen Stottmeister. Er hatte die HSG-Truppe schon einmal trainiert.

Drei Spieler verlassen HSG Osterburg

Mit Arne Dobberkau, Patrick Knust und Niklas Reichert verlassen drei Feldspieler die Mannschaft, aber auch drei Neuzugänge sind zu verzeichnen. Sebastian Papendiek (Kreismitte) kommt zurück. Dazu stoßen Linkshänder Christoph Borczuki vom aktuellen Landesmeister Calbe und Max Brandt (Linksaußen und halblinks) aus der Brandenburgliga zu den Altmärkern.

Die haben am Freitag das Saison-Abschlusstraining absolviert und sind guter Dinge, in der neuen Serie eine positive Rolle in der Verbandsliga zu spielen. „Insbesondere freuen wir uns auf insgesamt sechs Kreisderbys zwischen Seehausen, Stendal und uns“, so Skorz.