Torlos 0:0 trennten sich am vergangenen Freitagabend die beiden Spitzenteams der Altmark-Börde-Liga der B/C-Mädchen auf der Gardelegener Rieselwiese. Dabei schenkten sich sowohl Gastgeber SSV 80 als auch der SV Kali Wolmirstedt nichts.

Gardelegen l Und somit geht das Ergebnis auch in Ordnung, wobei man schon sagen muss, dass spielerisch absolute Magerkost geboten wurde. Das hatte aber offensichtliche Gründe. Erstens sahen die zirka 35 Zuschauer ein Spitzenspiel, denn der Rangzweite empfing den Dritten. Zweitens schien es so, als ob die taktische Ausrichtung ganz klar in Richtung Defensive ging - die Trainerkonzepte gingen also auf.

Dennoch litt das Spiel nach vorn eindeutig an den dominierenden Abwehrreihen. Kaum ein Ball wurde vernünftig angenommen und gezielt weitergespielt. Klar, dass sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite kein Spielfluss zustande kam.

Auf Torchancen warteten die Zuschauer vergebens. Den ersten vernünftigen Spielzug gab es in der 33. Minute zu beobachten, als die SSV-Mädchen einen Wolmirstedter Ball abfingen und schnell umschalteten. Emma-Charlotte Aßmann bediente in der Mitte Marie-Sophie Hahn. Die sah auf links Isabelle Brückner laufen, die das Leder auch bekam. Ihr Schuss allerdings brachte nicht die gewünschte Gefahr für das Kali-Gehäuse. Nur zwei Minuten später, also in der Schlussminute der ersten Hälfte, tauchte der SSV erneut vor dem Wolmirstedter Tor auf. Diesmal bekam Hahn jedoch das Spielgerät nicht richtig unter Kontrolle und verstolperte.

So ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen. Hier lobten beide Trainer die Defensivreihen, wollten aber auch in der zweiten Hälfte mehr Offensivfußball sehen. Doch das sollte ein Wunschtraum bleiben. Es blieb spielerisch trist auf der Rieselwiese.

Die erste kleinere Möglichkeit hatten diesmal jedoch die Gäste. Elena Rudolph (40.) hatte einfach mal abgezogen, und Milena Schulze im SSV-Tor hatte mit diesem Schuss dann mehr Mühe als erwartet, parierte aber dennoch. Wer aber dachte, dass das jetzt der offensive Hallowach-Effekt sein sollte, sah sich getäuscht. Es ging mit Magerkost weiter.

Eine Viertelstunde später gab es auch wieder eine kleinere Chance für die Gastgeberinnen zu notieren. Hahn probierte es aus gut zwölf Metern einmal, doch die Wolmirstedter Torfrau Justine Weber konnte das Schüsschen in Ruhe aufnehmen. Auch ihre SSV-Kollegin Schulze musste noch einmal eingreifen, als Johanna-Sophia Gellert frei zum Schuss kam und sie das Leder zur Ecke lenkte. Mehr gab es dann von beiden Seiten nicht.

Defensiv hervor taten sich jedoch auf SSV-Seite Libero Antonia Pelka und auch Romy Binde, die Kalis Sophie Niedel komplett aus dem Spiel nahm. Auf der anderen Seite überzeugte ebenso Libero Edda Kremkau, die hinten gar nichts anbrennen ließ.

Tore: Fehlanzeige.

SR: Stephan Mattheis (Berge).

Vorkommnisse: Keine.

 

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