Barleben l Die Landesliga-Kicker des SV Grün-Weiß Potzehne haben nach der unnötigen Niederlage gegen den Schönebecker SV vor einer Woche die richtige Reaktion gezeigt. Am Sonnabend mussten die Westaltmärker beim FSV Barleben antreten und setzten sich dort am Ende deutlich mit 5:2 (2:1) durch.

"Vielleicht kam die Niederlage gegen Schönebeck zu einem richtigen Zeitpunkt. Heute hat man gesehen, wozu die Spieler in der Lage sind. Wenn jeder das spielt, was er kann, dann sind wir auch erfolgreich und nur sehr schwer zu schlagen. Heute gibt es absolut nichts zu kritisieren", fasste Spielertrainer Nico Bremse nach dem Schlusspfiff zusammen.

Der Übungsleiter schickte eine leicht veränderte Elf auf das Feld. Eugen Schunaew kam im Abwehrzentrum zum Einsatz und Stephan Niebuhr rückte auf die rechte Manndeckerposition. Jan Küllmei, der etatmäßige Abwehrchef, wurde von seinem Trainer hingegen in das zentrale Mittelfeld und somit in die Schaltzentrale beordert. Um es vorweg zu nehmen: Dieser taktische Schachzug sollte schließlich auch von Erfolg gekrönt sein, denn Küllmei lenkte klug das Spiel der Potzehner, war immer anspielbereit und leitete so zahlreiche Angriffe ein. Außerdem hatte sich Bremse noch eine andere Taktik zurecht gelegt, um die Barleber in Schach zu halten. In der ersten Halbzeit standen die Westaltmärker defensiv sehr sicher und spielten überaus diszipliniert. So wurde der Spielaufbau der Platzherren bereits früh gestört und die Grün-Weißen erzwangen zahlreiche Ballverluste. Des Weiteren klappte diesmal auch das Umkehrspiel hervorragend. In der 33. Minute, vorher blieben Torchancen eher Mangelware, nutzte Robert Klement ein gutes Zuspiel von Nico Wehrmeister, tauchte frei vor dem Barleber Schlussmann auf und spitzelte den Ball ins Netz - 1:0. Doch die Platzherren hatten die passende Antwort parat. Eine scharfe flache Eingabe rutschte Patrick Schmidt durch die Handschuhe, so dass Sören-Alexander Kuznik am zweiten Pfosten nur noch einzuschieben brauchte - 1:1 (36.).

Doch von diesem Rückschlag ließen sich die Potzehner keineswegs nervös machen und blieben ihrer Linie treu. Praktisch mit dem Pausenpfiff wurden die Grün-Weißen schließlich auch belohnt, denn Sebastian Feldmann war per Kopf zur Stelle und besorgte den 2:1-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel blieben die Potzehner am Drücker. Und wie. In der 62. Minute verwandelte Nico Wehrmeister einen Eckball direkt und brachte die Gäste mit 3:1 in Führung. Und es sollte sogar noch besser kommen.

Denn in der 75. Minute hatte der Potzehner Neuzugang Tim Poppe seinen großen Auftritt. Ein langer Abschlag von Schmidt rutschte der Abwehr durch. Ingo Wiegmann schnappte sich das Leder und steckte auf Poppe durch. Der kurz zuvor eingewechselte Stürmer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zum 4:1. Nur drei Minuten später fälschte Eugen Schunaew dann einen Schuss von René Heckeroth ins eigene Tor ab und sorgte so unfreiwillig für den Barleber Anschluss zum 2:4. Den Schlusspunkt setzten jedoch wieder die Potzehner. Praktisch mit dem Schlusspfiff hämmerte Oliver Gase nämlich noch einen Freistoß direkt in die Maschen und stellte den 5:2-Endstand her.

Torfolge: 0:1 Robert Klemet (33.), 1:1 Sören-Alexander Kuznik (36.), 1:2 Sebastian Feldmann (45.), 1:3 Nico Wehrmeister (62.), 1:4 Tim Poppe (75.), 2:4 Eugen Schunaew (78./Eigentor), 2:5 Oliver Gase (90.).

SR: Sirko Müke (Schönebeck).