Er ist Trainer in zwei Bundesländern zugleich. In der Westaltmark coacht der 27-jährige David Heitmann die C-Junioren der SG Diesdorf/Langenapel, in Niedersachsen die Frauen des SV Hagen-Mahnburg. Für letztgenannten Verein schnürt Heitmann, der aus Bonese stammt, übrigens auch selbst die Schuhe.

Bonese/Mahnburg l In der Westaltmark wurde David Heitmann kürzlich von KFV-Jugendausschussvorsitzender Axel Garz als "Trainer des Jahres" geehrt. Die Empfehlung dafür kam von seinen Trainerkollegen. "Ich glaube, ich bin auf einer Wellenlänge mit den Kindern und eher ein Kumpeltyp", beschreibt sich der 27-Jährige, der zuletzt noch für die D-Junioren der SG Diesdorf/Langenapel zuständig war und sie auf den zweiten Platz in der Kreisklasse führte, selbst. Der ehrgeizige Spieler und Übungsleiter ist seit 2007 Trainer. Dort coachte er noch zusammen mit Mario Gebert die E-Junioren der SG Wallstawe/Langenapel/Dähre. Ab 2010/2011 war Heitmann erstmals Cheftrainer bei der zweiten D-Junioren-Vertretung der SG Diesdorf/Wallstawe/Langenapel/Dähre. Nun geht er in seine erste Großfeldsaison als Coach der C-Junioren.

Mit dem SV Langenapel gleich zweimal in Folge aufgestiegen

Nachdem ihm Schulkameraden rieten, im Verein Fußball zu spielen, schloss sich David Heitmann im Alter von neun Jahren dem SV Schwarz-Weiß Dähre an. Er spielte unter der Leitung von Trainer Jörn Brüder in der D-Jugend. Bis zur Auflösung des Vereins nach der Spielzeit 2002/2003 blieb Heitmann den Schwarz-Weißen treu. Anschließend spielte er ein Jahr für den Diesdorfer SV. Als der SV Langenapel 2006 wieder in den Spielbetrieb einstieg, wechselte der heute 27-Jährige und war beim SVL in allen drei Herrenmannschaften aktiv. Mit der ersten Vertretung stieg David zweimal in Folge auf (2006/2007, 2007/2008) und schaffte somit den Durchmarsch von der 2. Kreisklasse in die Kreisliga. In der Winterpause der Spielzeit 2011/2012 kam durch seine damalige Freundin der Wechsel zum niedersächsischen SV Hagen-Mahnburg zustande. Für das Team aus der 3. Kreisklasse Gifhorn spielt David in der Verteidigung. "In Niedersachsen ist das Spiel mehr auf Technik angelegt, in Sachsen-Anhalt geht es ein wenig körperbetonter zur Sache", kann Heitmann gut vergleichen. Er fühlt sich wohl bei seinem neuen Klub, wo er mit Jürgen Haase einen erfahrenen Trainer hat.

27-Jähriger ist ab sofort auch für die SV-Frauen zuständig

Ab sofort ist David Heitmann auch Trainer der Frauenmannschaft aus Hagen-Mahnburg. "Mit den Frauen muss man natürlich etwas gefühlvoller umgehen. Ich muss schauen, wie ich mit der Umstellung klarkomme", muss sich der 27-Jährige erst noch an seine Aufgabe gewöhnen. In der Vorsaison war er als Co-Trainer der SV-Damen tätig. Zwei Trainerjobs auf einmal sind zwar eine zeitaufwändige Aufgabe, doch Heitmann ist sich sicher, dass er alles unter einen Hut bekommen wird. Bei den C-Junioren der SG Diesdorf/Langenapel wird er zudem von Eduard de Beurs und Bruder Michael unterstützt. Auf der Suche nach einem Co-Trainer ist David hingegen noch bei den Frauen des SV Hagen-Mahnburg.

"Ich freue mich, wenn die Jungs Spaß am Fußball haben. Das ist für mich wichtiger als gute Ergebnisse", spricht Heitmann über sein Dasein als Nachwuchstrainer. Sein Ziel ist es, irgendwann mit seinen ehemaligen Schützlingen aus dem Nachwuchs noch einmal zusammen beim SV Langenapel zu spielen. "Ich hoffe, dass möglichst viele von ihnen auch den Sprung in den Herrenbereich schaffen", sagt David, der aber mit Hagen-Mahnburg unbedingt noch einmal aufsteigen und Pokalsieger werden möchte. Seine Vorbilder als Trainer sind Thomas Tuchel (FSV Mainz 05), Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) und Christian Streich (SC Freiburg). "Ich mag diese junge Generation einfach, diese Trainer wirken dynamisch und bringen frischen Wind rein", sagt der 27-Jährige selbst. Sein Vorbild als Spieler ist hingegen Jan Koller. "Er fällt durch seine Körpergröße auf und ist ähnlich kopfballstark wie ich", sagt Heitmann mit einem Grinsen. Allerdings misst Koller (2,02 Meter) noch sechs Zentimeter mehr als der Westaltmärker (1,96 Meter), der als Forstwirt arbeitet. Am Fußball allgemein liebt David Heitmann die Emotionen und die Spannung.

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