Am vergangenen Wochenende fanden in Leipzig die Deutschen Jugendmeisterschaften des Deutschen Bogensportverbandes (DBSV) statt. Für dieses bogensportliche Finalereignis hatten sich sechs Bogensportler der WSG "Jenny Marx" Salzwedel qualifiziert. Unter ihnen auch einige Starter mit guten Medaillenchancen.

Leipzig/Salzwedel l Die Meisterschaften wurden an zwei Tagen ausgetragen. Am Sonnabend mussten die beiden langen Distanzen absolviert werden und am Sonntag standen die zwei kürzeren Entfernungen auf dem Programm. Je nach Altersklasse mussten so 144 Wertungspfeile auf Entfernungen zwischen 20 und 90 Meter geschossen werden.

Die WSG-Bogensportler haben in den letzten Jahren immer Medaillen und sogar Meistertitel erreicht. Das war auch Zielstellung in diesem Jahr, denn nach der Qualifikation hatten Sirko Stottmeyer (U12m) und Michelle Ehret (U14w) Platz eins und zwei inne. Auch Maximilian Milow und Alexina Ludorff (beide U17) konnten auf Platz vier der Qualifikation noch berechtigte Medaillenhoffnungen hegen.

Nach dem ersten Tag aber sah es so aus, dass die WSG-Medaillenhoffnungen stark geschrumpft waren. So war Sirko Stottmeyer krankheitsbedingt nicht angereist und damit eine nahezu sichere Medaillenhoffnung dahin. Die anderen Starter erreichten nicht ihre Qualifizierungsergebnisse. Die besten Platzierungen hatten noch Michelle Ehret auf Platz fünf und Florian Schwarzberg auf Rang acht. Die Mannschaft belegte zu diesem Zeitpunkt den sechsten Platz. Damit waren die WSG-Starter aber nicht zufrieden.

Die Analyse des Trainers nach dem ersten Wettkampftag war also ernüchternd. Es wurden Fehler erkennbar, die überwiegend abgestellt werden konnten. So hatte sich bei Michelle Ehret der Klicker (Gerät zur Fixierung der Auszugslänge) am Bogen unbeabsichtigt verstellt, so dass sie mit einer ungewohnten Auszugslänge klarkommen musste. Das erklärt auch ihre für sie doch schwachen 533 Ringe auf den ersten beiden langen Distanzen.

Für Michelle Ehret begann dann am zweiten Wettkampftag eine beispiellose Aufholjagd. Von Passe zu Passe schob sie sich weiter nach vorn. Sie erreichte auf den beiden kurzen Distanzen 629 Ringe und konnte sich mit insgesamt 1162 Ringen noch einen Silberplatz erkämpfen. Nun hat sie nach Gold in der Halle und Bronze (Mannschaft) einen kompletten Medaillensatz in ihrem Trophäenschrank.

Maximilian Milow (U17m) hielt sich relativ stabil und kam mit 1119 Ringen auf einen achtbaren sechsten Platz. Alexina Ludorff (U17w) erreichte 1109 Ringe und mit Platz fünf die zweitbeste Platzierung der WSG-Starter.

Durch ihre mit Kampfgeist erzielten achtbaren Ergebnisse erreichten Michelle Ehret, Maximilian Milow und Alexina Ludorff mit 3390 Ringen den Bronzeplatz in der Mannschaftswertung und gehören damit zu den besten DBSV-Jugendkadern.

Julian Wischer und Florian Schwarzberg (beide U17m) konnten ihre Qualifikationsplatzierungen leicht verbessern und belegten mit 1041 beziehungsweise 1040 Ringen die Plätze 15 und 16.

Nach einem ersten unbefriedigenden Wettkampftag wurden es so für die WSG-Aktiven noch erfolgreiche Meisterschaften, die sie durch sportlichen Kampfgeist gestalten konnten.