Gardelegen l Zu Beginn des Spiels schwächelte der SSV-Sechser jedoch. Wie schon in der Vorwoche beim Gastspiel in Burg kamen die Gardelegener nicht richtig in Schwung. So gingen die Gäste aus Staßfurt nach dem 6:6-Zwischenstand zunächt mit 8:6 in Fürung und lagen auch Mitte des ersten Satzes noch mit 14:11 beziehungsweise 18:16 in Front. Doch dann zog der SSV-Sechser endlich die Zügel an und drehte den Spießzum 20:18 um. Am Ende stand so doch ein klarer 25:20-Satzerfolg und die 1:0-Führung.

Gardelegens Mannschaftskapitän Arne Kreißl betrachtete den ersten Durchgang dennoch kritisch: „Der Gegner hat im ersten Satz ordentlich mitgehalten. Staßfurt hat aber fast ausschließlich von unseren Fehlern profitiert, denn eigentlich waren Sie ein bisschen hilflos“, fand Kreißl. Die größten Probleme bei seinem Team sah der Kapitän im Zuspiel. „Philipp Lenz hat zu Beginn sehr enge und zu flache Pässe gespielt. Das heißt, wir waren dadurch oft zu dicht am Netz. Nachdem wir das besser eingestellt hatten und schneller zugespielt haben, lief es dann besser“, so Kreißl weiter.

Kreißls Fallrückzieher

Mit der 1:0-Satzführung im Rücken, lief es nun rund für den Gastgeber. Bis zum 10:8 hielten die Gäte aus Staßfurt zwar noch den Anschluss, doch dann zog Gardelegen auf 14:9 davon. In dieser Phase bekamen die Zuschauer auch die Szene des Abends zu sehen. Lukas Kreißl rettete einen fast schon verloren geglaubten Ball sehenswert per Fallrückzieher und ließ damit die Halle jubeln. Und auch wenn der Punkt letztlich doch an Staßfurt ging, wird man diese Szene auch beim SV Engersen wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Denn dort spielt Kreißl in der Kreisoberliga auch Fußball und wird solche Aktionen nun wohl ebenfalls häufiger abliefern müssen.

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Bemerkenswert war in Satz Nummer zwei aber auch die Auswechselung von Pascal Grothe. Sonst einer der Top-Angreifer beim SSV, wirkte der Schmetterkünstler diesmal lustlos und wurde von Gardelegens Coach Gerhard Müller folgerichtig vom Feld genommen. Für ihn kam Neuzugang Karl Bensing, der sein Heimdebüt im SSV-Dress gab und am Netz zu überzeugen wusste.

„Es ist schön zu sehen, dass wir eine breite Bank haben und Schwächephasen gut kompensieren können“, schätze Arne Kreißl ein.

Für dessen Team lief es nun mehr als rund. Der zweite Satz ging klar mit 25:14 an den SSV-Sechser und auch im dritten Durchgang ließen die Gastgerber noch einmal die Muskeln spielen. Auch dieser Satz ging klar mit 25:14 an das Heimteam.

SSV 80 Gardelegen: A. Kreißl, L. Kreißl, Bensing, Winkler, Lenz, Braune, Grothe, Koepke, Rummel.