Oebisfelde l (per) Die Sensation in der 3. Runde im HVSA-Pokal ist perfekt. Für den Knaller sorgte der SV Oebisfelde II. Der Verbandsligist besiegte nach Verlängerung die eine Klasse höher in der Sachsen-Anhalt-Liga spielende SG Lok Schönebeck mit 39:37 nach Verlängerung.

Es war eine dramatische Partie, die bestimmt einen denkwürdigen Platz im Geschichtsbuch des SVO finden wird. Die Amplitude der Dramatik erreichte Sekunden vor der 60. Minute ihren Höhepunkt. Robert Mennecke hatte die Lok-Sieben mit 30:29 in Front geworfen. Den SVO-Gegenzug verhinderte Sebastian Papendieck mit einem Foul, wofür er die Rote Karte sah. Just in diesem Moment war die Spielzeit von 60 Minuten abgelaufen, was die Schönebecker und ihr Anhang jubelnd feierten. Aber da stand ja noch der Freiwurf gegen sie aus.

Den schnappte sich Norman Bischoff, der nach seinem Abgang aus der Ersten sein erstes Pflichtspiel für die SVO-Zweite hatte. An der Mauer vorbei wuchtete er die Kugel in die Maschen des Lok-Tores - Verlängerung.

Und in diesen zweimal fünf Minuten entschied der höhere Adrenalinspiegel über Sieg und Niederlage. Und den hatte ohne Zweifel der Gastgeber. Nicht nur spielerisch schlug er die feinere Klinge, sondern auch in Sachen Einsatz war er besser. Dazu noch im Tor ein Maik Giebel, der mit seiner reifen Erfahrung in dieser Phase drei Siebenmeter parierte, was gewaltig am Nervenkostüm der Gäste nagte, sie zu Fehlern trieb. Mit dem Tor zum 37:34 (68.) durch Toni Seiler, der mit kurzer Deckung gegen Gästespieler Mennecke wesentlich zum Sieg beitrug, war die Sensation praktisch geschafft. "Meine Mannschaft hat sich ein dickes Lob verdient, weil sie ihr Leistungspotenzial voll abgerufen und alle taktischen Vorgaben diszipliniert erfüllt hat", strahlte nach dem Abpfiff SVO-Trainer Hans-Joachim Gamm.

SV Oebisfelde II: Giebel, Wagner - Heinrichs, Kirstein (8), Fritsche (2), Meinke (1), Hirschberg (8), Seiler (1), Benecke (3), Mieth, Spychalski (3), Breiteneder (5), Rawolle, Normen Bischoff (6).

Siebenmeter: 5/3; Strafzeiten: 4.

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