Salzwedel l (tko/eb) Im letzten Punktspiel des Jahres und gleichzeitig auch der Hinrunde reisten die Handball-Frauen des SVT Uelzen/Salzwedel zur Landesliga-Reserve der HSG Elbmarsch. Es sollte der Abschluss einer starken Hinrunde werden. Nach insgesamt 60 verkrampften Minuten genügten 20 gute, um das Spiel mit 17:12 zu entscheiden und den zweiten Tabellenplatz zu bestätigen. Mit weiterhin nur zwei Minuspunkten hält der SVT damit Kontakt zur noch ungeschlagenen SG Adendorf/Scharnebeck.

Am Sonntag ging die Fahrt zur HSG Elbmarsch, die bis zur unglücklichen Vorwochenniederlage auf Rang drei des Klassements geführt wurde. Der damit verbundene Respekt war allen Spielerinnen anzumerken. Aber mit dem Anpfiff zeigte sich der SVT sehr engagiert und hellwach.

Die ersten Minuten gehörten so ganz den Gästen. Insbesondere Antonia Schwede drückte der Anfangsphase ihren Stempel auf und traf gleich viermal für ihre Farben. Da auch die Abwehr keine Schwäche zeigte, gelang es, sich auf 5:0 (11.) abzusetzen. Dann gelang der HSG ein Rückraumtreffer, der den SVT irgendwie ins Mark traf. Plötzlich wurde der SVT unsicher und verkrampfte, mühte sich zu seinen Toren und ließ auch die HSG immer öfter gewähren. Trotz zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Führung fand keine Spielerin mehr die nötige Sicherheit. Dennoch wurde die erarbeitete Führung mit 10:5 in die Halbzeit genommen. Glück, dass die HSG aus dieser SVT-Unsicherheit zu wenig Kapital schlagen konnte.

Trotz der Pause und beruhigenden Worten in der Kabine änderte sich auch in Halbzeit zwei zunächst nichts. Der SVT bewegte sich kaum noch, machte viele technische Fehler, und auch in der Abwehr fehlte der erforderliche Biss. SVT-Tore hatten Seltenheitswert. Die Gastgeberinnen verkürzten Tor um Tor, wobei sie spielerisch nicht einmal überzeugen mussten. Zusätzlich wurde das Spiel durch sehr unsichere Schiedsrichter begünstigt. Beidseitige Härte - fast alles schien erlaubt - wurde geduldet.

Beim Stand von 12:13 (50.) war alles wieder offen. Aus dem Nichts heraus legten ein verwandelter Siebenmeter und ein Konter den Schalter wieder um, der alte SVT war zurück. Der HSG gelang gegen wiedererwachte Salzwedelerinnen nichts mehr, und es wurde noch ein Fünf-Tore-Erfolg. 17:12 hieß es somit am Ende aus Sicht glücklicher Gäste, denen eben fast genau 20 gute Minuten für diesen Sieg reichten.

SVT Uelzen/Salzwedel: Heike Sommer, Stefanie Lüneburg (2), Christin Hönig (3), Antonia Schwede (5), Annett Baumgarten, Stephanie Tepelmann, Katharina Kahl (1), Gundula Paas (4), Alexandra Gleißner, Sonja Wozna (2).