Salzwedel l Ein westaltmärkisches Duo kämpft aktuell um den Staffelsieg in der Basketball-Bezirksliga Nordwest. Der VfL Kalbe/Milde, freiwilliger Oberliga-Absteiger, führt das Tableau verlustpunktfrei an, doch nach vier Begegnungen liegt der PSV Salzwedel den Mildestädtern dicht im Nacken.

Wichtiger Sieg für Kalbe

Spätestens jetzt sollten die Kalbenser wissen, wie wichtig der knappe 93:92-Erfolg im Westaltmarkderby gegen Salzwedel war. Für den PSV hingegen war dies bisher die einzige Niederlage, dem gegenüber stehen für die Kreisstädter drei Erfolge.

Mit dem Schlusslicht SSJ 93 Gardelegen, das nach wie vor auf seine ersten Punkte wartet, hatten die Salzwedeler in heimischer Lessing-Sporthalle keine Mühe. Mit 118:27 (61:16) setzten sich die Mannen von der Jeetze im Nachbarschaftsduell durch. Dabei konnten es sich die Gastgeber sogar erlauben, ihre drei Topscorer Reinhard Geratz, Marcel Ziemke und Marcel Manthey zu schonen. „Man hat es nicht einmal gemerkt“, musste Geratz zugeben.

Der eigentliche Spielertrainer hielt sich diesmal komplett heraus und gab die Verantwortung an seinen Assistenten Edgar Golcer weiter. Auch das funktionierte. „Edgar hat einen guten Job gemacht und das Team gut eingestellt“, verriet Geratz. Der kümmerte sich stattdessen während der Partie um das Ausfüllen des Protokolls.

Kämpferische Leistung von Gardelegen

Den Gardelegenern kann man zwar zweifellos eine gute kämpferische Leistung bescheinigen, doch im spielerischen Bereich konnten die Rolandstädter bei weitem nicht mithalten. Die junge SSJ-Truppe schaute zumeist doch immer wieder staunend zu, wenn der PSV, angeführt vom baumlangen Golcer, seine vielen Fast-Breaks lief. „Wir wussten vorher, was uns gegen diesen jungen Gegner erwartet. Uns war es vor allem wichtig, dass alle Spieler zum Einsatz kommen“, erklärte Reinhard Geratz. Umso erfreuter war er, dass auch noch alle acht Akteure punkten konnten.

Schon nach dem ersten Viertel – nur die ersten Minuten gestalteten sich noch eher ausgeglichen – war zu erahnen, in welche Richtung es gehen würde. Salzwedel führte mit 33:8. Die Gastgeber erkämpften sich die Bälle zumeist frühzeitig, kombinierten sich zudem sehenswert durch die gegnerischen Reihen und trafen aus fast allen Lagen. Dabei freute sich Geratz besonders darüber, dass das Team zusammenspielte und nicht eigensinnig selbst der Abschluss gesucht wurde. Auch im zweiten Abschnitt ging es einseitig weiter, so dass es zur Halbzeit bereits 61:16 für den PSV stand.

Salzwedel hält Tempo hoch

Die Salzwedeler hielten das Tempo weiterhin hoch und ließen das Polster somit immer weiter anwachsen. 85:20 hieß es nach dem dritten Viertel. Allen Beteiligten war klar, dass die Salzwedeler die 100-Punkte-Marke knacken würden. Genauso sollte es dann auch kommen. Am Ende leuchtete ein 118:27 auf der Anzeigetafel auf.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte auf Salzwedeler Seite noch Janik Müller heraus. Er brachte es auf starke 45 Punkte und war damit Topscorer seiner Mannschaft. Auf Gardelegener Seite brachte es Hermann Lenz immerhin auf zehn Zähler.

Während der PSV Salzwedel also weiterhin mit um den Titel spielen möchte, wollen die Gardelegener SSJ-Akteure die Spielzeit nicht zählerlos beenden. „Sie haben viele U18-Spieler in ihren Reihen, die technisch über gute Anlagen verfügen. Ich würde mir wünschen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen“, hatte Reinhard Geratz auch noch ein paar aufbauende Worte für den Kontrahenten übrig.

PSV Salzwedel: Gäde (18 Punkte), Golcer (23), Kuhl (4), Müller (45), Petrovic (12), Siatras (12), Umeri (2), Wagner (2).

SSJ 93 Gardelegen: Beneke (3), Kramer (7), Lenz (10), Libberoth (5), Mewis (2), Nickel (0).