Salzwedel l Die Hansebaskets Salzwedel haben zum Auftakt in die neue Basketball-Saison 2020/2021 einen verdienten 74:61-Auswärtserfolg beim VfL Kalbe gefeiert. Damit schafften die Baumkuchenstädter historisches. Nach drei Jahren gelang es den Salzwedelern wieder einen Sieg an der Feldstraße zu erringen.

Der Ligaprimus der vergangenen Saison um Dirigent Harald Lotsch, der mit U-20-Talent Benjamin Schuler in der Anfangsformation begann, startete mit viel Pech im Abschluss. Gleichzeitig zeichnete sich bereits früh in der Begegnung ab, dass der Gast sich etwas vorgenommen hatte.

Gäste mit Ruhe und dem Punch unterm Korb

Mit viel Ruhe und dem richtigen Punch unterm Korb, agierten die in weiß gekleideten Salzwedeler. Beweglicher in der Offense und mit viel Engagement in der Defense, stellten die Baskets frühzeitig die Weichen auf Sieg.

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Die in rot gekleideten Kängurus dagegen gingen nur zaghaft zum Rebound und wirkten statisch. Erst nach zehn Minuten und der ersten Auszeit, legten die Kängurus ihre Hemmungen ab. Wie ein reinigendes Gewitter, wirkte sich die Pause positiv für den Gastgeber aus.

Sascha Pietz brachte von der Bank frischen Schwung und sorgte für mehr Bewegung bei den Ersatz geschwächten Hausherren, denen unter anderem Jan Lohse fehlte. Mit 19:13 ging das erste Viertel jedoch an die Baskets.

Baskets verteidigen frühe Führung

Gute Impulse kamen auch von der Salzwedeler Bank. Physisch war gegen die Defense um Edgar Golcer zudem kein Kraut gewachsen. Im Sandwich wurde Harald Lotsch abgeschirmt, und konnte seine individuellen Fähigkeiten nur schwerlich entfalten. Mit 18 markierten Punkten brachte Lotsch allerdings noch immer die größte Gefahr auf Seiten der Kalbenser.

Zur Halbzeit gingen beide Teams mit einem 26:33 in die Kabinen. Erst das dritte Viertel sollte den Kängurus das Genick brechen. Salzwedel konnte mit tollen Umschaltmomenten und einem gut aufgelegten Jannik Damm davon ziehen.In der Defense verteidigten die Gäste sehr diszipliniert am Mann und belohnten sich in der Offense für einen couragierten Auftritt. Vor allem Marcel Manthey tanzte seine Gegenspieler ein ums andere Mal regelrecht aus.

Lotsch: Haben das erste Viertel verschlafen

Am Ende konnte der VfL den Hansebasktes im Altmark-Derby nicht mehr zusetzen. Die Salzwedeler feierten zum Auftakt einen 74:61-Erfolg. Spielertrainer Edgar Golcer zeigte sich nach Spielschluss entsprechend zufrieden: „Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt, waren sehr variabel vorne und hatten stets die Lufthoheit. Sicherlich hat uns das körperliche Gewicht gegen die jungen Talente von Kalbe geholfen. Das hat den Unterschied gemacht.“

Kalbes Spielertrainer Harald Lotsch dagegen haderte vor allem mit dem Beginn der Partie: „Wir haben das erste Viertel verschlafen und kamen zu spät ins Spiel. Deshalb kamen wir nicht mehr in Schlagdistanz. Salzwedel hat unsere Fehler eiskalt bestraft und war insgesamt abgebrühter. Wir haben uns zumindest im weiteren Verlauf der Partie nicht aufgegeben. Das war positiv. Insgesamt war der Sieg für Salzwedel verdient.“

Während die Hanebaskets einen erfolgreichen Saisonstart feiern konnten, wird der VfL Kalbe im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zeigen müssen, will man den status quo in der Bezirksliga Nordwest beibehalten.

Statistik

VfL Kalbe/Milde: Czubkowski (9 Punkte), Duwe, Gericke (15), Konitzer, Lotsch (18), Mehlicke (4), Pietz (1), Rose (3), Schuler (11).

Hansebaskets Salzwedel: Benecke (4 Punkte), Damm (17), H. Franke (9), P. Franke (2), Geratz (3), Golcer (12), Manthey (10), Petrovic (5), Schönfelder, Schulze, Seemann (3), Ziemke (9).