Gardelegen l Im Duell der Aufsteiger gegen den FSV Saxonia Tangermünde, die Ostaltmärker sind in die Landesliga Nord aufgestiegen, kassierten die Westaltmärker eine 1:2 (1:0)-Niederlage.

Testspiel auf gutem Niveau

Die 167 Zuschauer sahen am bislang wärmsten Tag des Jahres eine richtig gute Begegnung. Denn trotz der schweißtreibenden Temperaturen versuchten beide Vertretungen das Tempo hochzuhalten. Zudem agierten beide Teams auch mit Blick auf das Spielerische und Technische auf einem ordentlichen Niveau.

Der SSV von Übungsleiter Norbert Scheinert hatte seine starken Phasen vor allem in der ersten Hälfte. Die ersten richtigen Achtungszeichen setzten allerdings die Gäste. Tom Künnemann hatte sich in Minute 20 auf der rechten Seite durchgesetzt, fand aber in SSV-Schlussmann Markus Falk seinen Meister. Ebenso erging es sechs Minuten später Alexander Klitzing, der ebenfalls auf der rechte Seite zum Zuge kam. Auch er scheiterte am Gardelegener Torhüter.

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Zug zum Tor in der Schlussphase

Die Gastgeber agierten zwar optisch überlegen, doch den richtigen Zug zum Tor entwickelten sie erst in der Schlussphase der ersten Hälfte. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff glänzte Hannes Schreiber mit einem schönen Schuss. Anschließend stand Sascha Gütte im Mittelpunkt. Doch er hatte in der 45. Minute noch Pech. Das sollte sich ändern.

SSV führt zur Pause

In der zweiten Minute Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel die Führung für die Platzherren. Nach einem ansehenswerten Spielzug kam das Leder im Saxonia-Strafraum zu SSV-Kapitän Florian Scheinert und der passte auf Sascha Gütte. Der hatte keine Mühe, zur 1:0-Führung einzuschießen. Dann war Pause.

Steven Beck verletzt sich

Nach Wiederanpfiff von Schiri Michael Damke setzten die Gäste erneut den ersten Akzent. Nach Rechtsflanke von Tom Künnemann verpasste Alexander Klitzing knapp (52.). Vorher kam es jedoch zu einer Aktion, die den SSV im weiteren Spielverlauf zu schaffen machte. Steven Beck, der bis dahin eine starke Partie abgeliefert hatte, verletzte sich in der 49. Minute am Knöchel (kein Foul) schwer und musste ins Krankenhaus gefahren werden.

Trotzdem rissen sich seine Mannschaftskameraden zusammen und hätten in der 59. Minute in Person von Sascha Gütte auf 2:0 erhöhen können. Doch der Offensiv-Akteur, der relativ frei zum Abschluss kam, verzog.

Zwei Minuten danach jubelten dann die Gäste. Philipp Kühne hatte sich auf der linken Seite nach Zuspiel von Alexander Klitzing durchgesetzt und lupfte das Leder über den einwechselten SSV-Schlussmann Jonas Warnstedt zum 1:1 in die Maschen (61.).

Saxonia setzt den Lucky-Punch

Ab diesen Zeitpunkt übernahm nach und nach die Saxonia das Kommando. Zumindest mit Blick auf das Angriffsspiel. Es dauerte aber bis in die Schlussphase, bis die Gäste aus ihrem gegenüber dem SSV besserem Offensivspiel Kapital schlagen konnten. Zwei Minuten vor dem Abpfiff zirkelte Jonas Lehmann einen Freistoß aus dem Halbfeld in den SSV-Strafraum. In diesem kam Alexander Klitzing frei zum Kopfball und es stand 2:1 für die Gäste. Danach hätte die Saxonia sogar noch erhöhen können, doch es blieb bei diesem Resultat. Trotz der Niederlage schlug sich der SSV gut und wird sich auch nicht beirren lassen.