Salzwedel l Der SV Eintracht Salzwedel 09 und der SV Medizin Uchtspringe trennten sich am Sonnabend vor 135 Zuschauern mit einem 1:1 (0:0)-Remis voneinander. Vor heimischer Kulisse startete die Eintracht fulminant und erspielte sich schon in der Anfangsphase ein deutliches Übergewicht.

Eintracht beginnt druckvoll

Zweimal Lukas Biermann (1./vorbei, 4. vorbei) und auch Philip Müller nach einer schönen Vorarbeit von Stefan Heuer (5./geblockt), hätten schon früh die Salzwedeler Führung erzielen können. In der siebenten Minute gaben auch die Gäste aus Uchtspringe das erste Lebenszeichen von sich. Die 09er konnten den Ball nach einer Ecke nicht entscheidend klären. Florian Klukas zog aus dem Rückraum per Direktabnahme ab, zielte aber zu zentral.

Die Jeetzestädter ließen den Ball weiter sehr gut laufen und schafften es zudem regelmäßig in die gefährliche Zone. Alleine die Abschlüsse waren zu unplatziert. Nachdem Melvin Michael per Kopf (16./vorbei) und Marcel Brinkmann auf der anderen Seite aus der Distanz (20./gehalten) glücklos blieben, nahm das Tempo ab Mitte des ersten Abschnitts ab.

Salzwedel blieb optisch überlegen, doch die Gäste standen nun defensiv etwas besser und ließen bis zum Pausenpfiff nichts mehr zu. Auf der anderen Seite verbuchten auch die Mediziner keinen Abschluss mehr.

Hausherren belohnen sich nicht

In den zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer praktisch ein Spiel auf ein Tor. Allerdings schien das Tor der Gäste wie versiegelt. Ob es dabei ausschließlich am überragenden Schlussmann Daniel Meinert, oder auch am Salzwedeler Unvermögen im Abschluss lag, müssen andere beurteilen. Fest steht, dass sich Salzwedel in der zweiten Hälfte Chancen en masse erspielte, das Leder aber einfach nicht über die Linie brachte.

In der 54. Minute hätte es einfach 1:0 stehen müssen. Salzwedels Pascal Kreitz trieb den Ball nach vorn und lief unbedrängt auf das Gäste-Tor zu, war aber nicht eigensinnig genug. Statt selbst abzuschließen, sah er den mitgelaufenen Luca Nowak, der es aber zu kompliziert machte und den Ball vertändelte. Drei Minuten später drang Philip Müller in die Box ein, fand aber beim Abschluss seinen Meister in Meinert. Nachdem Kevin Gebert aus der zweiten Reihe nur die Latte traf (60.), Hannes Buchmeyer nach schöner Einzelaktion vergab (62./knapp vorbei), Julian Seehausen aus kurzer Distanz Meinert anschoss (65.) und auch Nowak glücklos blieb (70./geblockt), schien es so, als würden die Salzwedeler keinen Treffer mehr erzielen.

Brinkmann bestraft Eintracht-Chancenwucher

Viel mehr noch, sollte sich am Ende mal wieder eine alte Fußball-Weisheit bestätigen. Der SV Medizin kam im zweiten Abschnitt bis zur 79. Minute kaum mal kontrolliert über die Mittellinie und verbuchte auch keinen Abschluss. Dann zeigte aber mal wieder Brinkmann - der wohl beste Stürmer der Liga - seine Qualitäten, kreuzte im Laufduell clever vor Salzwedels Gregor Roth und schob das Leder eiskalt am SVE-Schlussmann Dennis Röhl vorbei ins Netz - 0:1.

In der Schlussphase versuchten die Gastgeber nochmal alles, um immerhin noch den einen Punkt zu Hause zu behalten und wurden schließlich auch für ihren großen Aufwand belohnt. Nach starker Vorarbeit von Röhl, stand Seehausen in der Box alleine vor Meinert. Der Heber von Seehausen sprang zwar nur an den Innenpfosten, fand mithilfe eines Uchtspringer Defensiv-Akteurs aber doch noch den Weg ins Tor - 1:1. Anschließend pfiff der Unparteiische Christian Braun diese Partie ab.

Am Ende kann Uchtspringe mit dem Punkt - auch wenn der Ausgleich sehr spät fiel - sicher besser leben als Salzwedel. Die Eintracht tat viel für das Spiel und machte auch Vieles richtig, muss sich aber dennoch die miserable Chancenverwertung vorwerfen lassen.