Langenapel l In fast allen Achtelfinal-Partien des Kreispokals des Kreisfachverbandes Altmark West setzte sich der Favorit durch. So auch am Sonntagnachmittag, als sich der Landesklasse-Vertreter SV Eintracht Salzwedel 09 beim Kreisoberligisten SV 51 Langenapel mit 2:0 (1:0) durchsetzte und somit ins Viertelfinale einzog. Während die Eintracht also ihre Pflichtaufgabe erfüllte und somit den Aufwärtstrend fortsetzen konnte, tanzt die Mannschaft von Mario Seidel ab sofort nur noch auf einer Hochzeit und kann sich folgerichtig auf die Kreisoberliga konzentrieren.

Vor 122 Zuschauern sparten sich der SV Langenapel und die Salzwedeler Eintracht die Abtastphase. Bereits nach wenigen Sekunden vertändelte Langenapels Martin Müller, der wenige Augenblicke später verletzt ausgewechselt werden musste, den Ball. Salzwedels Luca Nowak kam daraufhin relativ frei zum Abschluss, brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball, der somit leichte Beute für den SVL-Schlussmann Marco Schmidt war. In der Folge verbuchten die favorisierten Gäste aus Salzwedel leichte optische Vorteile und erspielten sich auch ein Chancenplus, bekleckerten sich insgesamt aber nicht mit Ruhm.

Heuer besorgt Führung

Nachdem Raik Zipperling aus der zweiten Reihe (14./knapp drüber) und Nowak nach toller Einzelleistung (18./gehalten) ihre Möglichkeiten noch ungenutzt ließen, machte es Stefan Heuer in der 25. Spielminute besser und erzielte die Salzwedeler Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die 09er blitzschnell um. Über Gregor Roth und Alf Müller landete der Ball in der Box bei Heuer, der zunächst noch an Langenapels Keeper Schmidt scheiterte, den Nachschuss unter Bedrängnis dann aber ins Tor zum 1:0 beförderte.

Dieser Treffer gab dem ambitionierten Landesklasse-Vertreter aber nicht die gewünschte Sicherheit im Spiel. Fortan wirkte das Spiel der Kietzke-Elf sehr zerfahren. Neben einigen technischen Fehlern und missglückten Pässen wirkte das Offensivspiel irgendwie behäbig. Viel zu oft wurde der sichere Pass nach hinten gesucht und so das Tempo verschleppt. Auf der anderen Seite kam dies den 51ern natürlich entgegen.

Durchschlagskraft fehlt

Die Platzherren störten in dieser Phase früher, kamen besser in die Zweikämpfe und verbuchten somit auch ein paar Situationen. Allerdings zeigte sich genau dort auch der Klassenunterschied. Weil es der SVL im gegnerischen Drittel dann einfach zu kompliziert spielte, ließen richtige Hochkaräter auch auf sich warten. Nur einmal musste Dennis Röhl in höchster Not gegen Fred Neuling klären (42.).

In den zweiten 45 Minuten entwickelte sich eine andere Partie. Gerade einmal sechs Minuten nach Wiederanpfiff wurde Nowak vom aufmerksamen Niklas Gille bedient und erhöhte auf 2:0. Dieser Treffer war dann im Prinzip schon die Entscheidung in diesem Duell. In der Folge spielten es die Jeetzestädter sehr souverän herunter und ließen defensiv gar nichts mehr anbrennen. Dass die Partie am Ende „nur“ 0:2 aus Langenapeler Sicht endete, lag allerdings einzig und allein an der ausbaufähigen Chancenverwertung der Eintracht. Neben Nowak (76./drüber, 86./knapp vorbei), der gleich zwei dicke Möglichkeiten ausließ, agierte auch Roth (85./stark gehalten) in der Schlussphase glücklos.

Statistik

Torfolge: 0:1 Stefan Heuer (25.), 0:2 Luca Nowak (51.).

Schiedsrichter: Paul Lemme.

Besondere Vorkommnisse: Keine.

Zuschauer: 122.

SV 51 Langenapel: Schmidt - Assel (64./Titus), Brkic, Vogt, Neuling, Müller (14./D. Meyer), Gäbel, Zilt, Bergener, Roese, F. Meyer.

SV Eintracht Salzwedel 09: Röhl - Pietscher, Roth, Gebert, Heuer (75./Hoefert), Gille, Buchmeyer, Zipperling (82./Manthey), Nowak, Müller (65./Michael), Plewe.