Uchtspringe l Der SV Eintracht Salzwedel 09 bleibt nach dem Finaleinzug im Kreispokalwettbewerb am Donnerstagabend in Letzlingen (7:6 n. E.) und dem am Ende klaren und verdienten 4:1 (2:1)-Auswärtserfolg am Ostermontag in der Landesklasse I bei Medizin Uchtspringe obenauf und natürlich damit auch im Titelrennen in der Liga und im Kreispokal.

Im Duell der beiden Pokalfinalisten - Uchtspringe schaffte nämlich am Sonnabend mit einem 2:0 gegen den Kreveser SV ebenso den Finaleinzug im Landkreis Altmark Ost - hatte der westaltmärkische Vertreter eindeutig den längeren Atem und vielleicht auch - aufgrund der etwas längeren Pause - einen kleinen Vorteil.

Gäste starten furios

Und die Uchtspringer schienen sich in der Startphase der Partie noch immer im Feiermodus des Pokalsieges zu befinden, denn ehe sie sich versahen, stand ein 0:2 auf der Anzeigetafel.

Salzwedel übernahm nämlich sofort das Kommando und kam nach zwei vergeblichen Versuchen von Hoefert und Roth bereits in Minute sieben durch Beck zum 1:0. Dabei rutschte Keeper Meinert das Leder irgendwie durch die Handschuhe. Das 2:0 resultierte nur sechs Minuten später aus einer Ecke. Die brachte Kreitz auf den langen Pfosten. Dort köpfte Seehausen den Ball zurück in den Fünfer, wo Pietscher nur noch einschieben musste (13.).

Danach jedoch gaben die Gäste das Match unerklärlicher Weise aus den Händen. Uchte kam nun besser zurecht, gewann die Zweikämpfe im Mittelfeld und verkürzte schließlich durch Brinkmann (23.) auf 1:2. Zuvor hatten Lilge (17./Pfosten) und Scheel (19.) schon die ersten Warnschüsse abgegeben.

Gäste führen zur Halbzeit

Nach gut einer halben Stunde hatten die Gastgeber durch Brinkmann das 2:2 auf dem Fuß, doch Liestmann klärte in letzter Sekunde. Auch in Minute 44 war Brinkmann per Freistoß zur Stelle, doch SVE-Keeper Röhl war auf dem Posten. So ging es mit dem knappen 2:1 für die Eintracht in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel ging es hin und her. Während für Uchte zweimal Scheel (48., 58.) gute Möglichkeiten vergab, scheiterte auf der anderen Seite Kreitz am guten Meinert.

Hoefert setzt Schlusspunkt

Dann sorgte aber Schreiber, der eine schöne Kombination über Pietscher und Roth zum 3:1 (62.) für die Eintracht abschloss, für die Vorentscheidung. Von diesem Zeitpunkt an diktierte wieder die Eintracht das Geschehen auf der Wiese und hätte durch Plewe (70.) und Hoefert (75.) schon das 4:1 erzielen müssen. Das fiel dann aber in Minute 83, als der eingewechselte Lohr auf den A-Jugend-Kollegen Hoefert ablegte und der nur noch den Schlappen hinhalten musste.

In der Folge war die Eintracht dem 5:1 näher, als die Platzherren dem 2:4. Denen merkte man nun auch langsam das Sonnabendspiel deutlich an, denn die Aktionen wurden unkontrollierter und langsamer. Das störte die Salzwedeler natürlich nicht. In der Schlussminute hätte Hofert sogar noch den Doppelpack schnüren können, doch wieder bewahrte Meinert seine Mediziner vor einer noch höheren Pleite.

Statistik

Torfolge: 0:1 Fabian Beck (7.), 0:2 Hannes Pietscher (13.), 1:2 Marcel Brinkmann (23.), 1:3 Hannes Schreiber (62.), 1:4 Jan Hoefert (83.).

Schiedsrichter: Christopher Bethke.

Zuschauer: 140.