Salzwedel l Ungefähr einen Monat nachdem Burghardt Schulze - Trainer des SV Eintracht Salzwedel 09 - seinen Rücktritt aus privaten und beruflichen Gründen zum Ende der Saison 2017/18 bekanntgab, ist die Suche nach seinem Nachfolger beendet. Der bisherige Co-Trainer der Eintracht - Helge Kietzke - wird in der Spielzeit 2018/19 die Geschicke beim größten Verein der westlichen Altmark leiten. Als Burghardt Schulze in einem Sechs-Augen-Gespräch mit dem SVE-Spartenleiter Holger Neumann und Helge Kietzke seinen Rücktritt erklärte, war die Stelle des Cheftrainers offiziell neu ausgeschrieben.

Absage von Ronald Gürges

Nachdem in Folge dessen relativ schnell Ronald Gürges kontaktiert wurde, der aber auch genau so schnell ablehnte, trat Neumann an Kietzke heran. „Nach diesem Gespräch habe ich drei Tage überlegt, bis ich den Entschluss fasste, ja zu sagen“, erklärte Helge Kietzke.

Kietzke hat Ziele

In den Gesprächen mit Neumann hat Kietzke seine Philosophie, seine Gedanken und Ziele geäußert. „Weil sich dies komplett mit den Vorstellungen des Vereins deckte, war die Antwort auch schnell klar. Ziel ist es, dass der SV Eintracht Salzwedel zeitnah wieder die Nummer eins in der westlichen Altmark wird und in einem gesunden Konkurrenzkampf zum SSV 80 Gardelegen und dem SV Liesten 22 steht“, blickt Kietzke schon einmal etwas voraus.

Unter Kietzke wird es in der kommenden Saison aber keinen ganz neuen Weg geben. Viel mehr wird der von Burghardt Schulze eingeschlagene Weg fortgesetzt und dem modernen Fußball angepasst. Dabei sollen vor allem die Führungsspieler Julian Seehausen, Kevin Gebert, Gregor Roth, Sebastian Heuer und Dennis Röhl von diesem Weg überzeugt und unbedingt bei der Eintracht gehalten werden.

Vor allem im fußballerischen Bereich soll es aber Veränderungen geben. So wird die taktische Ausrichtung erweitert. Dabei soll neben dem 4-1-4-1-System auch ein 5-4-1-System als Grundformation einstudiert werden.

Co-Trainer offen

Um dies umzusetzen braucht Kietzke in der neuen Saison natürlich auch ein gutes Team um die Mannschaft herum. So sollen Guido Eisenschmidt als Torwarttrainer und Sven Heydemann als Betreuer erhalten bleiben. Ziel ist es, zeitnah Gespräche zu führen, um auch möglichst schnell einen Co-Trainer zu präsentieren. Dabei wird zu allererst nach einer internen Lösung gesucht.

Dass sich Helge Kietzke dazu entschlossen hat, diese aufwendige Funktion im Verein anzunehmen, brauchte natürlich gewisse Voraussetzungen. „Der Rückhalt in der Familie war ausschlaggebend für die Entscheidung“, wie Kietzke deutlich machte. Neben dem familiären Aspekt gab es aber auch andere Klärungspunkte. Dazu gehören unter anderem die Bildung einer A-Jugend, eine verbesserte Zusammenarbeit von der C-Jugend bis zum Herrenbereich, die Verbesserung der Arbeit zwischen den drei Herrenmannschaften, weitsichtiges Denken im Verein und die zeitnahe Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten.

Kunstrasenplatz als Option

Zum Letzteren gehört natürlich auch ganz klar der Appell an die Stadt. „Will man langfristig auf Landesebene wettbewerbsfähig bleiben, ist ein Kunstrasenplatz die Grundvoraussetzung“, machte der künftige Cheftrainer deutlich.

Im Zuge dessen wird auch definitiv ein Wintertrainingslager geplant. „Die laufende Saison hat es gezeigt. Zwischen Januar im März war im Freien praktisch nicht an Trainings auf dem Rasen zu denken“, blickt Kietzke auf den langen und harten Winter zurück.

Das Primärziel von Helge Kietzke wird es in der kommenden Saison sein, eine Heimmacht zu werden. „Wir wollen unseren Zuschauern wieder attraktiven und erfolgreichen Fußball liefern“.