Oebisfelde l Die Blau-Weißen aus Wanzleben waren dabei nicht als Favoriten angereist. Denn Wanzleben konnte den Abstieg aus der Kreisoberliga nur aufgrund des Saisonabbruchs wegen der Corona-Pandemie vermeiden. Empor lag nach 14 absolvierten Partien ohne Punkt abgeschlagen auf dem letzten Rang.

„Natürlich hatten wir uns etwas ausgerechnet. Es ist ärgerlich, dass es nicht geklappt hat. Möglichkeiten besaßen wir jedenfalls genug“, kommentierte nach Abpfiff Oebisfeldes Übungsleiter Peter Böse.

Seine Schützlinge befanden sich dabei eine Stunde lang auf einem guten Weg. Zwar setzten die Gäste mit einem Kopfball von Christopher Ebert den ersten Akzent (11.), FCO-Schlussmann parierte souverän, doch dann kamen die Platzherren und gingen in Führung.

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Der erneut fleißige Mohamed Melek startete in der 16. Minute ein Solo und schloss dieses überlegt zum 1:0 ab. Die Oebisfelder wollten mehr, scheiterten aber trotz einiger guter Einschussmöglichkeiten. „Hätten wir vor der Pause nachgelegt, wäre die Begegnung meiner Meinung nach durch gewesen“, erklärte Trainer Böse.

Aber die Allerstädter legten nicht nach und brachten sich im zweiten Abschnitt dann durch eine Disziplinlosigkeit sowie einen technischen Fehler in der Abwehr um den möglichen Sieg.

In der 59. Minute duellierten sich Empor-Mann Benedict Stäsche und FCO-Akteur Marvin Appel. Der bereits verwarnte Wanzlebener hatte den Oebisfelder von den Beinen geholt und kassierte dafür die Ampelkarte. Aber auch der Allerstädter musste vom Platz. Denn er hatte „nachgehakelt“. Für diese Aktion sah er den Roten Karton. Zudem entschied Schiri Jens Kamin auf Freistoß für die Gäste. „Der Freistoß für Wanzleben war für mich nicht nachvollziehbar“, betonte Peter Böse.

Ausgleich per Freistoß

Die Blau-Weißen ließen sich diese Möglichkeit jedenfalls nicht entgehen. Philipp Bierwirth versenkte das Leder aus knapp 20 Metern direkt zum 1:1 (61.).

Zuvor hatte bereits Benedict Stäsche den Ausgleich auf dem Fuß (51.). Doch er verzog freistehend. Auf der Gegenseite hätte indes Tobias Böcker zwei Minuten später auf 2:0 erhöhen können. Doch auch er verzog knapp.

Bis zum Abpfiff entwickelte sich dann eine Partie, in der beide Mannschaften auf die Entscheidung drängten. Glück hatten dabei die Oebisfelder bei einem Latten-Kopfball des eingewechselten Oliver Feldheim (74.). Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit stand der SSV-Akteur dann erneut im Mittelpunkt. Allerdings eher unfreiwillig.

FCO-Abwehrchef und Kapitän Markus Wosahlo versprang bei der Ballannahme unbedrängt das Leder. Dieses fiel Oliver Feldheim vor die Füße. Er steuerte anschließend frei auf das FCO-Gehäuse zu und besorgte für seine Farben das 2:1.

Aber die Oebisfelder mobilisierten in der Nachspielzeit noch einmal und besaßen durch Stefan Matthias auch die große Chance zum Ausgleich. Er kam nach Vorarbeit von Jean-Marc Krüger frei zum Kopfball, setzte den Ball jedoch über die Latte. Auch Mohmed Melek hatte kurz danach die Möglichkeit zum 2:2, doch es blieb beim 1:2 aus Sicht der Allerstädter.