Liesten l In der Staffel 1 der Landesklasse hat das Team des FSV Havelberg das Nachholspiel beim westaltmärkischen SV Liesten mit 1:2 verloren.

Zwei Spielausfälle

Der erneute plötzliche Wintereinbruch hatte in der Liga keine größeren Folgen. Zwar konnte in Jävenitz und Letzlingen nicht gespielt werden, dafür aber unter anderem im Liestener Waldstadion. Die Strafräume wurden freigeschoben, die einzelnen Linien waren zudem gut sichtbar. Also wurde gespielt.

Nach nur sechs Minuten brachte Havelbergs Außenbahnakteur Jakob Swiderski die Kugel von der rechten Seite in die Strafraummitte. Dort schlug SVL-Innenverteidiger Steffen Mangrapp über das Leder und FSV-Goalgetter Jürgen Betker markierte ohne große Probleme seinen 18. Saisontreffer. Die Gäste – ohne Trainer Markus Hinz und dazu auch ohne eigenes Verschulden etwas später angereist – lauerten weiter auf Konter und blieben alles andere als ungefährlich.

FSV Havelberg hat Chance zum 2:0

Beinahe hätte Thoralf Gennermann nach einem Eckball von Kapitän Steven Möbius auf 2:0 erhöht, doch er traf zum Glück für die Liestener per Kopf nur das Außennetz (12.).

Nun endlich wurden auch die Platzherren wach und erwärmten ihre fröstelnden Fans mit ersten Kombinationen. Martin Böhm (23./vorbei) vergab zwar noch den Ausgleich, den aber zwei Minuten später Steven Beck besorgte - 1:1 (25.).

SV Liesten ist wach

Auch nach dem Wechsel zeigten sich die Platzherren, die ihren Abwehrchef Steffen Mangrapp früh aufgrund einer Oberschenkelverletzung ersetzen mussten, direkt wach. Speziell der eingewechselte Marc Pätzold gewann – auch wenn er bereits früh die Gelbe Karte sah und damit doch leicht platzverweisgefährdet war – viele wichtige Bälle im Mittelfeld. Über die Außenbahnen erzeugten zudem Beck und Stephan Benecke viel Druck.

Letztgenannter wurde in Minute 50 von Paul Ziems im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Leon Kocherscheid zögerte nicht lange und zeigte auf den ominösen Punkt. Böhm übernahm aus elf Metern die Verantwortung und versenkte souverän zur 2:1-Führung (50.) seiner Liestener Farben. Diese blieben auch weiterhin das dominante Team.

Die ersatzgeschwächten Gäste zeigten zwar den nötigen Willen, doch offensiv kam aufgrund der schwindenden Kräfte wenig bis nichts zustande. Mit einem Swiderski-Versuch hatte Szczerbik keine Mühe (56.), mehr kam vom Rangvorletzten und Abstiegskandidaten nicht. Erst in den Schlussminuten hätten die Westaltmärker noch das dritte Tor erzielen müssen. Sie verfehlten mehrfach nur knapp das Gehäuse.

Tore: 0:1 Jürgen Betker (6.), 1:1 Steven Beck (25.), 2:1 Martin Böhm (50.)

Schiedsrichter: Leon Kocherscheidt, Zuschauer: 75.

SV Liesten 22: Dawid Mateusz Szczerbik – Marcin Maciej Galkowski, Pawel Zdzislaw Kijewski, Lucas Bresch, Stephan Benecke, Rene Mangrapp, Martin Böhm (77. Niels Bierstedt), Steffen Mangrapp (40. Timm Müller), Hannes Glameyer, Steven Beck, Henning Glameyer (46. Marc Pätzold)

FSV Havelberg: Francis Blumberg – Toni Leppin, Robert Fritze (46. Maik Andree), Steven Möbius, Sven Leppin, Jürgen Betker, Paul Ziems, Adrian Blümner, Thoralf Gennnermann (73. Youssef Guennaoui Chouja), Jakob Swiderski, David Stamer