Letzlingen l Der FSV Heide Letzlingen - genauer gesagt die Fußballer - sind seit vergangenem Mittwoch nicht nur Partner des Bundesligisten VfL Wolfsburg, sondern nun auch des Drittligisten 1. FC Magdegurg. Ex-Spieler Marius Sowislo war persönlich ins kleine Heidedorf gekommen, um die Partnerurkunde zu übergeben.

Uwe Pape, Vorsitzender des FSV Heide und Trainer der Landesliga-C-Junioren, blickte am Mittwochabend mehrfach auf die Armbanduhr. „Eigentlich wollte Marius Sowislo schon längst hier sein“, so seine Feststellung.

Kleine Verspätung wegen Baustelle

Doch der FCM-Botschafter und die Partnerurkunde ließen noch etwas auf sich warten. Schuld an der Verspätung war die Baustelle auf der Bundesstraße 71 zwischen Born und Letzlingen. „Er steht noch im Stau und ist gleich hier“, informierte Pape nach einem kurzen Telefonat mit Sowislo.

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Auch die F- und die C-Junioren - und nebebei noch einige Zaungäste - warteten nämlich schon auf den Ex-Profi. Und als Sowislo das Sportgelände betrat, freuten sich vor allem die kleinsten Kicker sichtlich. Die hatten sich auch alle mächtig in Schale geworfen und trugen zu einem großen Teil Trikots des derzeitigen Drittligisten.

Freude bei den Kindern groß

Und bevor es zur Urkunden-Übergabe kam, begrüßte Sowislo die kleinen Kicker und fragte nach Spielern des FCM, die die Kinder so kennen.

Lauthals war natürlich der Name Christian Beck zu vernehmen. „Von ihm habe ich auch Autogrammkarten im Gepäck, die kann ich nachher noch gern verteilen“, so Marius Sowislo.

Danach durften auch die Kids einige Fragen stellen - und die hatten es in sich. „Wieviele Tore hast du denn in einer Saison geschossen?“, wollte zum Beispiel Matti Lenz wissen. „Naja, so eine Hand voll waren es eigentlich immer. Ich war ja Mittelfeldspieler und kein echter Stürmer“, so Sowislo.

Kinder stellen interessante Fragen

Doch nicht nur die Toreanzahl war für die F-Junioren interessant, sondern auch, wieviele Lamborghinis und Porsche Sowislo so fahren würde, oder wieviel „Kohle“ er denn verdient hat.

Geduldig und mit einem Lächeln auf den Lippen beantwortete er auch diese Fragen natürlich gern. „Naja, beim FCM ist das nicht ganz so wie bei Juventus Turin oder Eintracht Frankfurt“. Sowislo deutete dabei auf zwei Trikots, die von den Kids getragen wurden.

„Ich selbst fahre einen Skoda und bin damit sehr zufrieden. Wichtig ist im Leben auch nicht das Geld oder das tolle Auto, sondern andere Dinge“, gab Sowislo den Kleinen mit auf den Weg.

Anschließend übergab der FCM-Botschafter die offizielle Urkunde und informierte die Verantwortlichen des Vereins und natürlich auch die Kicker, was alles zur FCM-Partnerschaft gehört.

„Wir bieten ein ganzes Paket an. So können zum Beispiel die Trainer auch mal bei uns vorbeischauen, und gucken, wie die Profis so trainieren. Weiterhin können wir auch Testspiele in den Jugendmannschaften organisieren, oder den kleinen Kickern die Möglichkeit geben, mit den Spielern aufzulaufen“.

Autogramme waren durchaus heiß begehrt

Uwe Pape und die Führung des FSV Heide waren natürlich froh, dass es nun endlich zur Partnerschaft gekommen ist. „Eigentlich sollte alles schon zum 100-jährigen Jubiläum im Rahmen des Kaisersteinlaufes über die Bühne gehen, doch die Corona-Krise hatte ja alles lahmgelegt. Wir hatten alles schon im Februar so klargemacht. Wir sind aber nun froh, dass es jetzt geklappt hat“, so Pape.

Sowislo blieb noch einige Zeit in Letzlingen, begutachtete die Sportanlage und auch den erneuerten Sozialtrakt. Natürlich musste er auch noch das einer oder andere Autogramm schreiben, denn neben Christian Beck kennen die Kids aus Letzlingen nun auch einen anderen - zwar ehemaligen - FCM-Spieler ganz genau. Und der hört auf den Namen Marius Adrian Sowislo.