Salzwedel l Während der SV Liesten 22 im Verfolgerduell den Kreveser SV empfängt, reist der SV Eintracht Salzwedel 09 zur Oberliga-Reserve des 1. FC Lok Stendal.

Des Weiteren erwartet der SV Grün-Weiß Potzehne den Möringer SV, der MTV 1880 Beetzendorf ist beim Osterburger FC zu Gast und der FSV Heide Letzlingen will beim SV Germania Tangerhütte punkten. Alle Partien mit westaltmärkischer Beteiligung werden zeitgleich um 15 Uhr von den jeweiligen Unparteiischen angepfiffen.

SV Grün-Weiß Potzehne - Möringer SV

Der Knoten beim SV Grün-Weiß Potzehne ist endlich geplatzt. Am vergangenen Sonnabend konnten die Grün-Weißen ihr Gastspiel bei der Spielvereinigung Lokomotive Jerichow mit 4:0 gewinnen und feierten damit den ersten Saisonsieg. Dieser Dreier gab Potzehne viel Selbstvertrauen.

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Morgen soll gegen den Möringer SV der Schwung mitgenommen werden und auch vor heimischer Kulisse der erste Saisonsieg her. „Wir werden Möringen nicht unterschätzen und wollen an das letztwöchige Spiel in Jerichow anknüpfen. Wir wollen die drei Punkte. Alles andere zählt für mich nicht“, fordert der Potzehner Trainer Steffen Schulze morgen das Maximum von seiner Mannschaft.

Während die Grün-Weißen aktuell mit vier Punkten den elften Rang belegen, finden sich die Ostaltmärker aus Möringen mit einem mageren Punkt auf dem vorletzten Platz wieder. Der MSV war sich nach dem Umbruch im Sommer und dem freiwilligen Rückzug aus der Landesliga darüber im Klaren, dass es eine schwierige Spielzeit wird.

Dass Möringen nach fünf Spielen aber nur einen Zähler auf dem Konto haben wird, hätten wohl nur die größten Pessimisten vermutet. Allerdings muss man natürlich dazu sagen, dass Niederlagen gegen Liesten, Osterburg und Wahrburg durchaus eingeplant waren – auch wenn alle drei Spiele vor heimischer Kulisse stattfanden.

„Ich kenne den Gegner als Trainer nicht. Allerdings hat Möringen die letzten drei Spiele allesamt verloren und wird deshalb zähneknirschend anreisen“, vermutet Schulze.

Fest steht, dass beide Mannschaften etwas unter Druck stehen. Während Potzehne mit einem Heimsieg einen weiteren Schritt in Richtung Mittelfeld machen kann, brauch auch der Möringer SV die Punkte. Vom Personal her, kann Schulze am morgigen Sonnabend aus dem Vollen schöpfen. „Es sind alle Spieler an Bord“, verrät ein gut gelaunter Schulze. Letztmals begegneten sich beide Mannschaften im Juni 2019 in Potzehne. Damals setzte sich der Gast aus Möringen mit 4:2 durch. Schiedsrichter: Norbert Möllmann

Osterburger FC - MTV 1880 Beetzendorf

Der MTV Beetzendorf holte in den bisherigen vier Saisonspielen nur einen mageren Punkte und reist somit als klarer Underdog an die Biese.

Der Osterburger FC kam indes sehr gut aus den Startlöchern. Die jungen Wilden des OFC konnten bislang neun von zwölf möglichen Punkten einfahren. Lediglich das Heimspiel gegen den SV Eintracht Salzwedel ging knapp verloren. Während sich die Gäste aus Beetzendorf morgen nur sehr wenig ausrechnen und mit ein bisschen Glück zumindest ein Remis einfahren wollen, werden die Platzherren ganz klar auf Sieg spielen, um weiter den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Zudem trifft morgen der zweitbeste Angriff der Liga auf die zweitschlechteste Defensive der Liga, so dass relativ schnell deutlich wird, dass morgen schon viel zusammen kommen muss, wollen die Beetzendorfer die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten. Die letzten sechs Direktvergleiche dieser beiden Mannschaften, konnte der OFC allesamt deutlich gewinnen. Schiedsrichter: Thorsten Ebeling

SV Liesten 22 - Kreveser SV

Dass sich der SV Liesten früh in der Saison ganz oben wiederfindet, war durchaus zu erwarten. Dass allerdings auch der Kreveser SV soweit oben im Klassement rangiert, ist dann doch etwas überraschend.

Der SVL und die Ostaltmärker aus Krevese absolvierten im bisherigen Saisonverlauf vier Saisonspiele und holten dabei jeweils zehn Zähler. Folglich sind beide Mannschaften derzeit noch ungeschlagen und werden morgen mit ganz breiter Brust ins Spiel gehen. Während Liesten mit 15:3-Toren den zweiten Platz innehat, findet sich die Mannschaft von Holm Hansens mit 9:2-Toren auf dem vierten Platz wieder.

Obwohl die Tabelle  ein Duell auf Augenhöhe vermuten lässt, liegt die größere individuelle Klasse sicher bei den 22ern. Die Piotrowski-Elf gehört spielerisch zu den besten Mannschaften der Liga und wird gerade zu Hause voll auf Sieg spielen. Auf der anderen Seite, wären die Jungs vom Gänseberg - die vor allem stark gegen den Ball arbeiten - sicher schon mit einer Punkteteilung zufrieden.

In den letzten beiden Gastspielen in Liesten, musste der Kreveser SV jeweils eine Niederlage hinnehmen. Letztmals konnte der KSV im Februar 2014 dreifach im Liestener Waldstadion punkten. Schiedsrichter: Tobias Hahne

SV Germania Tangerhütte - FSV Heide Letzlingen

„Aktuell ist Tangerhütte auf Augenhöhe mit uns. Der Heimsieg gegen den Rossauer SV am letzten Wochenende war wichtig für uns und ich hoffe, dass uns das pusht. Tangerhütte ist ein schwieriger Gegner, der gut gestartet ist und defensiv sehr solide agiert. Zudem haben sie mit Jürgen Dobberkau einen alten Trainerfuchs an der Linie, der seine Mannschaft richtig gut einstellen wird“, so Heide-Trainer Dirksen Höft.

Während der FSV Heide Letzlingen aktuell mit sieben Punkten den achten Rang innehat, findet sich der SV Germania Tangerhütte mit sechs Zählern einen Platz dahinter wieder. Allerdings muss dazu erwähnt werden, dass die Germanen in ihren bisherigen vier Saisonspielen noch ungeschlagen sind und somit mit ganz breiter Brust in das Heimspiel gehen werden.

Die bisherigen Auftritte von Tangerhütte haben den FSV beeindruckt, weshalb die Zielsetzung auch dementsprechend nüchtern ist. „Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen“, fordert Höft mindestens einen Punkt. Mit welchem Personal die Letzlinger morgen nach Tangerhütte reisen, ist noch nicht vollends klar. Fest steht, dass neben den beiden Langzeitverletzten Christian Wernecke und Tobias Benecke, auch Andreas Lenz nicht dabei sein kann. Die letzten beiden Gastspiele in Tangerhütte, konnten die Heide-Kicker jeweils gewinnen. Schiedsrichter: Max Goroncy

1. FC Lok Stendal II - SV Eintracht Salzwedel 09

Aktuell finden sich die Jeetzestädter mit acht Punkten auf dem siebenten Rang wieder.

„Wir wollen erstmal ein Tor schießen in Stendal. Das ist für mich das oberste Ziel. In den letzten Wochen haben wir viel liegen gelassen, weshalb morgen die drei Punkte das Ziel sein müssen“, fordert der Salzwedeler Trainer Helge Kietzke energisch einen Auswärtssieg.

Die Oberliga-Reserve des 1. FC Lok Stendal blieb in den ersten fünf Saisonspielen noch ohne Sieg. Bislang konnten die Rolandstädter nur zwei Unentschieden einfahren und finden sich mit dieser Ausbeute auf dem zwölften Platz wieder.

„Stendal ist für mich als Aufsteiger ein unbekannter Gegner. Ich konnte mir einen kleinen Überblick verschaffen und habe festgestellt, dass die Spiele gegen Uchtspringe und Arneburg erst sehr spät verloren gingen. Zudem vermute ich einen spielstarken Gegner. Letztlich muss man aber abwarten, welche Spieler aus dem Oberliga-Kader mit dabei sind“, erwartet Kietzke morgen mehr oder weniger eine Wundertüte.

Will man in dieser Saison doch wieder oben mitspielen, dürfen auch langsam keine Ausreden mehr zählen.

Vom Personal her, bleibt die Situation der Eintracht weiter angespannt. Neben Malte Liestmann, Melvin Michael und Paul Schwerin, wird auch Florian Förster fehlen. Zudem steht hinter Marius Wulff ein großes Fragezeichen. Die Alternativen sind dementsprechend äußerst gering.

Letztmals begegneten sich beide Mannschaften in der Landesliga-Saison 2002/2003. Damals konnte Salzwedel sein Gastspiel in Stendal mit 5:2 gewinnen. Schiedsrichter: Jan Reinecke