Salzwedel l Schon am Wochenende nutzten einige Mannschaften der Region diese Möglichkeit und setzten in einer Partie nicht nur - wie bsiher üblich - 14 Akteure, sondern 16 ein. Möglich machte das die Entscheidung des FSA am vergangenen Donnerstag.

Über Sinn und Unsinn dieser Festlegung lässt sich streiten, allerdings gibt sie Trainern die Möglichkeit, besser zu reagieren und mehreren Akteuren Spielzeit zu geben.

Auf die Schiedsrichtergespanne kommt deshalb aber etwas mehr Arbeit zu. „Besonders der 1. Assistent muss in den Situationen hellwach sein. Musste er bisher maximal sechs Wechsel in Punktspielen notieren und durchführen, kommen jetzt bis zu zehn auf ihn zu. Und es kann ja auch durchaus vorkommen, dass beide Teams zeitgleich jeweils drei oder mehr Spieler wechsel wollen. Dann muss er den Überblick behalten“, so Verbandsliga-Schiri Michael Damke aus Gardelegen.

Der erwartet auch eine erhöhte Nachspielzeit, sollte das Kontingent immer ausgeschöpft werden. „Spielerwechsel ist immer auch verstrichene Zeit, die nachzuspielen ist. Es ist also damit zu rechnen, dass sich die Mannschaften nicht nur auf die klassischen drei Minuten Nachspielzeit einstellen müssen, sondern eher auf fünf. Und das auch, wenn keine weiteren Unterbrechungen zu verzeichnen waren“, so Damke.

Ihm selbst ist die Regelung egal, denn „ich habe das ja nicht zu entscheiden, sondern nur umzusetzen. Für mich ist das kein großes Problem“, informiert er weiter.

Wichtig ist auch der Passus vom FSA, dass „die Kreis- und Stadtfachverbände für ihre Zuständigkeiten abweichende Regelungen beschließen können“, heißt es dort.

„Das machen wir auch. Obwohl wir ein dem FSA untergeordenter Verband sind, schließen wir uns nicht an und verbleiben bei unseren bekannten Regelungen. In der Kreisoberliga bleibt es bei drei Wechseln pro Team, in der Kreisliga bei vier und in der 1. Kreisklasse können die vier Wechselspieler ein- und auch wieder ausgewechselt werden“, so KFV-Spielausschussvorsitzener Axel Garz.

Der kann den Beschluss des FSA auch nur bedingt nachvollziehen, denn: „Am 24. Juni haben die Obmänner der Kreis- und Stadtverbände zusammengesessen und dieses Thema diskutiert. Soweit ich mich erinnern kann, haben nur zwei Vertreter für die Erhöhung des Wechselkontingentes gestimmt. Ich weiß also auch nicht, auf welcher Grundlage dieser Beschluss vom FSA-Vorstand nun gefasst wurde“.

Dennoch sieht Garz auch positive Aspekte - zumindest mit Blick auf den Vergleich mit der Regelung des NOFV. „Da steigt ja keiner mehr durch. Da darf man zwar auch fünfmal wechseln, allerdings nur bei drei Pausen. Da ist die Regelung des FSA zumindest klarer und verständlicher“.