Salzwedel l Zumindest die nach dem Staffelsieger könnte nach diesem Spieltag vielleicht teilweise beantwortet sein. Am 27. Spieltag kommt es an der Tabellenspitze nämlich zum absoluten Topspiel zwischen dem SSV 80 Gardelegen II und dem Spitzenreiter TSV Kusey.

Doch auch am Tabellenende sorgt die Konstellation weiterhin für viel Spannung. Während das Schlusslicht und zugleich der erste Absteiger SV Rot-Weiß Wenze spielfrei ist, empfängt der Tabellenvorletzte Diesdorfer SV den FC Jübar/Bornsen. Zudem gastiert der SV Eintracht Chüden beim SV Heide Jävenitz, die SG Eintracht Mechau bittet den SV 51 Langenapel I zum Tanz und der VfB 07 Klötze trifft auf den SV Rot-Blau Sanne. Außerdem ist der FSV Eiche Mieste bei der Salzwedeler Eintracht-Reserve zu Gast und der SV Schwalbe Schwiesau kreuzt mit dem Kuhfelder SV die Klingen. Während die Spiele in Klötze, Diesdorf und Gardelegen erst um 15 Uhr angepfiffen werden, beginnen die restlichen Paarungen wie immer um 14 Uhr.

Eintracht Salzwedel II - Eiche Mieste

Beide Mannschaften sind aktuell richtig gut drauf. Während die Salzwedeler Eintracht-Reserve zuletzt drei Siege in Serie einfuhr und sich dadurch etwas von der Gefahrenzone absetzen konnte, ist die Siegesserie des FSV Eiche Mieste sogar noch länger. Die Elf von Danny Kausche holte aus den letzten fünf Spielen die maximale Punkteausbeute, kletterte so auf Rang drei der Fußball-Kreisoberliga und geht folglich auch als Favorit in das Gastspiel im Salzwedeler Werner-Seelenbinder-Stadion.

Dennoch sollten die Eichen die Jeetzestädter nicht unterschätzen. Die Elf von Roman Dölle wird morgen mit breiter Brust ins Heimspiel gehen. Aktuell stehen die 09er bei 31 Punkten, belegen damit den einstelligen siebenten Tabellenplatz und haben bereits komfortable sieben Zähler Vorsprung zur Abstiegszone. Rein rechnerisch kann die Landesklasse-Reserve der Eintracht zwar noch immer absteigen, doch der ganz große Druck lastet derzeit nicht mehr auf den Schultern der Platzherren. Schließlich müsste die Konkurrenz im Saisonendspurt praktisch jedes Spiel gewinnen, damit die Salzwedeler noch in die Gefahrenzone abrutschen. An das Hinspiel haben vor allem die Kreisstädter sehr schöne Erinnerungen. Damals feierte der morgige Underdog einen überraschend deutlichen 6:1-Auswärtserfolg. Daran wird sich natürlich der FSV sehr ungern erinnern, der morgen versuchen wird, die offene Rechnung zu begleichen. Schiedsrichter: Norbert Möllmann.

Heide Jävenitz - Eintracht Chüden

Während der SV Heide Jävenitz befreit ins Spiel gehen kann, liegt der große Druck eigentlich nur auf Seiten des SV Eintracht Chüden. Die Eintracht hatte im März und im April nach der Winterpause eine richtig gute Phase. Vor allem nach dem Auswärtssieg in Salzwedel war man sich eigentlich schon fast sicher, dass der Aufsteiger relativ wenig mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird. Danach änderte sich die Situation aber wieder. Aktuell haben die Rand-Salzwedeler 27 Punkte auf dem Konto, belegen damit den ersten Nicht-Abstiegsplatz und haben zudem nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Folglich muss Chüden etwas Zählbares einfahren, um auch nach dem Spieltag weiter über dem Strich zu stehen.

Ganz anders sieht die Lage natürlich in der Heide aus. Die Jävenitzer haben sich aus ihrem Formtief im April herausgekämpft und spielen insgesamt eine sehr solide Saison. Aktuell belegt der Landesklasse-Absteiger mit 43 Punkten den vierten Rang. Insgesamt dürfte aufgrund der tabellarischen Situation klar sein, dass die Gastgeber morgen als Favorit ins Spiel gehen. Bereits im Hinspiel feierte Jävenitz einen glatten 4:0-Erfolg in Chüden. Schiedsrichter: Paul Lemme.

Schwalbe Schwiesau - Kuhfelder SV

Morgen wird in Schwiesau eine recht ausgeglichene Partie erwartet. Zwar findet sich der Kuhfelder SV aktuell mit 42 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz wieder und der SV Schwalbe Schwiesau befindet sich mit 30 Zählern noch immer im Abstiegskampf, doch bei genauerer Betrachtung sind die Vorzeichen andere. Während die Kuhfelder bislang eine sehr schwache Rückrunde spielen und nur zwölf Zähler einfuhren, konnten die Schwalben im Jahr 2019 durch sechs Siege und drei Unentschieden den letzten Tabellenplatz verlassen und sich zudem auch noch von der Abstiegszone absetzen.

Aktuell beträgt der Vorsprung allerdings nur sechs Zähler, weshalb man weiterhin beide Augen nach hinten richten muss, um nicht doch noch einmal in die gefährliche Zone abzurutschen. Aufgrund des Formanstieges in der zweiten Saisonhälfte muss man die Schwiesauer schon fast als Favorit bezeichnen. Allerdings werden das die Platzherren natürlich ganz anders sehen. Schließlich darf man auch nicht die zweifellos vorhandene individuelle Qualität der Serien-Elf außer Acht lassen. Im Hinspiel zeigte sich schon, dass diese Partie durchaus ein Duell auf Augenhöhe sein kann. Damals setzte sich der favorisierte KSV nur knapp mit 1:0 durch. Schiedsrichter: Wolfgang Schröder

Eintracht Mechau - SV Langenapel

Sehr viel Brisanz wird am Sonnabend im Mechauer Sportpark erwartet. Im Duell der beiden Tabellennachbarn wird eine richtig spannende Partie auf Augenhöhe prognostiziert. Ein Favorit ist im Vorfeld kaum auszumachen. Während die gastgebende SG Eintracht Mechau aktuell bei 29 Punkten steht, sammelte der SV 51 Langenapel im bisherigen Saisonverlauf nur einen Zähler weniger. Die Brisanz kommt daher, dass sich beide Mannschaften noch immer im Abstiegskampf befinden. Nur der Sieger der Partie kann einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, wobei es natürlich dennoch zu früh wäre, die Sektkorken knallen zu lassen.

Bei den 51ern platzte am Sonntag endlich der Knoten. Nach neun Spielen ohne Sieg gelang der Elf von Mario Seidel im zehnten Anlauf der erste Sieg des neuen Jahres. Dabei wurde der Kuhfelder SV mit 2:0 bezwungen. Deutlich besser liest sich die Statistik der Mechauer, die immerhin schon 14 Zähler in der zweiten Saisonhälfte einfuhren. Es ist natürlich unbestritten, dass die Langenapeler - wenn alle Mann an Bord sind - eine enorme Qualität in ihren Reihen haben und sicher jede Mannschaft schlagen können. Auf der anderen Seite zeigte aber auch schon die Eintracht in dieser Spielzeit, dass man gegen die Spitzenteams punkten kann. Man darf sich insgesamt also auf ein richtig intensives Spiel einstellen. Schiedsrichter: Hannes Serien.

VfB Klötze - Rot-Blau Sanne

Wie in fast jeder Partie des 27. Spieltages ist der Druck vor diesem Duell relativ einseitig verteilt. Während der SV Rot-Blau Sanne auf eine sehr entspannte Saison zurückblickt, aktuell bei 35 Punkten steht und nie etwas mit dem Abstiegskampf zu tun hatte, sieht es beim VfB 07 Klötze etwas anders aus. So gut es in dieser Saison beispielsweise bei den A-Jugendlichen des VfB läuft, umso durchwachsener lief es im Herrenbereich. Aktuell haben die Purnitzstädter 29 Punkte auf dem Konto und damit nur fünf Zähler Vorsprung auf die Gefahrenzone. Allerdings muss dabei mit erwähnt werden, dass die 07er bereits eine Partie mehr auf dem Konto als die meisten direkten Konkurrenten haben.

Somit kann der Vorsprung im schlechtesten Fall auch relativ schnell dahinschmelzen. Um das zu vermeiden, muss morgen im heimischen Geschwister-Scholl-Stadion dreifach gepunktet werden. Am Sonntag konnte die Elf von André Dörk ihre kurze Talfahrt mit zwei Niederlagen in Serie beenden und sich mit 3:1 in Jübar durchsetzen. Natürlich wollen die Gastgeber diesen Schwung mitnehmen und vor dem heimischen Anhang nachlegen. Weil Sanne ergebnistechnisch zuletzt nicht zu überzeugen wusste, ist kein wirklicher Favorit auszumachen. Insgesamt werden sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen. Schiedsrichter: Burkhard Kramp.

Diesdorfer SV - FC Jübar/Bornsen

Ein richtiges Hammerspiel erwartet die Zuschauer in Diesdorf. Im Derby zwischen dem Diesdorfer SV und dem FC Jübar/Bornsen wird es nicht nur um das Prestige gehen, sondern zugleich um die „Existenz“ in dieser Liga. Während der gastgebende DSV mit 24 Punkten auf dem Konto und drei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer mit dem Rücken zur Wand steht, sammelte der FC im bisherigen Saisonverlauf vier Punkte mehr und findet sich somit über dem Strich wieder. Auch wenn Jübar/Bornsen im Klassement etwas besser dasteht, kann man morgen nicht von einer Favoritenrolle sprechen. Insgesamt werden sich beide Teams in einem packenden Duell auf Augenhöhe begegnen.

Die Ergebnisse des FC waren zuletzt schon etwas besorgniserregend. Nach drei Niederlagen in Serie - gegen teils direkte Konkurrenten - scheint das Selbstvertrauen nicht besonders ausgeprägt. Etwas anders sieht es da in Diesdorf aus. Die Mannschaft von Jörg Kleiner holte zwar nur acht Punkte in der Rückrunde, hatte aber oftmals auch einfach kein Spielglück. Darauf deuten jedenfalls die zahlreichen engen Ergebnisse hin. So machte man es in der Vorwoche sogar dem Tabellenführer aus Kusey richtig schwer und musste sich am Ende nur mit 1:2 geschlagen geben. Man darf also morgen gespannt sein. Im Vorfeld scheint alles möglich. Das Hinspiel konnten die Grün-Weißen in einer torreichen Partie mit 4:3 gewinnen. Schiedsrichter: Christoph Rückmann.

SSV Gardelegen II - TSV Kusey

Was war das für ein großartiges Fußballspiel am 11. November 2018! Schon damals begegneten sich der TSV Kusey und der SSV 80 Gardelegen II als Spitzenduo der Fußball-Kreisoberliga. Am Ende kamen damals alle Beteiligten und alle Zuschauer beim 7:5-Heimerfolg des TSV voll auf ihre Kosten. Nur die Gäste aus Gardelegen, welche die Heimreise trotz eines starken Auftritts mit leeren Händen antreten mussten, werden das wohl etwas anders einschätzen. Weil sich die Situation in der Liga - im Gegensatz zu damals - nur minimal verändert hat, sind die Erwartungen an diese Paarung auch dementsprechend groß. In der Rückrunde konnten beide Mannschaften nicht mehr an die teils richtig guten Auftritte der Hinrunde anknüpfen.

Die Kuseyer und die SSV-Reserve konnten ihre Spiele aufgrund der individuellen Qualität zwar weiter gewinnen, taten sich aber oftmals recht schwer. Aktuell führt die Mannschaft von Klaus Steckhan das Klassement mit zwei Zählern Vorsprung an. Folglich liegt der größere Druck auf Seiten der Gastgeber. Schließlich kann man im Saisonendspurt nicht mehr davon ausgehen, dass die Blau-Weißen noch viele Punkte abgeben werden, so dass Gardelegen II fast schon zum Siegen verdammt ist, um den Traum vom Staffelsieg zu realisieren.

Die Gäste aus Kusey können auf der Gardelegener Rieselwiese also erst einmal abwartend ins Spiel gehen, um aus einer stabilen Defensive heraus für Gefahr zu sorgen. Insgesamt ist in dieser Partie am morgigen Sonntag kein Favorit auszumachen. Während die Stärken des TSV bekannt sind, ist die Elf von Oliver Pabst deutlich schwieriger einzuschätzen. Letztlich weiß man nicht genau, wieviel Wert die Gastgeber auf den ersten Platz legen und welche Spieler aus der Landesliga-Mannschaft folglich aushelfen werden. Sollte der TSV auch das Rückspiel gewinnen, würde der Vorsprung auf die 80er bereits fünf Punkte betragen, was natürlich mit einer Vorentscheidung im Titelkampf gleichzusetzen wäre. Schiedsrichter: Torsten Felkel.

Anmerkung: Der SV Rot-Weiß Wenze ist spielfrei.