Potzehne l Das Testduell der Aufsteiger zwischen dem SV Grün-Weiß Potzehne (Landesklasse) sowie dem 1. FC Oebisfelde (Bördekreisoberliga) wurde zu einer klaren Angelegenheit der gastgebenden Grün-Weißen. Mit 5:1 (2:1) setzten sich die Elf von Trainer Steffen Schulze gegen die Allerstädter, betreut von Peter Böse, durch.

Der im Endeffekt klare Ausgang war keine Überraschung. Während die Potzehner mit Blick auf den Saisonstart in der Landesklasse, am 15. August geht es zum Mitaufsteiger 1. FC Lok Stendal II, bereits ungeduldig mit den Fußballstiefeln scharren und auch einige Testpartien in den Knochen haben, stehen die Oebisfelder erst am Anfang.

Sie nahmen am vergangenen Dienstag das Training auf und bestritten praktisch aus dem Stand heraus am Freitag ihre erste Testpieleinheit beim alten Kontrahenten aus den längst vergangenen Landesklassen-Zeiten des FCO beziehungsweise SVO.

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Potzehne belohnt starke Anfangsphase

Der alte Kontrahent startete indes furios in die durchaus ansehenswerte Begegnung. Schon in der sechsten Minute tauchte Potzehnes Offensivmann Peter Hesse vor FCO-Schlussmann Oliver Zaunbrecher auf. Der konnte jedoch klären – zur Ecke. Nach dieser gab es nichts mehr zu klären. Mit einem Kopfball beförderte Peter Hesse den von Timon Torbahn getretenen Ball zur 1:0-Führung seiner Farben über die Linie.

Die Potzehner blieben zunächst dran. Richtig gefährliches produzierten sie aber nicht mehr. Auch weil die Oebisfelder nach und nach besser in die Begegnung fanden. Zum Beispiel Diego Rothe. Der tankte sich in der 21. Minute auf der rechten Seite durch. Sein anschließendes Zuspiel auf Steven Nothnick verwertete dieser zum nicht unverdienten 1:1-Ausgleich.

Die FCO-Männer agierten nun auf Augenhöhe und hätten sich mit etwas Glück sogar die Führung erobern können. So verfehlte ein Kopfball von FCO-Spielführer Markus Wosahlo nur knapp sein Ziel (24.).

In Führung gingen dann aber doch wieder die Gastgeber. Etwas glücklich. Andrè Borchert wurde in der 39. Minute vom Oebisfelder Mohamed Melek im Strafraum von den Beinen geholt. Viele hielten die Aktion des FCO-Mannes für ein klares Foul. Doch das war es nicht. Der Allerstädter hatte den Ball gespielt.

Umstrittener Elfmeter bringt erneute Führung

Schiedsrichter Thomas Krugel hatte das übersehen, entschied daher auf Elfmeter. Diesen verwandelte dann Michael Hille souverän zum 2:1 für seine Potzehner. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.

Aus dieser kamen die Gäste besser zurück. Und sie setzten gleich ein Achtungszeichen. Mohamed Melek beförderte in der 49. Minute das Spielgerät an den Potzehner Pfosten. Mehr sollte der Böse-Truppe aber nicht gelingen.

Die Grün-Weißen wurden wieder druckvoller und damit auch gefährlicher. Die Entscheidung leitete die Schulze-Mannschaft dann in der 61. Minute ein. Torsten Seeger eroberte sich einen langen Ball und vollendete zum 3:1.

Hausherren nach der Pause aktiver

Die Oebisfelder wehrten sich noch einmal. Speziell auch die „junge Garde“, die in die ersten Männer gewechselten A-Junioren. Zum Beispiel Lukas Buchstein, der einen wirklich guten Einstand ablieferte. Er zog in der 67. Minute aus knapp 18 Metern entschlossen ab. Auch mit Auge, da Potzehnes Torhüter Hieronymus etwas zu weit vor seinem Gehäuse stand. Er hatte aber kein Glück. Sein Schuss landete an der Latte.

Die Oebisfelder konnten dann bis zum Abpfiff mit Blick auf die Offensive keine klaren Akzente mehr setzten. Das gelang nun vielmehr vermehrt den Potzehnern.

Hatten Timon Torbahn und vor allem Routinier Michael Lippert in der 68. Minute nach einer Doppelchance noch Pech, machte es Jonas Schulze in der 75. Minute besser. Er netzte zum 4:1 für die Grün-Weißen ein.

Hille kassiert die Ampelkarte

Vor dieser Aktion spielten die Gastgeber bereits in Unterzahl. Grund: Michael Hille hatte im Mittelfeld Mohamed Melek „abgeräumt“. Diese harte Aktion war von ihm so nicht gewollt. Aber er musste per Ampelkarte vom Platz. Auch der Oebisfelder musste gehen. Allerdings verletzt.

Der numerische Vorteil brachte den Allerstädtern jedoch nichts ein. Weil in der Defensive zu unsicher gearbeitet wurde, schluckte die Böse-Elf nicht nur das erwähnte 1:4, sondern vier Minuten später auch das 1:5. Torsten Seeger erzielte mit einem Kopfball den Endstand.