Altmarkkreis l Gegen die Topteams hat man es immer schwer. Es gibt aber auch Gegner, die sich normalerweise auf einem ähnlichen Leistungsniveau bewegen, gegen die man aber trotzdem konsequent den Kürzeren zieht. Andersherum gibt es auch immer den einen oder anderen Kontrahenten, gegen den man besonders gut aussieht. So hat jede/r Sportlerin seine/ihre eigenen guten und schlechten Erfahrungen mit den Kontrahenten.

Sven Potas

„Als Spieler und Trainer hat man die Derbys gern gehabt. Vor allem die Derbys gegen die SG Vienau waren toll. Emotionale Derbys machen den Fußball natürlich aus. Der Zusammenhang aufgrund der Nähe war natürlich gegeben. Als Spieler ist es mit dem SV Brunau aus meiner Sicht gegen TuS Kakerbeck im Kampf um den Aufstieg nicht so gut gelaufen. Da haben wir nicht gut ausgesehen. Das Aufstiegsspiel 1993 gegen TuS Kakerbeck war schwierig, weil wir nicht gut vorbereitet waren. Mental und psychisch waren wir nicht voll da. In diesen Spielen war mehr drin. Damals war ich 29 Jahre alt. Ich kann mich daran erinnern, dass wir zu diesem Zeitpunkt als Mannschaft noch jung und unerfahren gewesen sind. Aber solche Spiele gehören zum Entwicklungsprozess junger Spieler dazu. In diesen Spielen war mehr drin. Leider hat es am Ende nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten.“

Siegfried Hartmann

„Packend waren immer die Derbys gegen Kloster Neuendorf in der damaligen DDR-Bezirksklasse. Da war Feuer drin. Da habe ich mich gefreut, auf dem Platz zu stehen. Schwierige Duelle waren aus meiner Sicht damals die Spiele in Jübar. Der Platz damals war schwierig zu bespielen. Dort sahen wir immer schlecht aus.“

Bilder

Daniel Burkardt

„Wenn es um den unangenehmsten Gegner geht, muss ich mich immer an meine Zeit beim TuS Schwarz-Weiß Bismark und die Spiele gegen Wernigerode erinnern. Wernigerode war damals - also bevor die ganzen Spieler dort hingewechselt sind - eine ganz zweikampfstarke Mannschaft. Gerade zu Hause waren sie immer sehr eklig zu bespielen. Alle Spieler waren gefühlt zwei Meter groß und kampfstark. Deshalb ist man auch zumeist mit ein paar Blessuren aus diesen Spielen herausgegangen. Wenn dort ein 1,90-Spieler ausgewechselt wurde, kam dafür ein Zwei-Meter-Typ rein. Wir haben uns manchmal schon gefragt, ob die Jungs aus dem Harz besonderes Kraftfutter bekommen. Die Mannschaft, gegen die es für mich tatsächlich immer lief, war der SV Liesten 22. Zumindest von den Spielergebnissen her war das meist sehr erfolgreich. Wir haben uns mit Gardelegen immer schwer gegen tiefstehende Gegner getan. Weil Liesten aber immer mitgespielt hat, konnten wir so mit schnellen Gegenangriffen für Gefahr sorgen. Deshalb sahen wir auch meistens sehr gut aus.“

Denny Liebrecht

„Mein unangenehmster Gegner war der SV Liesten. Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass wir gut drauf sind. So auch beim Pokalfinale in Arendsee, als wir mit dem SV Eintracht Salzwedel 1:0 führten, völlig unnötig das 1:1 bekamen, dann wieder 2:1 führten und zur Pause auf einmal 2:3 hinten lagen. Auch in den Ligaspielen hatte ich eigentlich immer das Gefühl, dass wir besser und auch physisch stärker sind. Leider hat es da für mich nie gereicht, mal etwas mitzunehmen. Auch unangenehme Gegenspieler hatte ich viele. Der unangenehmste war aber tatsächlich in der eigenen Mannschaft beim SV Eintracht Salzwedel zu finden - Kevin Gebert. Kevin Gebert und ich hatten in der Jugend schon mal zusammen gespielt und später auch gegeneinander. Kevin hört einfach kämpferisch nicht auf. Ich hatte immer das Gefühl, dass er noch einen zweiten Motor hatte, den er anwerfen konnte und so seine Mannschaft mitgezogen hat. Wie ein richtiger Leader halt. Kevin ist für mich einer der kompaktesten Spieler, was Technik und Physis angeht. Ich bin sehr froh, dass ich nochmal zwei Jahre mit ihm zusammenspielen konnte und nicht gegen ihn spielen musste. Einen Gegner, gegen den es für mich immer lief, war und ist der FC Jübar/Bornsen. Ich kenne viele, die gegen den FC ihre Probleme hatten. Ich persönlich kann mich allerdings nur an Siege erinnern.“

Andreas Lenz

„Mein Lieblingsgegner war und ist der SSV 80 Gardelegen. Zum einen war in diesen Spielen immer sehr viel los, weil es ein Derby war. Folglich waren die Ergebnisse auch immer sehr eng. In der Regel eigentlich immer mit dem positiven Ende für uns beziehungsweise für mich. Ich glaube, dass ich jetzt schon fast acht Jahre nicht mehr gegen Gardelegen verloren habe. Meine unbequemsten Gegner waren eigentlich in der eigenen Mannschaft zu finden. Ich muss mich da an meine Zeit bei der SG Eintracht Mechau erinnern und dabei besonders an Maik Behrens sowie an Christian Pollehn. Das war ein eisenhartes Innenverteidiger-Duo, wo es in jedem Training schon sehr zur Sache ging und des Öfteren mal wehtat. Keiner wollte gegen die beiden spielen. In den Punktspielen war ich deshalb froh, dass die Beiden in meiner Mannschaft waren und nicht auf der anderen Seite standen, weil sie extrem zweikampfstark waren.“

Lucas Bresch

„Einen Lieblingsgegner habe ich nicht. Mir sind die Spiele gegen die Traditionsmannschaft des VfL Wolfsburg, in der ich auch selbst schon mitspielen durfte, in positiver Erinnerung geblieben. Genauso verhält sich dies mit zwei Spielen, die ich gegen den 1. FC Magdeburg als Spieler bestreiten durfte. Schwierig und liebsam zugleich waren die Derbys gegen Eintracht Salzwedel und die Duelle gegen den SSV 80 Gardelegen in Liga und Pokal. Beim Kräftemessen gegen die Eintracht ist es mir gelungen, drei Tore zu erzielen. Zugleich erlitt ich allerdings einen Schlüsselbeinbruch. Ein perfektes Beispiel also dafür, dass ein Spiel in guter und schlechter Erinnerung zugleich bleiben kann. Ein ähnliches Erlebnis gab es auch gegen Preußen Magdeburg, als sie noch als Verbandsligist gegen uns im Landespokal angetreten sind. Ein Tor von uns wurde leider aberkannt, sodass wir unglücklich ausgeschieden sind. Besser lief es in den Kreispokalfinals gegen den FSV Heide Letzlingen in Mieste und gegen Eintracht Salzwedel in Arendsee. Dort haben wir jeweils nach Rückstand das Spiel gedreht und durften am Ende als Sieger den Platz verlassen.“