Oebisfelde l Die Landesklassen-Kicker des FSV Heide Letzlingen haben am Sonnabendmorgen, kurz nach Mitternacht, zum vierten Mal das Mitternachtsturnier unter dem Hallendach des 1. FC Oebisfelde gewonnen.

Im Finale bezwangen die Männer aus der Heide dabei den Helmstedter Kreisligisten und Cup-Verteidiger TSV Helmstedt mit 2:1. Die Treffer für die Letzlinger um ihren Torwart Routinier Andreas Lenz markierten Albrecht Bock und Nico Voigt. Für die Niedersachsen, die den Siegpokal im Laufe der 23 Jahre zwei Mal in die Höhe stemmen konnten, traf Tim Matzke.

Gastgeber im Pech

Pech hatte dagegen Rekordgewinner (9 Siege) und Gastgeber Oebisfelde. Die Allerstädter, im vergangenen Jahr erst vom Neunmeterpunkt im Endspiel den Danndorfern unterlegen, zeigte beim Schießen vom Punkt erneut Schwächen.

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Zunächst im Halbfinale gegen den späteren Triumphator Letzlingen. Nach regulären 15 Minuten stand es 1:1. Nach dem Neunmeterschießen dann 3:2 für Heide. Niederlage Nummer zwei vom Punkten kassierten die Hallenherren schließlich in der Partie um den dritten Platz. In der trafen sie auf die Reserve des SSV 80 Gardelegen

Im Gruppenspiel hatte der FCO den SSV noch mit 3:2 bezwungen, doch in der Begegnung um die bronzene Plakette drehten die Landesklassen-Männer aus Gardelegen den Spieß um.

Nach Abpfiff lautete das Ergebnis 3:3, doch die Oebisfelder haben, wie auch die Engländer, meistens kein Glück beim Entscheidungsschießen. Gardelegen gewann dieses mit 3:1 und sicherte sich damit Position drei.

„Das Neunmeterschießen scheint nicht unsere Sache zu sein“, kommentierte nach Abpfiff Oebisfeldes erfahrener Trainer Karl-Heinz Damm.

Spannung in den Platzierungsspielen

Gleich zum Punkt ging es hingegen bei den Begegnungen um die Ränge fünf und sieben. Dabei ging Platz sieben an den SV Kloster Neuendorf. Die Kloster-Kicker bezwangen die KSG Berkau, die 2006 den Skoda-Cup gewann, mit 2:1.

Im Duell um den fünften Rang trafen die beiden Turnierneulinge FC Nordkreis 2000 und der TSV Fichte Helmstedt aufeinander. Resultat: Das Niedersachsen-Derby entschieden die Nordkreisler mit 3:2 für sich.

In den Gruppenspielen scheiterte Nordkreis dagegen relativ deutlich am Einzug in das Halbfinale. Nach dem 1:0-Sieg gegen Berkau und dem 2:2 gegen die Oebisfelder herrschte im Nordkreis-Lager vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Gardelegen II berechtigte Hoffnung auf das Weiterkommen. Ein Unentschieden hätte den Nordkreislern gereicht, da Gardelegen das Entscheidungsspiel mit drei Punkten in Angriff nahm.

Doch die SSV-Truppe zeigte gegen Nordkreis wohl ihre beste Turnierleistung. Andrè Borchert (3), Michel Rosenberger, Steven Werner (je 2) sowie Christopher Weinhold schossen einen souveränen 7:0-Erfolg heraus und zogen mit ihren Mannschaftskameraden hinter dem FCO in das Halbfinale ein.

In der zweiten Staffel dominierte eindeutig Cup-Verteidiger Danndorf. Die TSVler, erneut angeführt von ihrem routinierten Torhüter Nils Warnecke, der das Abc des Fußballs einst in Oebisfelde erlernte, siegten zum Auftakt mit 2:0 gegen Letzlingen, bezwangen dann Helmstedt mit 6:3 und „schossen“ im letzten Vorrundenspiel diee wackeren Kloster-Männer mit 8:0 ab. Danndorf galt damit als ein ganz heißer Sieg-Kandidat.

Gewinner müht sich durch die Vorrunde

Das traf auf die Letzlinger nicht zu. Sie mühten sich durch die Vorrunde. Dabei mussten sie in ihrem letzten Staffelspiel gegen Helmstedt mindestens einen Punkt holen. Wäre das nicht gelungen, hätten sich die Helmstedter das Halbfinal-Ticket gesichert. Doch es reichte für Heide. Nach 15 Minuten stand es 1:1.

Im Semifinale machte Heide dann aber richtig Nägel mit Köpfen. Denn Gardelegen wurde mit 4:0 besiegt.