Salzwedel l In der Fußball-Landesklasse, Staffel I, bleibt die Höft-Elf weiter das Maß aller Dinge und möchte dem Staffelsieg am 21. Spieltag wieder ein Stück näher kommen.

Daheim gegen Kellerkind SV Germania Tangerhütte haben die Letzlinger am Sonnabend ab 15 Uhr eine lösbare Aufgabe vor der Brust. Etwas schwerer dürfte es Verfolger SV Eintracht Salzwedel auswärts beim SV Rot-Weiß Arneburg haben. In ihren jeweiligen Heimspielen haben sich auch der SV Liesten 22 (SV Medizin Uchtspringe), der MTV Beetzendorf (TuS Wahrburg) und der SV Grün-Weiß Potzehne (FSV Saxonia Tangermünde) einiges vorgenommen.

Heide Letzlingen - Germania Tangerhütte

Nach dem bitteren Aus im Kreispokal durch die Niederlage im Elfmeterschießen gegen Salzwedel (6:7) konzentrieren sich die Letzlinger nun ausschließlich auf den Ligabetrieb. „Klar, dass wir nach dieser ärgerlichen und unnötigen Pokalniederlage umso mehr die Meisterschaft holen wollen. Wir stellen natürlich nicht gleich alles in Frage, sondern wissen, dass es schwer wird, wir aber auch unsere Qualitäten haben“, äußert sich FSV-Trainer Dirksen Höft.

Im Heimspiel gegen den Rangzwölften aus Tangerhütte ist der Spitzenreiter klar favorisiert. „Wir müssen von Beginn an auf Tempo spielen, die Zweikämpfe annehmen und natürlich auch unsere Chancen nutzen“, kennt Höft den Schlüssel zum Erfolg. Er ist sich sicher, dass seine Schützlinge den Aufsteiger („Tangerhütte hat natürlich auch seine Qualitäten“) nicht unterschätzen. Mit Torsten Kühnast bricht dem Primus urlaubsbedingt ein ganz wichtiger Akteur weg, zudem ist auch der Einsatz des am Knie verletzten Andreas Schnecke noch ungewiss. Doch Ausreden personeller Natur zählen für die Letzlinger nicht, sondern nur drei Punkte. Schiedsrichter: Christoph Blasig

SV Liesten - Medizin Uchtspringe

Platz vier könnte und sollte für den SVL am Ende der Spielzeit ein realistisches Ziel sein. Dafür müsste aber ein Sieg gegen Uchtspringe her, denn der Kontrahent steht einen Punkt und Platz besser da als die Elf von Trainer Michael Piotrowski. Allerdings wird die Aufgabe für die Liestener ganz gewiss nicht leicht, denn die Mediziner mussten sich auswärts in zehn Partien erst zweimal geschlagen geben. „Sie spielen sehr robust, aber auch schnell und durchaus ansehnlich nach vorne“, hat SVL-Spartenleiter Mario Schulz bei der Beobachtung des Uchtspringer Spiels am Ostermontag gegen Salzwedel (1:4) ausgemacht.

Die Liestener zogen indes bereits zwei Tage zuvor durch ein 5:0 in Brunau zum dritten Mal in Folge ins Kreispokalfinale ein. Auch in der Liga lief es zuletzt sehr ordentlich bei den Westaltmärkern. Schulz weiß, woran das liegt: „Die Jungs setzen die Vorgaben wieder besser um, machen weniger Fehler und lassen nicht viel zu. Allerdings könnte die Torausbeute noch etwas besser werden.“ Auch mental scheint das Piotrowski-Team nun wieder gefestigter, konnte beispielsweise zuletzt in Wahrburg einen Rückstand noch in einen 2:1-Erfolg umbiegen. Eine ähnliche Leistung wollen die Rot-Weißen, auch wenn der verletzte Steffen Schmidt sowie der gesperrte Pawel Kijewski fehlen, natürlich auch im heimischen Waldstadion abrufen. Schiedsrichter: Leon Kocherscheid

MTV 1880 Beetzendorf - TuS Wahrburg

Durch das 0:0 am Gründonnerstag gegen den SV Rot-Weiß Arneburg vergrößerten die Beetzendorfer den Vorsprung auf die Abstiegsplätze vorerst auf fünf Punkte. Doch nicht nur diese Tatsache stimmte MTV-Trainer Michael Banse positiv, sondern auch diese, dass seine Elf hinten gut stand und endlich mal wieder zu Null spielte. „Was wir dort gezeigt haben, war schon in Ordnung. Ich konnte mit dem Punkt gut leben“, verrät Banse.

Zwar hinterließ seine Hintermannschaft einen sehr ordentlichen Eindruck, doch im Angriff hakte es ein wenig. „Wir müssen vorne einfach wieder kaltschnäuziger werden“, ärgert sich Beetzendorfs Übungsleiter nach wie vor über die vergebenen Möglichkeiten. Ein ähnliches Spiel erwartet Michael Banse gegen die auf Rang neun liegenden Wahrburger. Banse kann vermutlich den gleichen Kader wie vor acht Tagen aufbieten und ist dementsprechend optimistisch: „Ein Sieg wäre wunderbar.“ Ein solcher würde dem MTV zudem noch etwas mehr Luft nach unten verschaffen. Schiedsrichter: Niclas Dirk

Grün-Weiß Potzehne - Saxonia Tangermünde

Auch wenn der Gegner aus Tangermünde als Tabellensiebter natürlich der klare Favorit ist, so haben die Grün-Weißen im morgigen Heimspiel hohe Ziele. „Wir brauchen die drei Punkte und wir wollen sie auch holen, um die Teams vor uns unter Druck zu setzen“, erläutert Potzehnes Coach Michael Friedrichs das Vorhaben. Zumindest, was die Defensive angeht, dürfte das letzte Spiel in Salzwedel (0:1) als Mutmacher dienen. „Die Jungs standen richtig gut, haben das auch insgesamt sehr ordentlich gemacht“, blickt Friedrichs zurück. Probleme hat das Kellerkind allerdings nach wie vor dabei, sich eigene Chancen zu erspielen und diese dann auch zu nutzen.

Gegen die defensiv starken Saxonen werden die Grün-Weißen – wenn alles normal läuft – wohl nicht allzu viele Gelegenheiten erhalten. Von daher wäre es wichtig, die wenigen davon so effektiv wie möglich zu nutzen. Auch im Kopf muss es natürlich stimmen, wie auch der Potzehner Trainer weiß: „Die Jungs müssen an sich glauben. Ich habe aber noch nicht den Eindruck, dass sie sich aufgegeben haben.“ Zwar fehlt Philipp Siebert definitiv und auch die Einsätze von Thomas Müller, Marcus Grieger und Torsten Seeger sind noch ungewiss, doch die Westaltmärker wollen und müssen nun endlich mit dem Punktesammeln beginnen. Schiedsrichter: Felix Lewanscheck

Rot-Weiß Arneburg - Eintracht Salzwedel

Hinter der Eintracht liegt ein perfektes Osterwochenende. Zunächst zog sie durch ein 7:6 nach Elfmeterschießen beim FSV Heide Letzlingen ins Kreispokalfinale ein und übernahm vier Tage später durch ein 4:1 im Nachholduell beim SV Medizin Uchtspringe wieder den zweiten Platz in der Liga. Das Selbstvertrauen an der Jeetze dürfte dementsprechend groß sein. „Ich hoffe, dass speziell die jüngeren Spieler nun mit noch breiterer Brust auftreten“, so Salzwedels Trainer Helge Kietzke. Beim Rangvierten aus Arneburg müssen die Kreisstädter, um ganz oben dran zu bleiben, nachlegen. „Die Euphorie darf nun aber nicht in Nachlässigkeit überschwappen“, warnt Kietzke vor der schweren Partie.

In den vorherigen beiden Spielen habe seine Mannschaft vor allem dank der Geschlossenheit und dem großen Willen gewonnen. „Zudem haben die Jungs schwere Phasen überwunden und sich nicht aufgegeben“, lobt der SVE-Coach die große Moral in der Truppe, in der Niklas Gille (Studium) sowie die privat verhinderten Joey Krüger und Sebastian Heuer fehlen, dafür aber der nach Roter Karte wieder spielberechtigte Stefan Heuer mitwirken kann. Ob die Eintracht tatsächlich noch einmal in den Titelkampf eingreifen kann, werden laut Helge Kietzke „die nächsten Wochen zeigen“. Zum einen müssen Seehausen & Co. ihre eigenen Hausaufgaben erledigen, zudem aber auch auf Letzlinger Ausrutscher hoffen. Fakt ist: Unter den ersten Drei möchte die Kietzke-Elf definitiv bleiben. Schiedsrichter: Christian Schütze