Letzlingen l Im Landespokal unterlag der FSV an heimischer Spielstätte gegen den MSC Preußen Magdeburg mit 2:4. Zwei Gästetore innerhalb von zwei Minuten ließen die Träume der Höft-Elf platzen.

Heide bietet dem Favoriten Paroli

Das Wunder von Letzlingen war zum Greifen nahe. Der große Wurf lag lange Zeit in der Luft. Doch die Sensation blieb aus. Alles andere als erwartungsgemäß, präsentierte sich das Spitzenteam der Landesliga Nord MSC Preußen Magdeburg. Den Klassenunterschied zwischen dem Vizemeister der Landesliga Nord und einem soliden Landesklassevertreter, kaschierte der Pokalsieger der Altmark West Heide Letzlingen, mehr als überzeugend.

Unter stimmungsvoller Atmosphäre und einem Zuschaueranhang, der jede noch so kleine gelungene Aktion des FSV mit Applaus und Anfeuerungsrufen bedachte, kämpfte sich der Gastgeber in die Partie hinein. Kämpferisch und läuferisch bot der Underdog dem Favoriten die Stirn. Fußballerisch Paroli boten die Letzlinger ebenfalls. Mehr als ansehnlich, kombinierten sich Stefan Saluck und Torsten Kühnast, durch die Hinterreihen der Magdeburger. Gerade Letzterer zeigte, weshalb viele Verbandsligaspiele in seiner fußballerischen Vita stehen.

Einzig die Chancenverwertung blieb ein Dorn im Auge. Kühnast per Kopf aus fünf Metern (10.), Knackmuß mit der Volleyabnahme aus gleicher Distanz (12.) scheiterten denkbar knapp.

Knackmuß gleicht aus

Stattdessen ging der Gast nach einer Standardsituation in Führung. Nach Eckball von rechts, rutschte das Leder durch den Fünfmeterraum. Dort staubte Ian Steißenberger ab (14.). Der FSV blieb allerdings nicht lange geschockt und zeigte eine Trotzreaktion. Falk Altrock wurde im 16er von Magdeburgs Tom Kupke gefällt. Nach starker Hereingabe von Saluck in den Rückraum, kam der Verteidiger einen Schritt zu spät und rutschte in Altrocks Füße hinein. Kapitän Knackmuß nahm das Geschenk dankend an - 1:1.

Heide gleicht erneut aus

Doch die Überraschung blieb aus. Der FSV egalisierte zwar die erneute Führung der Gäste durch Ian Streißenbergers zweiten Streich (73.) mit dem Tor durch Günter Ahlfeld (82.), doch die erhoffte Verlängerung für den Underdog sollte nicht sein. Der eingewechselte Patrice Goudou, der nach seiner Hereinnahme viel Wirbel veranstaltete, erzielte in Minute 85 das erlösende dritte Tor für den MSC. Schlitzohrig lauerte Goudou am Sechzehner des Gegners und spekulierte auf eine Unachtsamkeit seiner Widersacher.

Marc Schlamann und Andreas Lenz konnten sich in einer harmlosen Situation ohne gegnerischen Druck nicht darauf einigen, wer den Ball spielt. Nur eine Minute später markierte Lukas Koch die Entscheidung mit einem sehenswerten Treffer in den Winkel, nachdem der eingewechselte Lorenzo Acosta den Ball von der Grundlinie aus in Richtung Rückraum servierte.

Statistik

Torfolge: 0:1 Ian Streißenberger (14.), 1:1 Kay Knackmuß (33./Foulelfmeter), 1:2 Ian Streißenberger (73.), 2:2 Günter Ahlfeld (82.), 2:3 Patrice Goudou (85.), 2:4 Lukas Koch (86.).

Schiedsrichter: Karsten Fettback (Lok Stendal).

Vorkommnisse: Keine.