Gardelegen l Die Mannen um Trainer Thilo Stimbra gewannen am Mittwochabend das Revierderby beim SSV 80 Gardelegen mit 2:1 (1:0) und setzen damit ihren tollen Lauf fort. Beim SSV 80 Gardelegen sah man natürlich kurz nach dem Abpfiff nur hängende Köpfe und betrübte Gesichter. Wieder war es nicht gelungen, gegen ein Spitzenteam der Liga - und der FSV Heide ist spätestens seit der Rückrunde solch eines - den Dreier einzufahren.

Und der Abpfiff erfolgte auch kurz nach dem 2:1 für Letzlingen. Kurz zuvor - es lief bereits die Nachspielzeit - foulte Michael Hille im 16er Christian Palutke - Elfmeter. Den drosch Fabian Schlamann emotionslos zum 2:1 in die Maschen. Schiedsrichter Hamidi pfiff danach gar nicht mehr an, sondern ab.

In den 90 Minuten zuvor sahen die gut 280 Zuschauer nicht immer ein hochklassiges, aber ein spannendes Derby. Zunächst schenkten sich beide Teams nichts und agierten doch recht vorsichtig. Doch gerade beim SSV schien der Respekt vor dem Gegner ziemlich hoch zu sein, denn so zögerlich und fast ängstlich agiert die Scheinert-Truppe selten.

Richtige Torchancen gab es aber hüben wie drüben nur wenige. Für Letzlingen versuchten sich Wernecke (23.) aus der Drehung, und für Gardelegen hatten Bache (30.) und Leberecht (40.) kein Glück.

Heide-Führung zur Pause

Zuvor, in Minute 38, hatte aber Wernecke noch einen lichten Moment. Einen flach getretenen Freistoß von Schlamann verwerte er zum 1:0 für Heide. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Nach dieser kam der SSV aber mutiger aus der Kabine. Das 1:1 durch Clemens Paul Berlin (54.) kündigte sich bereits in den Minuten zuvor an. Der verwertete eine schöne Flanke von Gille.

SSV mit Tormöglichkeiten

Danach war viel Leerlauf in der Partie, doch mit zunehmender Spieldauer bekamen die Platzherren das Match mehr und mehr in den Griff. Allerdings verstolperte Malek (56., 64.) gleich zweimal und den Kopfball von Scheinert (81.) lenkte FSV-Keeper Lenz an die Latte.

Kurz vor dieser Aktion schwächten sich die Gardelegener aber selbst. Bache sah nach einer unnötigen Aktion Gelb-Rot.

In der Schlussphase hätte Palutke (87.) sogar bereits das 2:1 für Heide erzielen können, doch sein Drehschuss ging knappe am langen Pfosten vorbei. Doch dann kam die Nachspielzeit und der beschriebene Elfmeter für die Gäste.

Statistik

Torfolge: 0:1 Christian Wernecke (38.), 1:1 Clemens-Paul Berlin (54.), 1:2 Fabian Schlamann (90.+2/Foulelfmeter).

Vorkommnisse: Gardelegens Simon Bache sah in Minute 80 wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.