Salzwedel l Um enorm wichtige Punkte gegen den Abstieg geht es am Sonnabend ab 15 Uhr in der Begegnung zwischen dem SV Grün-Weiß Potzehne und dem MTV Beetzendorf. Tabellenführer FSV Heide Letzlingen hat mit dem FSV Saxonia Tangermünde eine schwere Auswärtshürde vor der Brust, auch für den ärgsten Verfolger SV Eintracht Salzwedel wird es daheim gegen den TuS Wahrburg nicht viel einfacher. Seine Visitenkarte beim SV Rot-Weiß Arneburg gibt hingegen der SV Liesten 22 ab.

SV Grün-Weiß Potzehne - MTV 1880 Beetzendorf (SR: Mario Lach). Michael Friedrichs ist zurück in der Landesklasse. Nachdem er bereits beim FSV Heide Letzlingen Erfahrungen in dieser Liga sammeln durfte und zuletzt beim Kreisligisten SV Wacker Lindstedt das Sagen hatte, heuerte Friedrichs in der Winterpause in Potzehne an und ist genau wie seine Mannschaft heiß auf den Rückrundenstart. „Wir haben einen klaren Plan und 13 Spiele Zeit, um unsere Punkte zu holen“, möchte der neue Grün-Weiß-Coach keine Hektik verbreiten. Mit der Vorbereitung war Michael Friedrichs „soweit zufrieden, auch wenn es natürlich immer besser geht“. Friedrichs („Die Mannschaft wirkte anfangs schon verunsichert“) konnte wertvolle Erkenntnisse sammeln und verrät, was es noch zu verbessern gibt: „Aus meiner Sicht müssen wir noch im spielerischen Bereich sowie im Zweikampfverhalten zulegen. Zudem muss auch der Torabschluss noch besser werden.“ Den morgigen Kontrahenten aus Beetzendorf bezeichnet er als „Wundertüte“. Auch ohne den verletzten Niclas Bartsch möchten die Potzehner zumindest nicht verlieren. Mut dürfte das Hinspiel machen, das mit 2:0 gewonnen wurde.

Womöglich fehlen acht Spieler

An diese Partie erinnern sich die Beetzendorfer natürlich ungern zurück. Sie traten im August des vergangenen Jahres arg ersatzgeschwächt an. Das wird auch diesmal so sein. Mit den verletzten Daniel Stehr, Bennet Sobolowski, Hannes Schulz, Sebastian Eder und Tim Stapel – Eder (Fuß) und Stapel (Innenband) werden wohl die gesamte Rückrunde ausfallen – muss Trainer Michael Banse fünf Akteure definitiv ersetzen. Dazu drohen auch noch Gordon Bock, Marco Hoppe und Michael Peters auszufallen. Der Kader muss also mit Spielern der zweiten Vertretung aufgefüllt werden. „Wir werden definitiv eine Mannschaft auf den Platz bringen, doch es sieht natürlich nicht rosig aus. Wichtig wäre es für uns, in diesem wichtigen Spiel um den Klassenerhalt zumindest einen Punkt mitzunehmen“, verrät Banse. Der MTV-Übungsleiter („Mit der Vorbereitung und den Testspielen kann ich mit Blick auf das vorhandene Personal recht zufrieden sein“) macht aber auch klar: „Der Druck liegt eher nicht bei uns. Wir könnten mit einem Unentschieden besser leben. Daher versuchen wir den Gegner zu locken und selbst aus einer sicheren Abwehr heraus Konter zu fahren.“ Denn Fakt ist auch: Es soll und muss ein besseres Ergebnis als im Hinrundenmatch her.

SV Eintracht Salzwedel 09 - TuS Wahrburg (SR: Jan Reinecke). Die Eintracht startete früh in die Vorbereitung, dennoch ist Trainer Helge Kietzke mit selbiger nicht rundum zufrieden. „Ich würde sie als durchwachsen einordnen. Wir konnten draußen zwar regelmäßig trainieren, dennoch hätte ich mir mindestens ein Testspiel mehr gewünscht“, so Kietzke. In den drei Vorbereitungspartien machten die Kreisstädter ihre Sache allerdings gut. Zuletzt beim 11:0 in Groß Garz wurde auch ein offensiveres System getestet, das dem SVE-Coach durchaus gefiel. Doch Wahrburg ist natürlich ein ganz anderes Kaliber. „Der TuS hat im Winter einen Umbruch erlebt. Unter dem neuen Trainer Robert Riep weiß man nicht, wie der Gegner spielt. Außerdem wissen wir selbst auch noch nicht, wie weit wir sind. Das wird erst das morgige Spiel zeigen“, lässt sich Helge Kietzke überraschen. Verzichten muss er gegen den Rangneunten, der das Hinspiel mit 2:0 gewann, auf die verletzten Sebastian Heuer, Fabian Beck und Jan Plewe, den privat verhinderten Stefan Heuer sowie Marius Wulff (Beruf). Auch wenn es laut Kietzke „ein sehr schweres Spiel“ wird, so strebt die Eintracht trotzdem ihren insgesamt zehnten Saisonerfolg an.

Heide will sich nicht überraschen lassen

FSV Saxonia Tangermünde - FSV Heide Letzlingen (SR: Kevin Shaikh). Im Hinspiel hatte es der Spitzenreiter aus Letzlingen beim 6:1 sehr leicht. Ein solcher Spaziergang erwartet den FSV Heide bei der heimstärksten Mannschaft der Liga wohl nicht noch einmal. „Wir wissen nicht, wie das Spiel laufen wird. Doch sicher ist, dass wir uns von Tangermünde nicht überraschen lassen wollen“, äußert sich im Vorfeld Letzlingens Trainer Dirksen Höft. „Die Vorbereitung war sicherlich nicht ganz schlecht, hätte aber auch ein bisschen besser verlaufen können“, fügt Höft an. Immerhin überraschte der FSV Heide im Testspiel den Landesligisten aus Bismark (4:2). „Wir freuen uns auf dieses Spiel, wollen den Fight annehmen und unser Bestes geben“, gibt sich der Trainer des Tabellenführers kämpferisch. Auch ohne Fabian Schlamann, der sich momentan im Aufbautraining („Wir wollen nichts riskieren, denn er ist ein wichtiger Spieler und die Saison ist zudem noch lang“) befindet, möchten die Heide-Mannen beim Tabellenfünften ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf den ärgsten Verfolger aus Salzwedel zumindest wahren.

SV Rot-Weiß Arneburg - SV Liesten 22 (SR: Steffen Look). Für den SVL wird es wohl direkt ein richtungsweisendes Spiel sein. Die Hinrunde verlief mit 18 Punkten und Rang sieben nicht nach den eigenen Vorstellungen. Daher erhofft sich Trainer Michael Piotrowski in der zweiten Halbserie nicht nur von den Ergebnissen her eine Steigerung. Doch die Generalprobe für dieses wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn ging vor sechs Tagen in die Hose. Beim Kreisoberligisten aus Sanne enttäuschten die Liestener und verloren mit 0:1. „Wir wissen, was wir falsch gemacht haben und wollen es in Arneburg besser machen“, so Piotrowski. Zwar verbuchte der SVL gegen einen tief stehenden Kontrahenten viel Ballbesitz, zeigte sich im Offensivspiel allerdings zu ideenlos. Das muss sich morgen definitiv verbessern, denn der Tabellensechste aus Arneburg um seinen neuen Trainer Oliver Nagel, gegen den schon im Hinspiel (0:0) kein Sieg heraussprang, ist noch mal eine andere Hausnummer. „Wir werden auf einen kompakten Gegner treffen, gegen den wir unser Spiel durchdrücken wollen“, verrät Michael Piotrowski. Der muss ohne die verletzten Steffen Schmidt, Florian Mönke und Markus Krotki sowie den gesperrten Sebastian Kordus auskommen, rechnet sich aber dennoch etwas aus.