Salzwedel l Während die Mannschaft von Helge Kietzke durch diesen Dreier ihren zweiten Tabellenplatz festigt, treten die Ostaltmärker nach der Niederlage auf Position sechs der Fußball-Landesklasse, Staffel I, auf der Stelle.

Beide Mannschaften waren zunächst um eine defensive Grundordnung bemüht und gaben den gegnerischen Offensivreihen nicht viel Luft.

Gäste starten schwungvoll

Allerdings machten es die Gäste aus Arneburg vor allem in der ersten halben Stunde besser und erspielten sich ein Chancenplus. Die erste Möglichkeit des Spiels hatte Riehn in der neunten Minute. Allerdings war der Freistoß aus zentraler Position kein Problem für den Salzwedeler Schlussmann Röhl. Danach setzte Riehn den startenden Bünnig in Szene, der die Kugel im Rutschen nicht im Tor unterbringen konnte.

Anschließend war dann auch mal Salzwedel dran. In der 20. Minute brachte Beck einen Freistoß aus dem Halbfeld nach innen. In der Box kam der aufgerückte Plewe zum Kopfball, blieb aber glücklos.

Obwohl sich die Platzherren gegen Ende des ersten Abschnitts steigerten, blieb diese Möglichkeit die einzige nennenswerte Chance der Jeetzestädter in der ersten Hälfte.

Gäste sind der Führung näher

Danach waren nämlich wieder die Rot-Weißen dran. Erst scheiterte Lübke nach einer Ecke freistehend per Kopf (24.) und drei Zeigerumdrehungen später wurde der Schuss von Lübke von Salzwedels Innenverteidiger Liestmann geblockt. Aus Salzwedeler Sicht war dieses 0:0 zu diesem Zeitpunkt sicher etwas schmeichelhaft.

In den zweiten 45 Minuten war dann mehr Feuer im Spiel. Die Platzherren schalteten nun einen Gang hoch und waren zumindest zweikampftechnisch besser im Spiel. Vor allem ab der 60. Minute wurde deutlich, dass sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben.

Eintracht in der Schlussphase aktiver

Während die Arneburger allmählich etwas platt wirkten und offensiv eher selten, aber dennoch brandgefährlich in Erscheinung traten, wurden die Kreisstädter aus Salzwedel immer mutiger. Daran hatten natürlich auch die Einwechselungen großen Anteil.

Stefan Heuer war beispielsweise nur 120 Sekunden auf dem Platz und verbuchte aus der Drehung direkt eine gute Chance. Allerdings bekam der Torjäger nicht genügend Druck hinter den Ball (gehalten).

Obwohl die Gastgeber im zweiten Abschnitt deutlich mehr vom Spiel hatten, blieb die Anzahl an Torchancen verteilt. Nach einer Flanke von rechts profitierte Arneburgs Müller in der Box vom schlechten Stellungsspiel von Liestmann, köpfte das Leder allerdings nur an die Latte (73.).

Drei Minuten später hatte dann Salzwedel die Großchance zur Führung. Nach einer Ecke landete der Abpraller nahe der Strafraumkante bei Seehausen, der per Direktabnahme abzog. Allerdings wurde der Ball abgefälscht und verfehlte so knapp sein Ziel.

In der 83. Minute hatten dann die Gäste ihre letzte dicke Tormöglichkeit und machten wieder zu wenig draus. Riehn drang in den Salzwedeler 16er ein und vernaschte dort Liestmann, scheiterte dann aber aus spitzem Winkel an Röhl.

Müller erlöst den Gastgeber

In der 86. Minute sollte sich der sorglose Umgang der Arneburger mit den eigenen guten Torchancen rächen. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte schalteten die Salzwedeler schnell um und setzten zum Konter an. Pascal Kreitz trieb den Ball nach vorn und spielte dann auf Heuer. Dieser legte den Ball noch einmal quer auf Alf Müller, der sich als Joker erwies und überlegt zum vielumjubelten 1:0 vollendete.

Die Gäste versuchten nun noch einmal alles, wodurch sich natürlich viele Räume für die Jeetzestädter ergaben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit waren es wieder die 09er, die vor heimischer Kulisse konterten. Am Ende fand Müller mit einer genauen Flanke auf den zweiten Pfosten den Kopf von Heuer, der aus kurzer Distanz locker zum 2:0-Endstand einnickte. Damit war das Ding dann durch.

Aufgrund der Spielanteile war der Heimsieg des SV Eintracht Salzwedel keinesfalls unverdient. Allerdings hätten die Gäste aus Arneburg bei besserer Chancenverwertung schon zur Pause führen können oder besser müssen, wodurch sich dann natürlich ein ganz anderes Spiel entwickelt hätte. Selbst im zweiten Abschnitt, wo konditionell nicht mehr so viel ging, waren Chancen da, um in Front zu gehen.