Salzwedel l  Dabei kommt es zu vier hochspannenden Begegnungen mit westaltmärkischer Beteiligung.

Während der SV Liesten 22 den FSV Heide Letzlingen empfängt, gastiert die Landesliga-Reserve des SSV 80 Gardelegen im Kellerduell beim SV Lokomotive Jerichow. Des Weiteren bittet der MTV Beetzendorf den starken Aufsteiger Rossauer SV zum Tanz und der SV Eintracht Salzwedel reist zum Kreveser SV. Alle Spiele werden morgen zeitgleich um 13 Uhr angepfiffen.

MTV Beetzendorf - Rossauer SV

Der MTV Beetzendorf sammelte im bisherigen Saisonverlauf zwölf Punkte und rangiert damit auf dem elften Rang. Trotz der vermeintlich mageren Ausbeute ist der Punktestand komfortabel. Das liegt vor allem daran, dass die Aufsteiger aus Jerichow und Gardelegen abgeschlagen am Tabellenende rangieren.

Die Elf von Michael Banse blieb in den letzten vier Spielen ohne Sieg und konnte während dieser Phase nur einen Punkt in Arneburg holen.

Etwas anders sieht es beim Rossauer SV aus. Der Aufsteiger aus der Ostaltmark holte in der bisherigen Saison zwar nur einen Zähler mehr, wirkt dennoch gefestigter. Gerade die letzten drei Spiele gegen Jerichow, Salzwedel und Liesten dürften dem RSV Auftrieb aber vor allem viel Selbstvertrauen gegeben haben. „Für uns ist das ein wichtiges, aber auch ein schweres Spiel. Rossau ist ein starker Aufsteiger. Allerdings spielen wir zu Hause und wollen deshalb, trotz unserer personellen Situation. etwas mitnehmen“, wie der Beetzendorfer Co-Trainer Thomas Werneke erklärt.

Wahrlich sieht es personell einmal mehr weniger gut beim MTV aus. Mit Sebastian Eder, Tobias Seifert und Markus Thiel fallen gleich drei wichtige Stammspieler verletzungsbedingt aus. Aufgrund dieser Situation wird sich - trotz mancher Überlegungen im Trainerteam - taktisch nichts ändern. Die Beetzendorfer werden aus einer kompakten und disziplinierten Defensive heraus versuchen, schnell die Tiefe zu finden.

Auf dem Papier stehen sich zwei in etwa gleichstarke Mannschaften gegenüber, die gut gegen den Ball arbeiten können. Man muss abwarten, wie Michael Banse den personellen Aderlass seiner Mannschaft abfängt. Schiedsrichter: Matthias Henke

SV Liesten - Heide Letzlingen

Die 22er konnten wettbewerbsübergreifend die letzten sieben Spiele gewinnen und strotzen deshalb nur so vor Selbstvertrauen. Folglich sind auch die Rollen vor dieser Partie klar verteilt. „Liesten ist der klare Favorit. Sie spielen bislang eine sehr gute Serie und gehören für mich ohnehin zu den großen Staffelfavoriten“, schätzt der Letzlinger Trainer Dirksen Höft ein.

Allerdings wird der SV Liesten nicht den Fehler machen und den Gast aus Letzlingen unterschätzen. Obwohl dem FSV mit Tobias Benecke (Bandscheibenvorfall im Training), Marcel Grabau (verletzt), Andreas Lenz (angeschlagen), Fabian Schlamann (privat verhindert) und Stefan Saluck (gesperrt) viele wichtige Stammspieler nicht zu Verfügung stehen, werden die Heide-Kicker dennoch mit breiter Brust auftreten. Schließlich konnte die Höft-Elf wettbewerbsübergreifend die letzten drei Spiele gewinnen. Dabei wurde unter anderem auch der SV Medizin Uchtspringe knapp mit 1:0 bezwungen.

„Wir fahren nicht nach Liesten, um die drei Punkte dazulassen. Wir wollen etwas mitnehmen. Es wird an uns liegen. Wir müssen den unbedingten Siegeswillen an den Tag legen und unsere Tugenden in die Waagschale werfen. Dann können wir auch den Stärken des SVL entgegen wirken“, gibt sich Höft im Vorfeld kämpferisch.

Insgesamt wird ein Spiel erwartet, in welchem die Liestener sicher mehr Spielanteile verbuchen werden. Sollten die Rand-Salzwedeler die richtigen Räume bespielen und die Letzlinger Defensive in Bewegung bringen, sollte die individuelle Klasse des SVL genügen, um den Platz am Ende als Sieger zu verlassen.

Kann der FSV dahingegen lange hinten die Null halten und offensiv hin und wieder für Gefahr sorgen, ist auch die Überraschung möglich.

„Beides ist möglich. Es kann eine Klatsche wie in Tangermünde werden, oder ein Sieg für uns. Es wird sicher nicht einfach werden, doch wir werden uns etwas ausdenken“, erklärt Höft.

In der letzten Spielzeit konnte der SV Liesten 22 sein Heimspiel gegen Letzlingen deutlich mit 6:1 gewinnen. Schiedsrichter: Julien-René Franke

Lok Jerichow - SSV Gardelegen II

Greift die zweite Mannschaft des SSV 80 Gardelegen morgen nach dem letzten Strohhalm? „Das muss man sehen. Erstmal geht es in diesem Spiel darum, wer ,The Best of the Rest‘ wird. Wenn wir danach die restlichen Spiele verlieren, hat ein Sieg in Jerichow keinen Wert“, wie der SSV-Trainer Oliver Pabst erklärt. Morgen gastiert nämlich der Vorletzte beim Tabellenschlusslicht. Während die Lok-Kicker bislang alle Spiele verloren haben, konnte die Gardelegener SSV-Reserve immerhin schon einen Dreier einfahren. Allerdings beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer schon neun Punkte, weshalb die Uhr - im wahrsten Sinne des Wortes - kurz vor Zwölf schlägt.

„Wir wollen in erster Linie unsere positive Tendenz bestätigen und den zweiten Sieg in Folge einfahren. Wir konnten in den letzten Spielen gegen Uchtspringe und Diesdorf eine Reaktion der Mannschaft erkennen“, macht Pabst deutlich. Jerichow ist allerdings ein völlig unbekannter Gegner. Weil man bislang wenig über den Mitaufsteiger weiß, ist eine Vorbereitung auf dieses Spiel sicher nicht ganz einfach. „Wir wollen ähnlich wie im Pokal auftreten und das Spiel selber machen. Wir wollen die Breite des Platzes nutzen und so in unsere Momente kommen“, gibt Pabst einen kleinen Einblick in seine Überlegungen.

Personell sieht es bei den 80ern nur zum Teil freundlicher aus. Während Michael Hille definitiv ausfällt, steht hinter den Einsätzen von Steven Werner und Christian Krziwanie noch ein Fragezeichen. Schiedsrichter: Jan Reinecke

Kreveser SV - Eintracht Salzwedel

Während die Eintracht mit 22 Punkten Position fünf belegt, findet sich der Kreveser SV mit 15 Zählern im gesicherten Mittelfeld der Liga wieder und hat morgen nicht viel zu verlieren.

Anders sieht es bei den 09ern aus, die sicherlich noch immer ein Wort im Titelrennen mitreden wollen. „Es wird kein einfaches Spiel. Wir wollen uns weiter stabilisieren und wenn möglich etwas Zählbares holen“, gibt sich der SVE-Trainer Helge Kietzke etwas zurückhaltend.

Die Jeetzestädter konnten in den letzten beiden Wochen ihr Formtief beenden und die letzten beiden Spiele gewinnen. Erst wurde Beetzendorf deutlich bezwungen und anschließend wurde die Hürde im Kreispokal beim FSV Eiche Mieste locker genommen.

Der gastgebende KSV ist derzeit ebenfalls gut drauf. Zwar musste Krevese im letzten Ligaspiel eine 0:4-Packung in Tangermünde hinnehmen, doch davor konnten die Platzherren wettbewerbsübergreifend vier Spiele in Serie gewinnen. Somit sollte der KSV morgen keinesfalls unterschätzt werden.

„Krevese ist schwer einzuschätzen. Wenn alle Mann an Bord sind, sind sie sehr gut besetzt. Der KSV ist kampf- sowie willensstark und geht mit einem großen Engagement zu Werke. Die Truppe ist in der Form schon lange zusammen und ist deshalb sehr erfahren sowie eingespielt“, wirft Kietzke einen kleinen Blick auf den Gegner.

Personell sieht es bei den Salzwedelern durchwachsen aus. Während Kevin Gebert, Raik Zipperling (beide privat verhindert), Lukas Biermann und Jan Hoefert (beide verletzt) definitiv ausfallen werden, steht hinter den Einsätzen von Fridolin Hamann und Hannes Schreiber noch ein Fragezeichen.

Unabhängig vom Personal ist Salzwedel Favorit. Die Stärken und Schwächen beider Mannschaften sind untereinander bekannt. „Taktisch wird sich morgen bei uns nichts ändern. Vielleicht gibt es auf den einzelnen Positionen ein paar Änderungen“, lässt sich Kietzke ein bisschen in die Karten gucken. Schiedsrichter: Thomas Krugel