Gardelegen l Sieg, Platz zwei und  wieder Sieg. So lautet die eindrucksvolle Bilanz von Fußball-Oberligist 1. FC Lok Stendal in den vergangenen drei Jahren beim Indoor-Soccer-Cup des SSV 80 Gardelegen. Am Sonnabend sicherten sich die Ostaltmärker nach einem knappen 1:0-Finalerfolg gegen den FSV Saxonia Tangermünde den großen Siegerpokal.

Veranstaltung ist ausverkauft

„Lieber stehe ich hier eine Stunde vor dem Einlass draußen in der Kälte, als nachher sechs Stunden beim Turnier in der Halle“. SSV-Freizeitkicker Sven Lenz brachte es auf den Punkt, denn schon weit vor dem eigentlichen Auftaktspiels des 16. Indoor-Soccercups des SSV 80 Gardelegen waren alle Sitzplätze in der wieder einmal ausverkauften „Willi-Friedrichs-Halle“ vergeben.

Der Gardelegener Hallenkick zwischen den Feiertagen lockte auch diesmal wieder die Massen und natürlich auch die Filetstücke der Fußballregion an und hatte auch wieder so einiges zu bieten.

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Favoriten kristallisieren sich schnell raus

Zu Gast waren neben dem Gastgeber und Titelverteidiger SSV 80 Gardelegen auch Oberligist 1. FC Lok Stendal, Verbandsligist Haldensleber SC, Landesligist und Turnierdauerbrenner TuS Schwarz-Weiß Bismark, die Landesklasseteams aus Salzwedel, Tangermünde und Liesten und schließlich die U23 der BSG Chemie Leipzig.

Sportlich hoben sich aber - und das wurde in den Gruppenspielen deutlich - vier Teams ab. Ersmalig in der Soccercup-Historie standen alle Halbfinalteilnehmer bereits nach acht absolvierten Partien fest. Während in Gruppe A der SSV 80 Gardelegen mit vollen neun Punkten und der Haldensleber SC (6 Punkte) den Sprung in die Vorschlussrunde schafften, gelang das ist Gruppe B dem Oberligisten aus Stendal (8 Punkte) und dem Überraschungsteam aus Tangermünde (7 Punkte).

Alle vier Mannschaften hatten jeweils ihre ersten zwei Matches gewonnen, so dass in Sachen Vorschlussrunde alles klar war. Es ging quasi nur noch um die Gruppensiege.

Halbfinale

In den Halbfinalspielen standen sich somit der SSV 80 Gardelegen und Saxonia Tangermünde und der 1. FC Lok Stendal und der Haldensleber SC gegenüber.

Doch in dieser Runde kam für den Titelverteidiger das Aus. Damit war klar, dass es auch weiterhin praktisch unmöglich ist, den Soccercup zu verteidigen. Das gelang nämlich noch keiner einzigen Mannschaft.

Zwar ging die Elf von Coach Norbert Scheinert mit 1:0 in Front, doch danach entgleitete den Gastgebern die Partie mehr und mehr. Die Elbestädter bekamen von Minute zu Minute Oberwasser und kamen zum Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Ende erzielte Rosario Schulze sogar das 2:1 und damit den Siegtreffer für die Saxonen.

Im zweiten Duell ließ Oberligist Lok Stendal gegen den Haldensleber SC nichts anbrennen. Und obwohl das Duell beim 3:0 für die Stendaler bereits entschieden war, wurde es doch recht hitzig auf der Platte. Doch die Schulz-Elf blieb cool, behielt die Nerven und packte noch zwei Treffer zum 5:0-Endstand drauf.

Platzierungsspiele

Ehe die Finalspiele anstanden, wurden die Platzierungen per Penalty ausgeschossen. Dabei sicherte sich der SV Liesten gegen die BSG U23 den siebten und der TuS Bismark gegen den SV Eintracht 09 den fünften Platz beim Soccercup.

Spiel um Platz drei

Im kleinen Finale wurde es dann aber noch einmal laut in der Halle, denn der SSV 80 bekam es - wie auch schon in der Vorrunde - mit dem HSC zu tun. Auch schon in den letzten Jahrern lieferten sich diese beiden Teams oftmals hitzige Duelle mit viel Emotionen. Und so sollte es auch diesmal kommen. Schnell ging der SSV in Führung, musste aber das 1:1 schlucken. Danach setzten die Gardelegener zur Entscheidung an, erhöhten auf 3:1, mussten aber kurz vor dem Ende nach dem 2:3 dennoch zittern. Sascha Gütte packte aber mit dem 4:2 endgültig den Deckel auf die Bronzemedaille.

Finale

Das mit Spannung erwartete Finale war also ein rein ostaltmärkisches. Während man dort den 1. FC Lok Stendal durchaus erwarten durfte, überraschten die Tangermünder im Turnierverlauf durchaus. Allerdings war das Finale für die Saxonen ebenfalls verdient, denn sie boten ein konstant gutes Niveau.

Im Finale selbst agierten beide Teams eher vorsichtig. man hatte schon das Gefühl, dass keiner den entscheidenden Fehler machen wollte. Auch Torchancen waren Mangelware. Wie schon im Gruppenspiel lief alles auf ein Remis und ein folgendes Penaltyschießen hinaus, doch drei Minuten vor dem Ende setzte Dennis Neumann, der auch zum besten Torjäger des Turniers avancierte, den entscheidenden Punch und traf zum 1:0 für die Lok. Das war dann auch der Endstand in dem spannenden Finale. Somit durfte sich Lok Stendal über die 500 Euro Siegprämie freuen.