Salzwedel l Weder an der Tabellenspitze, noch im Tabellenkeller kristallisieren sich entscheidend die Mannschaften heraus, die am Ende entweder hoch oder runter gehen. Spannung ist also angesagt.

Während die Spiele in Chüden und Schwiesau erst um 15 Uhr angepfiffen werden, beginnen die restlichen Paarungen wie immer eine Stunde früher um 14 Uhr.

Kuhfelder SV - Eiche Mieste

Schon oft wurde gedacht, dass der Kuhfelder SV trotz einer starken Saison nicht mehr um den Staffelsieg mitspielen kann. Weil sich die beiden Tabellenführenden aber immer wieder unerwartete Aussetzer erlauben, beträgt der Rückstand nach ganz oben weiter nur vier Punkte.

Etwas anders sieht es indes beim FSV Eiche Mieste aus. Die Kausche-Elf sammelte im bisherigen Saisonverlauf 37 Punkte und belegt damit den fünften Platz. Trotz der guten Platzierungen fehlt aber dennoch die Brisanz in dieser Partie. Während man bereits Gerüchte hörte, dass die Kuhfelder ohnehin nicht aufsteigen wollen und Mieste einfach zu weit weg ist, fehlt in dieser Paarung einfach der Druck. Am Ende wird es in dieser Partie um die Einstellung gehen. Die Mannschaft, die mehr in dieses Spiel investiert, die eigenen Chancen besser nutzt und defensiv möglichst wenige Fehler macht, wird am Ende auch als Sieger vom Platz gehen.

Schon in der Hinrunde wurde deutlich, wie dicht der KSV und die Eichen beieinander sind. Damals setzte sich der FSV vor heimischer Kulisse knapp mit 1:0 durch. Schiedsrichter: Guido Eisenschmidt.

Eintracht Mechau - Rot-Weiß Wenze

Der SV Rot-Weiß Wenze greift wohl endgültig nach dem letzten Strohhalm. Sollte der Aufsteiger auch bei der SG Eintracht Mechau leer ausgehen, scheint der Abstieg in die Fußball-Kreisliga auch nicht mehr abwendbar zu sein. Aktuell beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer bereits sieben Punkte, weshalb die Situation wohl kaum prekärer sein könnte.

Bei der SG Eintracht Mechau sieht die Lage zwar etwas besser aus, doch ein wirkliches Ruhepolster sind die drei Punkte Vorsprung auch nicht. Zuletzt befand sich die Mießner-Elf zwar auf dem aufsteigenden Ast, musste in der Vorwoche im Derby gegen die Salzwedeler Eintracht-Reserve aber eine verdiente 1:2-Niederlage hinnehmen. So ist die Lage vor diesem Aufeinandertreffen schwierig zu beurteilen.

Sicher sind die Mechauer individuell stärker besetzt, müssen die Klasse aber auch erst einmal auf dem Platz bekommen. Insgesamt gehen die Platzherren zwar als leichter Favorit ins Spiel, müssen aber an ihre Grenzen gehen, um den Platz als Sieger zu verlassen.

Im Hinspiel zeigte Wenze bereits, wie man die Mechauer schlägt und setzte sich vor heimischer Kulisse mit 3:2-Toren durch. Schiedsrichter: Marco Peters.

Heide Jävenitz - FC Jübar/Bornsen

Bei einem reinen Blick auf die Tabelle sind die Vorzeichen klar. Der SV Heide Jävenitz geht als Tabellenvierter als Favorit ins Heimspiel.

Doch ganz so einfach ist die Sachlage dann doch nicht. Während die Heide-Kicker in der Rückrunde 14 Punkte holten und damit Rang sechs der Rückrundentabelle belegen, sammelte der FC Jübar/Bornsen in nur sieben Spielen 15 Punkte. Folglich kann man sich morgen auf eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe einstellen.

Jävenitz möchte die Revanche

Allerdings kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. Der FC bestritt am gestrigen Freitag noch ein Nachholspiel gegen den SV Eintracht Salzwedel 09 II. Man darf also gespannt sein, wie die Gäste diese Doppelbelastung innerhalb weniger Stunden verkraften.

Während man sich beim FC Jübar/Bornsen am morgigen Sonntag auf einen Kräfteverschleiß und schwere Beine in Hälfte zwei einstellen kann, geht der SV Heide Jävenitz frisch ins Spiel und wird versuchen die drei Punkte zu Hause zu behalten. Für die Platzherren hat der Ausgang zwar keine relevante tabellarische Bedeutung. Allerdings wollen die Heide-Kicker nach vier Spielen ohne Sieg mal wieder ein Erfolgserlebnis landen.

Im Hinspiel setzten sich die Blau-Weißen vor heimischer Kulisse mit 2:1 durch. Schiedsrichter: Michael Damke.

TSV Kusey - VfB Klötze

Der SSV 80 Gardelegen II konnte im Jahr 2019 noch nicht an die starke Hinrunde anknüpfen und ließ schon so manchen Bigpoint liegen. Allerdings konnte der Verfolger TSV Kusey daraus bislang kein Kapital schlagen und rangiert weiterhin mit einem Zähler Rückstand hinter dem Primus.

Morgen will die Steckhahn-Elf aber zumindest seine Pflichtaufgabe gegen den abstiegsbedrohten VfB 07 Klötze meistern, um weiter Druck auf die 80er auszuüben.

Der TSV geht aufgrund der tabellarischen Situation als haushoher Favorit in das Heimspiel. Doch nicht nur die Kuseyer wollen die drei Punkte in diesem Derby. Die Purnitzstädter aus Klötze haben nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und sind somit ebenfalls zum Siegen verdammt.

Nach drei Siegen in Serie mussten die 07er in der Vorwoche mal wieder einen Rückschlag im Klassenerhaltskampf hinnehmen und verloren die Partie beim formstarken SV Schwalbe Schwiesau mit 1:2. Nun gilt es auch für den Underdog wieder in die Erfolgsspur zu finden.

Schon im Hinspiel wurde deutlich, dass ein Derby trotz klarer tabellarischer Verhältnisse seine eigenen Gesetze hat. Damals setzte sich der TSV auswärts nur knapp mit 1:0 durch. Schiedsrichter: Cederic Camehl.

SSV Gardelegen II - SV Langenapel

Noch im Hinspiel trennten sich der SV Langenapel und der SSV 80 Gardelegen II mit einem 1:1-Remis. Nach so einem engen Spielverlauf - mit einer Punkteteilung am Ende - sieht es dieses Mal aber nicht aus. Während die 80er weiterhin das Klassement mit einem Zähler Vorsprung anführen, sieht die Lage bei der Elf von Mario Seidel so prekär aus, wie schon ewig nicht mehr.

Nach recht ordentlicher Hinrunde mit 21 Punkten, holten die 51er im Jahr 2019 nur ganz magere vier Zähler und belegen damit vor Wenze den vorletzten Rang in der Rückrundentabelle. Folglich könnten die Gegensätze vor dieser Partie wohl kaum größer sein. Doch obwohl die Gardelegener aufgrund dieser Fakten als haushoher Favorit ins Spiel gehen, hat dies anscheinend wenig Aussagekraft. Wer hätte schließlich gedacht, dass die SSV-Reserve trotz starkem Personal mit 0:6 in Mieste untergeht?

Diese Liga ist einfach immer für eine Überraschung gut, weshalb Prognosen auch nicht immer ganz einfach sind. Tatsache ist: Will die Landesliga-Reserve aus Gardelegen ihre starke Saison am Ende auch krönen, ist ein Sieg gegen akut abstiegsbedrohte Gegner wie Langenapel Pflicht.

Auf der anderen Seite könnte die Talfahrt des SVL auch weitreichende Folgen für die eigene zweite Mannschaft in der kommenden Saison haben. Die Vergangenheit lehrte nämlich, dass es ganz schwierig ist, aus so einem Negativstrudel heraus zu kommen. Schiedsrichter: Marcel Leppin.

Eintracht Chüden - Rot-Blau Sanne

Noch vor zwei Wochen hatte man das Gefühl, dass sich der Aufsteiger SV Eintracht Chüden gefestigt hat, seinen Lauf von drei Siegen in Serie fortsetzen und am Ende recht wenig mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird.

Doch es kam mal wieder ganz anders. Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen Kusey und dem FC Jübar/Bornsen ist die Eintracht wieder mittendrin, statt nur dabei. Weil auch die Teams dahinter punkten konnten, beträgt der Vorsprung des Vierten der Rückrundentabelle nur drei Zähler. Die Gastgeber stehen also unter Zugzwang und müssen beinahe schon gewinnen, um nicht noch tiefer in den Keller zu rutschen.

Beim SV Rot-Blau Sanne hatte man zuletzt indes das Gefühl, dass man mit der Saison vielleicht schon irgendwo abgeschlossen hat. Die Rot-Blauen konnten die Erwartungen bis hierhin absolut erfüllen, wenn nicht sogar übertreffen. Mit 33 Punkten findet sich Sanne auf der fünften Position wieder und wird mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen.

Insgesamt gehen die Gäste aufgrund der Tabelle zwar als Favorit ins Spiel. Allerdings ist Chüden in der Rückrunde gefestigter und zeigte in den meisten Fällen ein anderes Gesicht, wie noch in der Hinrunde. Sollte Chüden an die Leistungen aus dem April anknüpfen, ist ein Heimsieg gegen Sanne durchaus im Bereich des Möglichen. Schiedsrichter: Hannes Serien.

Schwalbe Schwiesau - Diesdorfer SV

Blickt man alleine auf die Rückrundentabelle gastiert der Tabellenzwölfte morgen beim Tabellenführer.

Der SV Schwalbe Schwiesau konnte im Jahr 2019 an die Leistungen die vergangenen zwei Spielzeiten anknüpfen, feierte bereits fünf Siege und holte 17 Punkte aus acht Spielen. Folglich sollte klar sein, dass die Schwalben auch morgen als haushoher Favorit ins Heimspiel gegen den Diesdorfer SV gehen.

Der Diesdorfer SV steht zwar noch nicht ganz mit dem Rücken zur Wand, doch viel fehlt nicht mehr. Aktuell belegt die Mannschaft von Jörg Kleiner mit 23 Punkten den ersten Abstiegsplatz und hat zudem zwei Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Obwohl die Schwiesauer derzeit nicht wie ein Abstiegskandidat spielen, beträgt der Vorsprung auf die Diesdorfer gerade einmal drei Punkte. Das liegt aber einzig und alleine an der ganz schwachen Hinrunde.

Insgesamt wird eine sehr umkämpfte Partie erwartet. Entscheidend wird es sein, dass man in gewissen Situationen die richtige Entscheidung trifft. Die Mannschaft, die das macht und die eigene Fehlerquote sehr gering hält, wird den Platz am Ende auch als Sieger verlassen. Im Hinspiel trennten sich beide Teams mit einem 1:1-Remis. Schiedsrichter: Sven Schottenhamel.