Klötze l Dort traf die Elf von TRainer Sven Körner auf den gestgebenden Kreisoberligisten VfB 07 Klötze, der beim 1:10 (1:5) die Überlegeneheit des vier Spielklassen höher angesiedelten Kontrahenten neidlos anerkennen musste. Diese Partie wurde möglich, weil der VfB 07 Klötze seinen 110. Geburtstag feierte und in Stendal erfolgreich bezüglich einer Freundschaftspartie anfragte. Die Ostaltmärker sagten zu und kamen trotz des Fehlens von Benedikt Nellessen, Steven Schubert, Moritz Instenberg, Juninho, Martin Gödecke, Martin Krüger, Bryan Giebichenstein und der Breda-Zwillinge Nils und Lukas motiviert ins Geschwister-Scholl-Stadion. Dementsprechend war für die gastgebende Truppe von Trainer Kevin Riewe – abgesehen vom zwischenzeitlichen Anschlusstor durch Martin Riedel – nichts zu holen. Der Klassenunterschied war deutlich zu erkennen, die Stendaler hätten durchaus auch häufiger als zehnmal treffen können, wenn nicht gar müssen. Die Chancenverwertung entpuppte sich noch als kleines Manko.

Frühe Führung durch auffällige

Lok-Coach Sven Körner hatte seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben, frühzeitig zu pressen und somit Ballgewinne zu provozieren. Dieses Konzept ging auch gut auf, auch wenn die Platzherren dem Favoriten auch mehrfach die Tore förmlich auf dem Silbertablett servierten. Max Salge, der auf der Außenbahn viel Druck aufbaute und nach der Partie auch völlig zu Recht ein Sonderlob vom Trainer erhielt, staubte nach einem Pfostentreffer von Vincent Kühn zum frühen 1:0 (6.) für den 1. FC Lok ab. Die Stendaler machten das Spiel immer wieder schnell über die Außen, wobei zumeist Kühn in der Mitte gesucht wurde. In Minute zwölf wurde die Körner-Elf allerdings förmlich eingeladen, als Ronny Bromanns Befreiungsschlag von Niclas Buschke abgefangen wurde, dieser noch geschickt einen Haken schlug und zum 2:0 vollendete. Doch auch ein Favorit kann mal patzen. So erging es den Stendalern, die im ersten Durchgang durch Buschke (Torwart Mathias Schulz lenkt den Ball noch gegen den Pfosten), Martin Gebauer (Kopf) und Tim Schaarschmidt (Kopf) gleich dreimal am Aluminium scheiterten, in der 25. Minute. Ricardo Landmann genoss viel Freiraum und legte quer für Martin Riedel, der im Nachsetzen zum umjubelten 1:2-Anschluss traf.

Doch man hatte nicht das Gefühl, als wenn sich die Ostaltmärker dadurch nur ansatzweise verunsichern ließen. Stattdessen zogen sie wieder ihr schnelles Spiel auf, was für den VfB nur schwierig zu verteidigen war. Benjamin Bubke (29.), Buschke (33.) nach toller Gebauer-Flanke per Kopf und Kühn (37.) nach einem Abwehrfehler erhöhten noch vor dem Pausenpfiff des souveränen Schiedsrichters Michael Damke auf 5:1. Emotional wurde es in Minute 40, als Torhüter Mathias Schulz gegen Andreas Horn ausgewechselt wurde. Für Schulz, selbst von den Gegnern beglückwünscht, war es das letzte Spiel zwischen den VfB-Pfosten.

Zwar wechselte Stendals Trainer Sven Körner, der mit einer Dreierkette agieren ließ und Neuzugang Dennis Röhl im Tor 90 Minuten lang das Vertrauen schenkte, in der Pause gleich dreimal, doch am Spielfluss seiner Elf änderte dies nichts. Der Neu-Oberligist ließ den Ball weiterhin sehenswert laufen und zwang den VfB fast nur zur Defensivarbeit. Nach starkem Zusammenspiel sorgte der gerade eingewechselte Pascal Lemke (46.) für das sechste Stendaler Tor, Max Salge (50.), zweimal Vincent Kühn (58., 68.) und zu guter Letzt erneut Lemke (89.) – die Klötzer, kräftemäßig nach viel Laufbereitschaft in den ersten gut 60 Minuten mit der Zeit doch platt, wollten ein zweistelliges Resultat mit allen Mitteln vermeiden – sorgten noch für ein, dem Spielverlauf auch entsprechendes, 10:1. Für den 1. FC Lok Stendal war es noch einmal ein aufschlussreicher Test, während sich der VfB 07 Klötze womöglich einige Dinge vom Oberligisten abschauen und dazulernen konnte.

VfB 07 Klötze: Schulz – Kensche, Gase, Riedel, Bromann, Kausch, Schwieger, F. Fuhrmann, Henke, Sprycha, Landmann (Horn, Bracke, Jordan, Opitz, Steinig).

1. FC Lok Stendal: Röhl – Erdmann, Groß, Gebauer, Buschke, Schaarschmidt, Kühn, Salge, Bubke, Mahrhold, Iereidis (Werner, Lemke, Wiegel).

Torfolge: 0:1 Max Salge (6.), 0:2 Niclas Buschke (12.), 1:2 Martin Riedel (25.), 1:3 Benjamin Bubke (29.), 1:4 Niclas Buschke (33.), 1:5 Vincent Kühn (37.), 1:6 Pascal Lemke (46.), 1:7 Max Salge (50.), 1:8, 1:9 Vincent Kühn (58., 68.), 1:10 Pascal Lemke (89.).

SR: Michael Damke.

Vorkommnisse: Keine.