Salzwedel l Am Sonnabend verlor die Mannschaft von Helge Kietzke ihr Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TuS Wahrburg mit 1:4 und lag bereits zur Pause uneinholbar mit 0:4 hinten. Durch diese Niederlage rutscht die Eintracht auf den fünften Rang ab und hat bei einer Partie mehr auf dem Konto, bereits acht Zähler Rückstand zur Spitze.

Nach kurzer Abtastphase verbuchten die Gäste aus Wahrburg in der sechsten Minute die erste Möglichkeit. Salzwedels Beck verlor den Ball gegen Davide Epiboli, der anschließend frei auf das Tor von Dennis Röhl zulief. Allerdings war der Abschluss zu harmlos und somit leichte Beute.

Wahrburg führt früh

Nur vier Zeigerumdrehungen später spielte Marcel Werner einen herrlichen Ball in den Lauf von Weikert. Dieser fand in der Box den agilen Felix Pitzner, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 1:0 vollendete.

Doch die Gastgeber blieben von diesem Rückstand unbeeindruckt und waren fortan eigentlich recht gut im Spiel. Nachdem Schreiber den Ausgleich verpasste (13./gehalten), blieb wenige Sekunden später auch Beck mit seinem Kopfball glücklos (14./knapp drüber).

TuS-Umschaltspiel ist effektiv

Insgesamt machte es die TuS aus Wahrburg aber einfach cleverer. Während die Salzwedeler die Bälle immer wieder zu leicht hergaben, glänzten die Rand-Stendaler vor allem mit ihrem schnellen Umschaltspiel.

So auch in der 18. Minute. Pitzner wurde steil geschickt und setzte sich gegen Malte Liestmann durch. Anschließend verwandelte der Torjäger überlegt ins kurze Eck - 2:0.

Auch nach dem 2:0 waren die 09er nicht so schlecht im Spiel. Allerdings fehlte den Platzherren vor allem nach Ballverlusten die Absicherung. Zudem bekam die Kietzke-Elf auch Pitzner einfach nicht in den Griff, der aus seinen Möglichkeiten das Optimum herausholte.

Zehn Zeigerumdrehungen nach dem 2:0 für Wahrburg wurde es erneut gefährlich im Salzwedeler 16er. Liestmann ließ sich von Pitzner den Ball abnehmen, konnte sich am Ende aber bei Röhl bedanken, der mit einer starken Fußabwehr das 0:3 verhinderte.

Pitzner schnürt Hattrick

Wenige Sekunden später war allerdings auch er machtlos. Christopher Stübe fand in der Box Pitzner, der Röhl dieses Mal keine Chance ließ und auf 3:0 erhöhte.

Wieder nur fünf Minuten später war der Drops dann auch endgültig gelutscht. Erneut hatte Stübe auf seiner linken Seite ganz viel Zeit und brachte eine butterweiche Flanke nach innen. Im Strafraum stand plötzlich Marco Zimmermann mutterseelenallein und nickte zum vielumjubelten 4:0 ein.

Doch obwohl die Angelegenheit bereits durch schien und man nun hätte vermuten können, dass Salzwedel auseinander fällt, zeigten die Platzherren noch vor dem Seitenwechsel eine Reaktion. Weil aber Julian Seehausen (39./vorbei), Schreiber (40./stark gehalten), Liestmann (40./knapp drüber) und Melvin Michael (44./Außennetz) ihre Möglichkeiten ungenutzt ließen, ging es mit dem 0:4 aus Salzwedeler Sicht in die Kabinen.

Eintracht-Aufholjagd ohne Glück

Auch in den zweiten 45 Minuten knüpften die Jeetzestädter an die Schlussphase der ersten Halbzeit an und wurden vier Minuten nach Wiederanpfiff direkt belohnt. Nach einer Ecke von links sprang Gregor Roth am höchsten und nickte zum 1:4 ein.

In der Folge erspielten sich die Gastgeber Chancen en masse, während von den Gästen nun so gut wie nichts mehr kam. Allerdings agierten Jan Plewe (57./knapp vorbei), Liestmann (61./Pfosten) und Michael (67./knapp vorbei) sehr glücklos vor dem Wahrburger Tor, weshalb es schlussendlich bei der Salzwedeler 1:4-Pleite im Verfolgerduell blieb.