Salzwedel l Die Mannschaft von Helge Kietzke belegt nicht nur einen überraschend starken zweiten Platz in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, sondern steht zudem im Kreispokal-Finale des Kreisfachverbandes Altmark West.

Schulze übernimmt neuen Posten

Doch bei der Eintracht ist dies längst noch kein Grund, sich nun auf dem Erreichten auszuruhen. Seit Anfang dieser Woche gibt es nämlich eine neue Personalie bei den 09ern, womit sich der Verein in der Spitze breiter aufstellt. Mit Burghardt Schulze übernimmt nämlich ein „alter Bekannter“ eine führende Rolle in der Abteilung. Während der bisherige Abteilungsleiter Holger Neumann sich etwas zurückzieht und sich in Zukunft nur noch um die Belange der C- bis G-Junioren kümmert, ist der ehemalige Trainer der Eintracht - Burghardt Schulze - für die Herrenmannschaften bis hin zur B-Jugend der erste Ansprechpartner.

Neumann fehlt die Zeit

Es ist ja schon länger bekannt, dass „Putzi“ Neumann als Selbstständiger und als Familienvater mit zwei Kindern eigentlich schon voll ausgelastet war und ist. Umso mehr wusste man es in der Kreisstadt auch zu schätzen, dass Neumann seine Vereinsaufgaben im vollen Umfang ausfüllte und zudem stets ein offenes Ohr bei Fragen und Problemen hatte. Allerdings schätzt Neumann die Situation ein bisschen anders ein: „Mir fehlt einfach die Zeit, um mich so intensiv um die Abteilung zu kümmern, wie es mit ziemlicher Sicherheit nötig wäre.“

Im vergangenen Sommer tat sich diesbezüglich aber eine interessante Lösung auf. Nachdem Kietzke in der Sommerpause den Trainerposten von Burghardt Schulze übernahm, stand mit Schulze eine Person ohne Posten da, die sicherlich auf verschiedenen Ebenen sehr viel „Know-How“ mitbringt. „Burghardt ist in dieser Region und über die Grenzen hinaus sehr gut vernetzt. Er hat einen sehr guten Bezug zum SV Eintracht Salzwedel und zu den Spielern in den beiden Herrenmannschaften. Folglich war es einfach die logische Konsequenz, ihn anzusprechen“, wie Neumann erklärt.

Schulze gab sich Bedenkzeit

Schulze selber wollte nach seiner letzten Trainer-Saison in Salzwedel erst einmal Abstand gewinnen. „Putzi kam relativ schnell auf mich zu und hat mit mir über die neue Aufgabe gesprochen. Allerdings wollte ich erst einmal Bedenkzeit, welche mir der Verein auch zugestand“, wie Schulze erklärt. Schulze dazu weiter: „In den letzten Wochen ist in mir aber die Entscheidung gereift, dass dieser Schritt absolut Sinn macht. Ohnehin ist es für mich aktuell die einzige Position im Verein, die ich übernehmen würde und die ich mir vorstellen kann. Die Aufgabe ist mir sozusagen wie auf den Leib geschneidert.“

Durch die neue Personalie ist natürlich klar, dass sich auch die Kompetenzen etwas verschieben. „Putzi und ich haben lange überlegt, wie wir das verteilen und ob das so auch Sinn macht. Aber ich denke, dass sich das in den nächsten Wochen und Monaten einspielen wird. Gemeinsam bekommen wir das schon hin“, wie Schulze erklärt.

Planung für die neue Saison im Vordergrund

Hauptsächlich geht es für Schulze jetzt darum, die neue Saison zu planen. Deshalb war der Zeitpunkt der Zusage auch im April gewählt. Insgesamt geht es darum, die Abteilung in der Spitze breiter aufzustellen. „Es sind in letzter Zeit einfach zu viele Dinge angefallen, die eine einzelne Person gar nicht bewältigen kann. Auch die Trainer der beiden Herrenmannschaften sollen weiter entlastet werden, um sich künftig ausschließlich um die eigentliche Aufgabe des Trainers zu kümmern. Das Ziel ist es, dass wir in Zukunft einfach noch effizienter arbeiten, damit sich der Erfolg irgendwann auf allen Ebenen darstellt“, wie Schulze klarmacht.