Salzwedel l Mit dieser Punkteteilung zum Saisonstart, finden sich beide Mannschaften zunächst im Mittelfeld der Tabelle wieder.

Die 22er kamen bei erneut sehr hohen Temperaturen besser ins Spiel. Während sich die Rand-Salzwedeler in der Anfangsphase vor einer Woche noch den Schneid abkaufen ließen, schien es nun wieder die Gastmannschaft zu sein, die sehr viel Dampf macht.

Nachdem Marcin Galkowski in der vierten Minute noch am SVE-Schlussmann Dennis Röhl scheiterte, gab es wenige Sekunden später Elfmeter für Liesten. Die Salzwedeler Hintermannschaft sah bei einem hohen Ball sehr schlecht aus und konnte ihn nicht verteidigen. Am Ende der Fehlerkette holte Marius Wulff Stephan Benecke von den Beinen und es gab folgerichtig Strafstoß. Benecke trat selber an, scheiterte aber am starken Röhl (gehalten).

In der 13. Minute unterlief Röhl dann aber ein eher seltener Patzer. Kordus lief mit dem Ball am Fuß ins Zentrum und zog dort mit seinem linken Fuß ab. Röhl wollte den Ball festhalten, bekam die Hände aber nicht voll hinter Ball, so dass das Leder ins Tor kullerte - 0:1.

Die Eintracht war bis zur Trinkpause nicht wiederzuerkennen und zeigte bis dahin eine schwache Leistung. Weil aber Lukas Biermann (26./gehalten), Luca Nowak (27./stark gehalten), Julian Seehausen per Kopf (30./knapp vorbei) und Pascal Kreitz aus der zweiten Reihe (37./gehalten) teils beste Tormöglichkeiten ungenutzt ließen, ging es mit der knappen Liestener Führung in die Halbzeitpause.

In den zweiten 45 Minuten war das Spiel dann absolut offen. Es war zwar nicht schön anzusehen, lebte dafür aber von der Spannung und den Zweikämpfen. In der 56. Minute verbuchten die Platzherren die nächste Großchance zum 1:1. Erneut stieg Seehausen nach einer Ecke am höchsten, doch der Gäste-Schlussmann Jonathan Gehrke, der ebenfalls wieder ein ganz starkes Spiel machte, war auf seinem Posten und entschärfte diese Gelegenheit.

Nur sechs Minuten später tauchte auf der anderen Seite Kordus frei vor dem Salzwedeler Tor auf, doch Röhl parierte ebenfalls.

In der zweiten Halbzeit verbuchte Salzwedel zwar mehr Spielanteile, wurde aus dem Spiel heraus aber zu selten zwingend. Liesten stand einfach sehr gut gegen den Ball und schaffte es in der Offensive immer wieder für Entlastung und Gefahr zu sorgen. So auch in der 78. Minute, als Martin Böhm in der Box Kordus fand. Dieser scheiterte aus kurzer Distanz aber erneut an Röhl.

Sechs Minuten vor Ultimo schien der Drops dann doch endgültig gelutscht. Nach einem schwachen Rückpass von Wulff, geriet Röhl unter Druck und holte im eigenen 16er Benecke von den Beinen, weshalb es wieder zurecht Strafstoß für Liesten gab. Dieses Mal trat Galkowski zum Elfmeter an und auch dieser scheiterte. Röhl bewies einmal mehr seine Stärke beim Elfmeterschießen, war schnell unten und hielt seine Mannschaft somit im Spiel.

Dieser relativ sorglose Liestener Umgang mit den eigenen Chancen, sollte sich dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit rächen. Röhl brachte einen Freistoß in den Liestener Strafraum. Dort versuchte Seehausen zum Ball zu gehen und wurde dabei laut dem jungen Unparteiischen Max Goroncy regelwidrig gestört - Elfmeter für Salzwedel. Nach einigen Diskussionen auf dem Platz und am Spielfeldrand, lief Seehausen selber an und bewies Nervenstärke. Der SVE-Spielführer schickte Gehrke in die falsche Ecke und traf zum 1:1-Endstand.

Am Ende ist der Elfmeter für Salzwedel sicher schmeichelhaft. Liesten muss sich aber selber vorwerfen lassen, nicht schon frühzeitig den Sack zugemacht zu haben.