Salzwedel l 83 Tore, 54 Punkte und damit sieben Zähler Vorsprung auf den ärgsten Verfolger: Das sind die eindrucksvollen Zahlen, für die der SV Eintracht Chüden in der abgelaufenen Saison der Fußball-Kreisliga gesorgt hat. Die Eintracht steigt nach einer starken Serie völlig zu Recht als Staffelsieger in die Kreisoberliga auf.

Sicherlich hatten viele Experten die Chüdener Eintracht als Titelkandidat auf der Rechnung, doch als Topfavoriten galten Mannschaften wie der SV Rot-Weiß Wenze und der SV Wacker Lindstedt. Genau diese beiden Vertretungen ließen die Mannen von Werner Malisch, der mittlerweile verabschiedet wurde, und Orlando Konietzny hinter sich – und das dazu auch noch deutlich. Denn allein auf den Zweitplatzierten aus Wenze erspielten sich Fund & Co. ein sattes Polster von sieben Punkten, während der Vorsprung auf Lindstedt sogar elf Zähler betrug.

„Wir hatten einen hervorragenden Start, von dem wir natürlich stark profitiert haben. Wir haben das über die gesamte Hinrunde wirklich gut durchgezogen“, verrät Eintracht-Coach Orlando Konietzny. Dabei hatte in Chüden keiner das Ziel Staffelsieg ausgegeben. Oben mitspielen – das war aber schon das Vorhaben der Rand-Salzwedeler. „Erst im Winter wuchsen erste Aufstiegsgedanken“, gibt Konietzny zu. Bis dahin hatten die Chüdener fast alle Partien gewonnen. Nur beim 2:2 in Wenze erlaubte sich der souveräne Primus ein Remis. „Alles in allem hat in der Hinserie alles gepasst“, resümiert der Eintracht-Trainer.

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Diese Konstanz konnten die Chüdener aber in der zweiten Halbserie nicht mehr auf den Platz bringen. „Wir haben uns auf einmal schwerer getan. Woran das lag, kann ich mir auch nicht so recht erklären. Vielleicht war es wirklich die Angst, aufzusteigen“, so Orlando Konietzny mit einem Schmunzeln. In Brunau (1:4) und Arendsee (1:2) setzte es noch zwei Niederlagen, dazu kam der Spitzenreiter in Kalbe/Milde sowie daheim gegen Wenze (jeweils 3:3) nicht über Punkteteilungen hinaus. Das lag sicher auch daran, dass auf Chüdener Seite speziell in diesen Begegnungen immer mal wieder wichtige Stützen fehlten. „In den wichtigen Spielen waren wir aber auf den Punkt da, so dass wir auch verdient aufgestiegen sind“, erklärt ein zufriedener Konietzny, der sich mit seinen Schützlingen nun erst einmal in der Kreisoberliga halten möchte.

Verfolger mit starker Rückserie

In der Rückserie holten sowohl der SV Rot-Weiß Wenze als auch der SV Wacker Lindstedt mehr Zähler als der Staffelsieger, doch im ersten Teil der Spielzeit konnten sie ihm nicht folgen. Während die Wenzer in der Hinrundenbilanz acht Punkte hinter den Chüdenern liegen, sind es bei den Wackeranern ganze 14. Die beiden Verfolger verloren in der Rückserie zwar nur noch einmal, konnten den Rückstand auf die Spitzenposition aber nur noch reduzieren. Lindstedt als beste Mannschaft der zweiten Halbserie verbesserte sich sogar noch vom fünften auf den dritten Platz. Die Rot-Weißen aus dem Waldstadion verteidigten indes ihren zweiten Tabellenrang und dürfen sich wie Chüden auf den Aufstieg in die Kreisoberliga freuen. Davon erfuhren sie allerdings erst vor dem letzten Spieltag, weshalb die Freude umso größer war.

Einen Dreikampf um Rang vier entschied letztendlich die SG Pretzier für sich, die allerdings vom SV Brunau 06 sowie auch vom SV Arendsee dicht verfolgt wurde. Das Tabellenmittelfeld komplettieren mit doch eher respektvollem Rückstand der FSV Miesterhorst und der SV Eintracht Berge.

Rückzug von zwei Mannschaften

Durch den frühzeitigen Rückzug der zweiten Mannschaften des FSV Heide Letzlingen sowie des SV Heide Jävenitz stand fest, dass es diesmal keinen Absteiger geben würde. Dennoch kämpften vier Mannschaften mit allen Mitteln gegen die Rote Laterne. Den letzten einstelligen Tabellenplatz erkämpfte sich letztendlich der SV Langenapel II. Die Langenapeler verbuchten im Vergleich zum punktgleichen VfL Kalbe/Milde das bessere Torverhältnis.

Die Mildestädter holten in der Rückrunde starke 16 Zähler und verbesserten sich damit noch auf Rang zehn. Somit rutschte der SV Engersen, nachdem er im zweiten Teil der Saison nur noch einen Sieg verbuchen konnte, noch auf den vorletzten Rang ab. Immerhin konnte die Kupke-Elf aber noch den Aufsteiger SV Kloster Neuendorf hinter sich lassen. Die Klosteraner fanden sich mit 14 Punkten ganz hinten im Tableau ein, deuteten ihr Potenzial aber dennoch in mehreren Partien an und hätten durchaus den einen oder anderen Zähler mehr verbuchen können.