Gardelegen l Einen immens wichtigen 4:1 (0:0)-Heimerfolg fuhr der SSV 80 Gardelegen in der Verbandsliga gegen den TV Askania Bernburg ein. Damit halten sich die Schützlinge von Trainer Norbert Scheinert vom Tabellenkeller fern und freuen sich über die mittlerweile zehn Saisonpunkte.

Und man konnte die Steine vom SSV-Trainerherzen praktisch purzeln hören. Obwohl man an der Milde den ganz großen Druck vor dem Spiel nicht aufbauen wollte, so war der Sieg am Sonnabend vor 222 Zuschauern schon immens wichtig für den Aufsteiger aus Gardelegen.

Rote Karte für Bernburgs Kühne

Die entscheidende Szene des Matches spielte sich aber schon in der 12. Spielminute ab, als Johannes Kühne mit Rot vom Platz musste. Zuvor verhinderte er gegen Gardelegens Maurice Bogdahn eine klare Torchance. In den folgenden 78 Minuten des Spiels waren somit die Rollen klar verteilt. Und obwohl der SSV von Beginn an Herr im Hause war, mussten die Gastgeber bis weit in die Schlussphase hinein in Überzahl um die drei Heimpunkte bangen.

Bilder

Doch der Reihe nach. Für beide Mannschaften galt die Devise: Verlieren verboten! Der SSV überraschte zunächst mit einer kleinen taktischen Änderung. Nachdem zuletzt mit einer Dreierkette operiert wurde, wurde diesmal eine Viererkette aufgeboten. Eine erste Möglichkeit vergab zudem Haak nach einer Ecke.

Nach zwölf Minuten steuerte Maurice Bogdahn auf den TV-Kasten zu und wurde an der Strafraumkante von Kühne zu Falle gebracht. Die Folge: Freistoß und Rot für Kühne. Fortan war es natürlich eine andere Partie. Während die Bernburger nun noch tiefer standen und nach Möglichkeit das 0:0 mit auf die Heimreise nehmen wollten, ging es beim SSV 80 jetzt noch mehr denn je um die volle Ausbeute.

Tore fallen nach der Halbzeit

Sie rissen das Spiel nun auch komplett an sich und erarbeiten sich einige Möglichkeiten. Die waren auch zahlreich, aber eben nicht hochkarätig. Die Gäste verteigten sich das 0:0 somit erfolgreich und brachten das Ergebnis in die Pause.

In der sortierten sich die Bernburger nochmal und stellten etwas um. Das zeigte auch Wirkung, denn der SSV musste eine knifflige Phase überstehen, in der sogar ein Treffer fiel. Doch das Tor von Härtl zählte wegen einer Abseitsstellung dann doch nicht.

Aber mit diesem „Treffer“ waren die Gardelegener dann hellwach. Zwar musste kurze Zeit später Mette im SSV-Kasten noch einmal beim Herauslaufen gegen Härtl klären, doch danach erzielte der eingewechselte Gille das 1:0 für die Platzherren. Dabei profitierte er von einer „Sahneflanke“ von Berlin.

Ehe es zur Entscheidung kommen sollte, ging es hin und her. Auf der einen Seite schoss Berlin daneben, und auf der anderen Seite blieb Mette Sieger im Eins-gegen-Eins gegen Fahland.

Schlussphase verläuft turbulent

Bevor die tubulente und torreiche Schlussphase auf der Rieselwiese eingeläutet wurde, hätte Gütte den SSV mit 2:0 in Führung bringen können, doch er scheiterte jeweils.

In Minute 84 war es dann aber soweit. Der ebenfalls eingewechselte Wolff wurde auf die Reise geschickt und schloss kompromisslos zum 2:0 ab - die Entscheidung.

Nun gingen auch die Köpfe bei den Gäste runter, doch die mussten noch zwei weitere Gegentreffer schlucken. Nur zwei Minuten später schloss Berlin sogar noch zum 3:0 ab, ehe Schreiber seine starke Leistung an diesem Tag mit dem 4:0 krönen konnte.

Doch noch war nicht Schluss in einer einseitigen Partie. Gern hätten die SSV-Kicker die Null gehalten, doch Askania kam doch noch zum Anschlusstreffer. Zunächst knallte Kapitän Gerwien das Leder an den Pfosten. Fahland setzte gut nach und traf zum 1:4. Da waren aber bereits 90 Minuten gespielt. Die Nachspielzeit brachte der SSV aber souverän über die Zeit und bejubelte den klaren Erfolg.