Gardelegen l Die Rolandstädter haben nach wie vor die große Chance, die Spielzeit auf einem Medaillenplatz zu beenden, im allerbesten Fall sogar Staffelsieger zu werden. Allerdings konnte der SV Staßfurt die kleine Negativserie der Gardelegener nutzen und sich an der Spitze auf sechs Punkte absetzen. Auch der MSC Preussen, ab 15 Uhr übrigens zu Gast auf der Rieselwiese, hat den SSV mittlerweile überholt.

Scheinert appelliert an den Willen

Allerdings könnten die Westaltmärker die Magdeburger mit einem Heimsieg wieder überholen. Dann wären beide Teams zwar punktgleich, doch die Platzherren könnten das bessere Torverhältnis aufweisen. Gardelegens Trainer Norbert Scheinert erwartet auf jeden Fall „ein schönes Spiel, in dem es hin und her geht“. Womöglich war die Brust der SSV-Akteure in der laufenden Saison schon mal größer, denn mittlerweile sind sie seit vier Partien sieglos. Zuletzt setzte es sogar eine 1:3-Niederlage in Blankenburg. „Das wirft uns allerdings nicht um. Uns war klar, dass wir irgendwann auch mal wieder verlieren. Dass es nun in Blankenburg passierte, war sicherlich bitter und unnötig“, blickt Scheinert zurück. „Uns fehlt momentan ein wenig die Leidenschaft. Wenn der absolute Wille da ist und wir den Ball laufen lassen, können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen“, fügt Gardelegens Coach an.

Das Hinspiel in der Landeshauptstadt (Scheinert: „Es war ein Duell auf Augenhöhe“) gewannen die Rolandstädter nach frühem Rückstand dank der Treffer von Sascha Gütte und Marco Schönfeld mit 2:1 und wollen eine ähnliche Leistung wie am 31. Oktober 2018 nun auch auf eigenem Platz abrufen. Auch der Kontrahent schlägt laut Norbert Scheinert „eine technisch feine Klinge“. Daher gilt es für den SSV, der auf Hannes Malek und Andy Stottmeister verzichten muss, von der ersten bis zur letzten Minute voll fokussiert zu sein und zudem auch das Manko namens Chancenverwertung wieder in den Griff zu bekommen. Schiedsrichterin: Sarah Hartmann.