Gardelegen l Nach einwöchiger Verschnaufpause für den SSV 80 Gardelegen, geht es am Sonnabend um 13 Uhr mit dem Liga-Alltag auf der heimischen Rieselwiese für die Scheinert-Elf weiter. Zu Gast sein, wird der SSV Havelwinkel Warnau.

Der Tabellenelfte befindet sich im grauen Mittelfeld der Liga. Die Mannschaft von Trainer Ralf Franke, der bereits selbst als Spieler bei den Warnauern auflief, will das Gastspiel nicht abschenken. Die Tabellensituation für die Gäste mutet paradox an. Trotz einer positiven Tordifferenz fehlen die Punkte bei den Grünen. Um weiterhin eine ruhige Saison zu spielen, wäre ein Sieg für die Gäste eminent wichtig.

SSV setzt auf Heimstärke

Doch der SSV Gardelegen ist eine absolute Heimmacht. Im Kalenderjahr 2019, haben die Gardeleger saisonübergreifend nur ein Heimspiel verloren. Union Heyrothsberge hatte die Ehre, mit 4:3 einen nahezu historischen Sieg einzufahren.

Damit die Mannschaft die Heimstatistik weiter verbessern kann, zählen für Norbert Scheinert allerdings nicht nur die Offensivspieler um Angreifer Simon Bache als Eckpfeiler: „Mir kommen die Defensivspieler manchmal etwas zu kurz. Es wird oft über unsere Offensive geredet, dabei wird übersehen, wie stark unsere Defensivspieler sind, die die Drecksarbeit verrichten, Bälle erobern und spielentscheidende Vorlagen geben.“

Ein Paradebeispiel für das gute Funktionieren der Defensive stellt Hannes Malek dar. Der läuferisch starke Verteidiger ist mit 1143 Minuten und 13 Einsätzen der absolute Dauerbrenner des SSV 80. „Hannes ist für uns unverzichtbar. Er ist die Stimmungskanone in der Mannschaft und hält die Mannschaft mit seiner guten Laune intakt. Seine Schnelligkeit und Dynamik helfen uns ungemein. Mit seiner Spielweise, hält er die Kette beisammen. Er ist ein Führungsspieler und auf seiner Position ungemein gewachsen“, so Trainer Scheinert.

Scheinert warnt vor Sturmduo

Gegen den SSV Warnau werden die Qualität von Verteidiger Malek wieder gefragt sein. Der Gegner wartet mit dem 35-jährigen Oldie Kevin Schmoock auf, der bereits sieben Mal traf. Im Januar wird der Torjäger 36 Jahre alt und erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Sturmpartner Benjamin Döring führt mit zehn Saisontreffern die vereinsinterne Torjägerliste an. Die Scheinert-Schützlinge sollten den Gegner also keinesfalls unterschätzen, möchte man die gute Heimbilanz weiter aufpolieren.