Salzwedel l Allerdings standen die Zeichen bereits vor dem Anpfiff für den SVE schlecht. Lediglich elf Spieler standen Trainer Roman Dölle zur Verfügung. Außerdem spielte mit dem SV Schwalbe Schwiesau das zweitbeste Team der Rückrunde auf der Flora auf.

Die Schwiesauer zeigten von Beginn an, in welche Richtung das Spiel aus ihrer Sicht gehen soll: aufs Salzwedeler Tor. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß lenkte SVE-Torwart Christian Oesterling einen Fernschuss über die Latte.

Gäste führen früh

In der 7. Spielminute gelang den Schwiesauern ihr erster Treffer. Eine Hereingabe in den Strafraum landete bei Senol Isik. Der passte den Ball auf den besser positionierten Steven Hintze, der freistehend zum 1:0 einschieben konnte. Begünstigt wurde der Treffer durch die fehlende Zuordnung in der Salzwedeler Abwehr.

Die Schwiesauer machten weiterhin kräftig Druck und attackierten die Salzwedeler oft tief in der eigenen Hälfte. Senol Isik erhielt in der 17. Spielminute einen schönen Pass in den Lauf und überwand problemlos Christian Oesterling. Die SVE-Akteure sahen in der Situation eine Abseitsstellung, doch Schiedsrichter Marco Peters gab das Tor.

Auch am dritten Treffer der Schwalben hatte Isik einen Anteil. Ein Zuspiel ließ er durch seine Beine durch. Der Pass lief perfekt in den freien Raum zentral vor dem Salzwedeler Tor auf Martin Ahlemann, der nicht lange fackelte und die Kugel zum 3:0 versenkte.

Eintracht nach der Pause in Unterzahl

Schwiesaus Nico Seidenberg setzte zunächst einen Distanzschuss an den Pfosten (36.), ehe er Augenblicke später das 4:0 markierte. Senol Isiks Schuss konnte Oesterling nicht festhalten. Der Abpraller landete bei Seidenberg.

Kurz vor der Pause hatte die Eintracht die erste ernsthafte Torchance. Nick Blume im Schwalben-Tor war bereits geschlagen, doch ein Abwehrspieler klärte den Ball vor der Linie.

Mit dem 0:4 ging es für beide Teams in die Kabinen. Dort blieb auch gleich Salzwedels Philipp Schernikau, der verletzungsbedingt vom Platz musste. Da Roman Dölle keine Auswechselspieler auf der Bank hatte, standen in der zweiten Hälfte nur noch zehn Eintrachtler auf dem Platz.

Ein drohendes Debakel konnte der SVE verhindern. Florian Manthey verkürzte auf 1:4 (54.) und erzielte kurz vor dem Schlusspfiff mit einem sehenswerten Heber das schönste Tor des Tages.

Schwiesau dominiert die Partie

Das täuschte aber nicht darüber hinweg, dass die Schwalben in der zweiten Hälfte die Angelegenheit im Griff hatten, obwohl sie ein bis zwei Gänge runtergeschaltet hatten. Franz Friedrichs schoss eine flache Hereingabe aus fünf Metern zentral vor dem Tor über die Latte (52.). In der 76. Spielminute klatschte ein Freistoß von der Strafraumkante gegen den Pfosten. Den Nachschuss parierte Christian Oesterling überragend. Allerdings stand der Schwiesauer Schütze im Abseits.

Kurz darauf köpfte Franz Friedrichs ungestört zum 5:1 ein (78.) und Robert Clemens versenkte einen Abpraller von Christian Oesterling, der einen strammen Schuss nur abwehren konnte, zum 6:1. Am Ende stand ein verdienter Sieg für Schwiesau und eine Salzwedeler Mannschaft, die vor allem in der zweiten Halbzeit tapfer gegen gehalten hat.

Statistik

SV Eintracht Salzwedel II: Oesterling - Manthey, Block, Stephan, Kremer, Niemeyer, Gerber, Menzel, Schernikau, Müller, Tödter.

SV Schwalbe Schwiesau: Blume - Isik, Erik Beneke, Friedrichs, Könnemann, Clemens, Gläss (65. Bolle), Hintze, Franz Beneke, Seidenberg (75. Müller), Ahlemann.

 

Torfolge: 0:1 Steven Hintze (7.), 0:2 Senol Isik (17.), 0:3 Martin Ahlemann (23.), 0:4 Nico Seidenberg (37.), 1:4, 2:6 Florian Manthey (54./90.), 1:5 Franz Friedrichs (78.), 1:6 Robert Clemens (80.).

Schiedsrichter: Marco Peters